Berlin, die Stadt der Drogen

Ein trister Feiertag Ende Oktober. Es ist ein Dienstag, die ganze Stadt liegt in einer Hülle der Ruhe und der Stille. Nicht mal mehr die Vögel zwitschern. Nichts. Mein Ventilator, der meinen Laptop kühlt, da dieser sonst heiß laufen würde, schnurrt und klappert neben mir, während ich versuche ein paar Zeilen zu verfassen. Klappt nicht. Ich brauch Gras. Und zwar Gutes.

Hast du was Gutes da?

Die Entscheidung ist gefallen, die Arbeit wird nieder gelegt und dem Ventilator der Stecker gezogen. Ab ans Handy und WhatsApp starten. Bei WhatsApp startet fast jeder meiner Graseinkäufe. Ich habe ca. 4-8 verschiedene Anlaufstellen in Berlin. Die meisten bieten nur Gras an und die anderen machen den ganzen anderen Scheiss – Koks, Pillen, Spaßmacher… für ein normales Berliner Wochenende eben. Ich brauch was für einen Dienstag – und dann noch an einem Feiertag. Ich habe Bedenken, das selbst die Dealer heute einen freien Tag machen. In Berlin aber nicht, an solchen Tagen hier machen die Jungs und Mädels ein dickes Geschäft mit dem Gras und den Drogen.

Ich sehe Gras nicht als Droge, eher als eine Substanz, die meinen Körper und Geist zu einem fast perfekten Ding oder so machen.

Also 10 Minuten später habe ich bei allen angefragt und wollte wissen, was sie so da haben. Ich habe welche dabei, die manchmal echt verdammt geiles Weed haben, aber das ist einer Stadt wie Berlin auch recht schnell weg, da muss man vorbestellen. Ich habe nichts vorbestellt, daher muss ich auf die verfügbaren Standards zurückgreifen. Einer hat mir Northern Lights angeboten für ´nen 9er Kurs. Ja ist teuer, ich weiß, geht billiger. Aber die verfügbare Quelle befindet sich direkt am Nollendorfplatz, also gleich um die Ecke.

Ich hätte was aus Spandau haben können für einen 6er Kurs, irgendein Haze, aber Spandau ist weit weg und es ist halt Spandau. Nee, dann lieber schnell rüber gegangen zum Nollendorfplatz. Ab in den abgerockten e36 und rüber gerollt. Dealer steht schon da, er setzt sich ins Auto, paar nette Worte gewechselt, man kennt sich eben ein bisschen. Ich unterhalte mich auch gerne mit meinem Bäcker, nur das Gras kaufen noch aus irgendwelchen dubiosen Gründen immer noch verboten ist, die irgendwie keiner verstehen kann. Ich hatte mein Weed, er hat Geld verdient und kann bald größere Mengen einkaufen, was wiederum gut für mich ist, da ich dann in Zukunft auch bessere Preise bekomme. Gute Dealer geben ihre besseren Einkaufspreise auch an ihre Kunden weiter, aber das weiß ja heute schon fast jeder.

Berlin die Stadt der Drogen.

Ich liebe Berlin. Gerade für Leute die buffen ist es eine Traumstadt, in jedem Stadtteil gibt es sehr gute Grower, die immer wieder verkaufen. Dann die Grastaxis, die meistens auch noch viel anderes Zeug dabei haben außer Weed. Deine Freunde. Die Parkdealer aus der Hasenheide oder dem Görlitzerpark. Die U-Bahn Ticker. Die Hobbydealer. Ach, es gibt so viele verschiedene Arten von Dealern in Berlin. Selbst für App verliebte gibt es eine gute Möglichkeit über Tinder den Dealer für´s Leben kennen zu lernen. In keiner anderen Stadt in Deutschland ist das so möglich. Hier bekommt jeder Weed, jeder der danach fragt. Die Stadt ist so grün…

Das beste zum Schluss

Der Ventilator schnurrt wieder den Laptop an. Der Anfang vom Artikel, kannst du dich erinnern? 😉 Ich bin wunderbar breit und habe diesen kleinen Text geschrieben.

Daniel

Ich bin im Jahr 1987 im Norden von Deutschland geboren und kann daher eine Heidschnucke von einem normalen Schaf unterscheiden.

Seit über 6 Jahren lebe ich mit meiner Frau Julia in Berlin.

Ich liebe Mode, ohne schnelle Autos kann ich nicht leben, bin ein Serien Junkie und Cannabis ist für mich mehr als nur ein Hobby.

2 Gedanken zu „Berlin, die Stadt der Drogen

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