11 Fragen an ein normales Stonergirl aus Berlin

Ein junges Berliner Girl hat sich zum Interview bereit erklärt. Janina hat sich einen Stift, Block und ihre Kamera eingepackt und ihr ein paar Fragen gestellt. Hier nun das Interview und die Bilder vom Stonergirl, das so auch in deiner Nachbarschaft leben könnte. Warum nicht auch mal ganz normale Bufferinnen interviewen, statt immer nur die Hip-Hop Dudes, Politiker oder Grower. Also, viel Spaß! Folgt Janina auch gerne auf Instagram.

Schon mal vor oder während der Arbeit gekifft?

Ja, schon oft. Dadurch, dass ich selbstständig bin und einen kreativen Beruf ausübe, lässt sich das auch eher miteinander vereinen, als bei anderen Jobs. Das ist irgendwie Fluch und Segen zugleich… Weil ich quasi mein eigener Chef bin, gibt es niemanden, der mir sagt, wann und wie ich zu arbeiten habe. Gerade am Anfang meiner Selbstständigkeit fiel es mir schwer, die ganzen Freiheiten, die ich dadurch hatte, nicht zu krass auszureizen. Mittlerweile bekomme ich das aber recht gut hin und kiffe nicht mehr vor der Arbeit – vor allem, wenn ich Termine mit Kunden oder Geschäftspartnern habe.

Beeinflusst das regelmäßige Kiffen deine Arbeitsleistung / -motivation?

Ich denke schon. Auch wenn man sich als Kiffer gerne einredet, dass man trotzdem alles genauso gut hin bekommt, wie wenn man nicht kifft… Ich merke gerade morgens, dass ich schwerer aus dem Bett komme, wenn ich am Tag davor viel gebufft habe. Auch mein Kurzzeitgedächtnis funktioniert schon ein wenig besser, wenn ich weniger bzw. gar nicht kiffe… andererseits bin ich an Abenden, an denen ich was geraucht habe, auch schon oft auf neue Ideen im Bezug auf mein Business gekommen. Ich würde sagen, in den kreativen Tätigkeitsfeldern meiner Arbeit kann sich das Kiffen durchaus positiv auswirken. Ich kann z.B. gut Texte schreiben oder an meiner Webseite basteln, wenn ich gekifft habe.

Seit wann, wie viel und wie häufig kiffst du?

Puh, das ist schon eine Weile her. Ich glaube mit 14 habe ich das erste Mal an einer selbstgebastelten Gurkenbong gezogen. War furchtbar, ich hatte damals auch keinen Bock das nochmal zu machen. Ich glaube so mit 16 habe ich dann doch nochmal an einem Joint gezogen, habe da keine Wirkung gemerkt; Aber ich mochte den Geschmack von Weed. So mit 18 Jahren fing es dann an, dass ich hin und wieder gekifft habe, wenn einer meiner Freunde mal was dabei hatte. Wie bei den meisten wurde es dann immer regelmäßiger und irgendwann kaufte ich mein erstes eigenes Gras.

Jetzt bin ich 24 und kiffe aktuell schon ziemlich regelmäßig. Ich habe immer so meine Phasen – da ist es mal mehr oder weniger, ich kiffe zumindest nicht mehr jeden Tag. Ich würde in Zukunft gerne wieder zu einem entspannten Wochenendkonsum zurückkommen, ist besser für meine Gesundheit und den Kontostand 😛

Fressflash beim Kiffen? Wenn ja, was muss es dann am besten zu Essen geben?

Pizza <3

Welche Playlist läuft dabei oder generell bei dir am liebsten?

Unterschiedlich, ich mag chillige Sachen beim Kiffen. Ich höre viel Hiphop und Rap, Soul, RnB… manchmal auch Jazz, Elektronische Beats oder einfach nur Gitarrenmusik. Bunt gemischt.

Schon mal einen Horrortrip gehabt?

Nicht direkt Horrortrip, aber definitiv eine beschissene Erfahrung in Kombination mit Alkohol hatte ich, als ich ca. 19 war und noch nicht wirklich oft gekifft hatte:

Ich war bei einem Straßenfest in Berlin, hatte einige Caipis getrunken und irgendwer hatte einen ziemlich fetten Haze Blunt gebaut, an dem ich ein paar Mal kräftig gezogen hatte. Dass es keine gute Idee war, habe ich dann recht schnell bemerkt. Zum Glück hatte ich eine Freundin dabei, die aufgepasst hat; Mir wurde schwindelig und ich musste mich hinsetzen, dann habe ich lauter kleine Ameisen an meinen Beinen und Armen langlaufen sehen und hab meine Freundin gefragt, ob sie die Ameisen auch sieht… Ich weiß noch, wie irritiert und besorgt sie mich angeguckt hat, als sie meinte: „Da sind keine Ameisen, ich glaube du hast Halluzinationen“. Erst war ich super verunsichert und fand es furchtbar, diese Ameisen die ganze Zeit zu sehen, aber meine Freundin redete mir gut zu und ich konnte dann irgendwann einfach akzeptieren, dass ich wohl Halluzinationen habe und das bald wieder aufhören wird.

Wir sind dann schnell nach Hause gefahren, ich bin eingeschlafen und am nächsten Tag war ich wirklich froh, dass ich wieder klar denken konnte. Ich kann nur jedem, der Gras nicht gewohnt ist, empfehlen, bei Alkohol und Haze Blunts vorsichtig zu sein.

Was war besser? Dein erstes Mal oder dein erster Joint?

Hm, war beides nicht wirklich toll. Aber dann eher das erste Mal… die Gurkenbong war echt nicht der Hit.

Wie viel Geld gibst du für Gras aus (im Monat)?

Unterschiedlich, zwischen 50 € und 250 € kam schon alles mal vor.

Hat Deutschland eine coole Kifferkultur?

Schwierige Frage. Deutschlandweit eher nicht; Berlin würde ich aber gesondert betrachten, hier wird schon ziemlich viel gekifft. Vor allem im Sommer riecht man an jeder Ecke Joints brennen. Leider gibt’s hier keine entspannten Coffeeshops oder chillige Cafés, in denen kiffen erlaubt ist. Ich bin auf jeden Fall pro Gras Legalisierung!

Wer sind für dich die 3 coolsten Menschen die Gras rauchen?

Seth Rogen, Snoop Dogg und meine Eltern 😀

Dein Hotspot zum Kiffen?

Im Sommer gerne in der Natur – Strand, Parks und so weiter. Im Winter gemütlich auf der Couch. Okay, manchmal auch im Bett… 😛

Ende

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