Cannabis und LSD – Don´t mix it, baby!

Was passiert beim Mischkonsum? Cannabis und LSD

Ich wage mich an ein sehr gewagtes Thema, Cannabis und LSD. Eines vorweg, dies ist ein Thema für erfahrene Psychonauten, keinesfalls was für Menschen, die keine Erfahrung mit dem Thema haben! Solltest du irgendwelche ungelösten Probleme oder Ängste haben, ist das hier nichts für dich. Aber von LSD kann man nicht sterben, das ist komplett ausgeschlossen. Man kann allerdings einen extrem schweren, psychischen Schaden bekommen. Daher ist das nur etwas für Menschen, die mit beiden Beinen fest im Leben stehen.

So der Pflichtteil ist erfüllt, kommen wir zum spaßigen Teil.

Wie einige von euch wissen, ist 1P LSD in Deutschland komplett legal und kann ganz normal im Internet bestellt werden. Es wirkt wie normales LSD, einige meinen 1P LSD fehle der Tiefgang und es wirkt nicht ganz so intensiv wie normales LSD, aber hey, es ist legal. Die meisten Menschen, die Cannabis konsumieren, interessieren sich auch für andere Psychedelika, das liegt auch auf der Hand, da Cannabis auch psychedelisch wirkt. Es liegen aber Welten zwischen der Wirkweise und wie man diese Trips wahrnimmt. LSD ist eher eine „spirituelle“ Erfahrung und Cannabis mehr ein entspannter Netflix Abend, wobei man mit Cannabis auch sehr ausgiebige Trips haben kann, aber man kann es nicht wirklich vergleichen. Ob die beiden Substanzen sich im Mischkonsum vertragen? Wir werden es herausfinden.

Kleiner Funfact am Rande: Tabak ist 12-mal schädlicher als LSD.

In Ländern, in denen nahe Analoge von bereits verbotenen Substanzen automatisch auch verboten sind (wie in den USA und Australien), fällt 1P-LSD wegen seiner Ähnlichkeit zu LSD unter das jeweilige Betäubungsmittelgesetz.

In Deutschland ist es bislang nicht im BtMG gelistet, in Österreich (noch) (halb-)legal und der Schweiz illegal.

Quelle: http://de.drogen.wikia.com/wiki/1P-LSD

 

Leider habe ich keine Studien oder wissenschaftliche Berichte zu dem Konsum von Cannabis und LSD gefunden. Sehr traurig, aber leider wahr. Daher kann ich nur von meinen eigenen Erfahrungen schreiben und das was ich mir in dutzenden Foren und Erfahrungsberichten angelesen habe. Ich habe auch ein paar erfahrene Psychonauten zu dem Thema Cannabis und LSD befragt.

Erst einmal sollte man sich selbst die Frage stellen, was man mit dem Trip erreichen will. Soll der Trip zu irgendetwas führen? Sprich eine tiefere Wahrnehmung vom eigenen Selbst sein und eine spirituelle Erfahrung? Oder soll es eher ein Experiment sein, um den LSD Trip anders wahrzunehmen?

Wenn du eine spirituelle Reise antreten willst und dich ins aus der hiesigen Realität rausbeamen willst, ist Cannabis nicht gerade ein gutes Hilfsmittel. Cannabis kann den Trip zu etwas bodenständigen machen und viele Facetten vom reinen LSD Trip abschwächen. Ich würde dir daher empfehlen, Cannabis erst beim Afterglow zu konsumieren, sprich wenn der Mainact des LSD Trip abschwächt. Hier kann Cannabis die Optiks nochmal wieder zurückholen und du kannst den LSD Trip noch länger wahrnehmen. Also für einen „Arbeitstrip“ ist Cannabis nicht wirklich zu empfehlen.

Der Chemiker Albert Hofmann stellte am 16. November 1938 erstmals im Rahmen seiner Forschung zum Mutterkorn Lysergsäurediethylamid her. Sein Ziel war die Entwicklung eines Kreislaufstimulans. Nachdem diese erhoffte Wirkung von LSD im Tierversuch nicht eintrat, verlor Hofmann zunächst das Interesse und archivierte seine Forschungsergebnisse. Am 16. April 1943 entschied sich Hofmann, mögliche Wirkungen von LSD erneut zu prüfen; er vermutete, bei den ersten Versuchen etwas übersehen zu haben. Bei seinen Arbeiten mit LSD bemerkte Hofmann an sich selbst eine halluzinogene Wirkung, die er zunächst nicht erklären konnte. So vermutete er, LSD sei durch unsauberes Arbeiten durch die Haut von seinem Körper aufgenommen worden.

Er wiederholte dieses Erlebnis am 19. April 1943 durch die Einnahme von 250 Mikrogramm LSD. Verglichen mit der Wirksamkeit der damals bekannten Mutterkornalkaloide entsprach das der kleinsten Menge, bei der man noch eine Wirkung hätte erwarten können. Es stellte sich jedoch heraus, dass diese Menge bereits dem Zehnfachen der normalerweise wirksamen Dosis (ab ca. 20 µg) von Lysergsäurediethylamid entsprach. Dieses Datum gilt heute als Zeitpunkt der Entdeckung der psychoaktiven Eigenschaften des LSD. Der Jahrestag wird von popkulturellen LSD-Anhängern als „Fahrradtag“ (Bicycle Day) gefeiert, da Hofmann am Beginn seines bewusst induzierten Rauscherlebnisses mit dem Fahrrad nach Hause fuhr.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/LSD

Nun kommen wir zu dem schwersten Teil.

Erst der Joint, dann die Pappe, oder erst die Pappe dann der Joint, ist ja Jacke wie Hose, oder? Cannabis braucht ca. 2-10 Minuten bis es wirkt und LSD kann bis zu 45 Minuten nach der Einnahme beginnen zu wirken.  Hier sind die Erfahrungen extrem unterschiedlich. Aber was schon wirklich sehr oft an mich herangetragen wurde ist, das die Wahrscheinlichkeit eines sehr üblen Horrortrips sehr viel höher ist, wenn man Cannabis und LSD zusammen konsumiert. Natürlich kommt es hier auch auf die Dosierung an. LSD kann man meiner Meinung nach sehr viel einfacher dosieren, als Cannabis. Cannabis ist in dieser Konstellation mit LSD eher die unberechenbarere Komponente. Einige wenige empfinden Cannabis als eine Bereicherung während des LSD Trips. Die Farben sind weicher und wärmer. Ich würde Cannabis eher als einen „warmen“ Rausch bezeichnen, während LSD eher „kalt“ daher kommt. Am Ende sollte man selbst die Erfahrung machen, aber nur wenn man mit beiden Subtanzen ausreichend Erfahrung hat. Allen anderen rate ich davon ab. Einige sehr erfahrende Psychonauten haben mit Cannabis und LSD schon schlechte Trips erlebt. Und wenn selbst Profis davon abraten, sollte man es lieber lassen.

Meine persönliche Meinung ist hier recht einfach und klar. Cannabis und LSD sollten nicht zusammen genommen werden. Es macht auch keinen Sinn. Mischkonsum macht nie Sinn. Vielleicht ein Candyflip, aber das ist wieder ein anderes Thema. Man sollte sich auf eine Substanz einlassen und diese dann auch vollkommen alleine genießen. ABER! Ein Joint nach dem LSD Trip kann schon ziemlich geil sein. Er kann das erlebte nochmal in geschwächter Form zurückholen und man kann sich nochmal in den Farben und Optiks verlieren.

 

Cannabis und LSD sind zwei geniale, bewusstseinserweiternde Substanzen. Allerdings sollten die beiden auch für sich alleine stehen und nicht vermischt werden.

So, nun würde mich mal eure Erfahrung mit dem Thema Cannabis und LSD interessieren. Wer konnte diese Erfahrung schon machen?

 

 

Daniel

Ich bin im Jahr 1987 im Norden von Deutschland geboren und kann daher eine Heidschnucke von einem normalen Schaf unterscheiden. Den größten Teil meines noch kurzem Lebens habe ich in Berlin verbracht. Seit 2018 bin ich ein digitaler Nomade. Ich liebe Mode, ohne schnelle Autos kann ich nicht leben, bin ein Serien Junkie und Cannabis ist für mich mehr als nur ein Hobby.

5 Gedanken zu „Cannabis und LSD – Don´t mix it, baby!

  • Januar 20, 2018 um 6:47 am
    Permalink

    Was ein Bullshit…
    LSD ohne THC ist recht anstrengend, den Joint natürlich dementsprechend davor und ab da, sobald man sich nach LSD-Wirkungseintritt sicher genug für den nächsten fühlt.
    Abraten sollte man vom puren THC-Konsum, da dieser einen auch einfach gar nicht chillen lassen kann.
    Candyflip?
    Emma, ja logisch, schön zerfickende Chemie ballern
    Zerstört ja nur wichtige Zellen im Körper und ggf. sogar an der DNA-Kette was den Nachwuchs dumm und behindert werden lassen kann, aber geiler Tipp, dass das besser sein soll

    Joints, LSD & Chillhop sind das Rezept für den chilligsten Abend…

    Antwort
  • Januar 21, 2018 um 2:32 pm
    Permalink

    Ich habe schon viel Erfahrung mit dieser Kombination. Es ist ein unfassbar großer Unterschied, ob man eine (starke) Sativa Sorte zum LSD Tripp nimmt, oder eine indica lastige Sorte! Indica Sorten machen meiner Erfahrung nach das, was du in deinem Artikel beschrieben hast….verstärkt die Farben für 10min. macht es etwas verworrener…die ersten 4 Stunden halte ich für Verschwendung von Cannabis, weil sich LSD immer drüber legt und der Trip verkürzt wird. Nach 4 Stunden damit anfangen, kann hingegen den Trip sogar verlängern.

    Meine Erfahrungen mit 200-300 1p-Lsd + ein paar echt ordentliche Ballons aus nem Vaporiser mit der Sorte Satori (lange gewachsen und gereift) waren echt heftig. Hat den Trip sehr verstärkt. Die optische komponente war nur leicht verstärkt, aber die körperwahrnehmung war extrem gesteigert, unheimliche starke Lust zu tanzen, mehr Tiefgang, wechselnde Farben der LED Lampe auf der Haut waren unterschiedlich spürbar, 180Puls und der Drang joggen zu gehen(bloß nicht machen, kann bei ungeübten zum Horrortripp führen, ich empfehle grundsätzlich niemandem Psychedelika, der nicht mit Meditation vertraut ist, um auf sowas klarzukommen), musste mich dann dringend erden und habe sogar die Erde dabei gespürt (es war definitiv nicht das “alles ist eins Gefühl“). Habe überall meine Verspannungen gespürt und wußte plötzlich ganz genau wie ich meinen Körper zu bewegen habe, damit “es fließt“ und sich lockert . Hab teilweise sehr seltsame Verrenkungen gemacht (beim Tanzen) und so Kieferverrenkungen gemacht, die äußerst positiv waren um Verspannungen zu lösen. Definitiv keine Empfehlung zum Nachmachen, dass kann böse nach hinten losgehen. Dann lieber ne Indica Sorte, da kann sowas kaum passieren.

    Wenn jemand regelmäßig kifft und dann mal nen Trip einwirft, wird er das eher nicht erleben. Passiert meiner Erfahrung nach nur, wenn man nur ab und zu Cannabis konsumiert…habe leider keine Erfahrung damit wie sich Nikotin mit sativa Sorten dabei auswirkt. Meine Vermutung ist, dass alles durch Nikotin etwas abgeschwächt wird. (Nikotin verringert die Wirkung von THC und THC verstärkt die Wirkung von Nikotin).

    Antwort
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