CBD als Ergänzung zum Genusskiffen

Seit mehr als 20 Jahren rauche ich Cannabis, nahezu täglich. Das ist für mich das ideale Genussmittel um gut in den Tag zu starten und mit angenehmer Bettschwere einzuschlafen. Dabei bevorzugte ich immer eher milde Sorten. Für stark THC-haltiges Gras, wie es in den 1990ern zu hohen Preisen in Coffeeshops angeboten wurde, konnte mich nie so begeistern. Ich mag die aufkratzende, verwirrende und leicht psychotische Wirkung gar nicht.

Mit Standard-Haschisch oder einem erdigen Afghanen war ich immer sehr zufrieden. Auch unter der Sonne des Rheinlandes gewachsenes Gras finde ich gut. Ich rauche immer Mische mit Tabak, ich mag den „plättenden“ Effekt, wenn mich der Kopf in den Sessel drückt. Heutzutage nennt man das wohl Indica-dominante Sorten. Davon wussten wir damals nichts und solange ich genug zu Rauchen auf dem Brettchen habe, kümmert mich die Botanik wenig.

Nun kommt es aber mit den Jahren, dass ich nicht mehr mit Dealern zu tun habe, die viele Sorten anbieten.

Wenn man arbeiten geht und genügend Geld da ist, ist das nicht mehr so wichtig. Die Haschplatte wird auch immer seltener, jeder raucht nur noch Gras. Zur Zeit beziehe ich ein leichtes Gras aus der Nachbarschaft, gut zum Frühstück, aber nicht wirklich tauglich zum Einschlafen. Und ein stärkeres Kraut, mit dem ich aber nicht so gut zurecht komme. Grade wenn es bei der Arbeit ein wenig hektischer zugeht, ich deswegen auch nicht mehr ausreichend zu meinem Sportprogramm komme, ist es mir fast unmöglich, einzuschlafen.

Also beschäftigte ich mich doch ein wenig mit der Botanik. Inzwischen weiß man ja, dass die sedierende Wirkung des Cannabis einem ausreichend hohen Anteil CBD zugeschrieben wird. Und CBD gibt es als Nahrungsergänzungsmittel zu kaufen. Da wäre es interessant, wie sich das beruhigende Cannabinoid als Abendbrot-Ergänzung macht.

Das erste Produkt, das ich bei Amazon fand waren „Gift of Nature“ Bio-CBD-Öl, 10 ml Hanfsamenöl mit 8 % CBD/CBDa für 50 € . Das Öl sollte sublingual angewendet werden, „die empfohlene Tagesdosis sollte nicht überschritten werden“. Das will jetzt also mit der Pfeife koordiniert sein. Es schmeckt nicht besonders gut, ziemlich bitter, aber ganz deutlich nach Hanf. Genau so, wie das Zeug, das beim Trimmen frischer Pflanzen an den Fingern kleben bleibt. Das ist schon mal ein gutes Zeichen. Aber was ist die „empfohlene Tagesdosis“? Bei einem Arzt war ich noch nicht, aber die Rezensionen bei Amazon sind ja eigentlich genauso gut.

Habe also „wie empfohlen“ mit drei Tropfen angefangen, aber davon gar nichts gemerkt. Also wird die alte, rheinische Weisheit getestet: Viel hilft viel. Und siehe da, 6 Tropfen, während den letzten Köpfen des Tages verursachen kurzzeitig eine starke Müdigkeit, auch mit dem aufkratzenden Gras. Also fix ins Bett. Bei diesen 6 Tropfen kam dann sogar das bekannte, aber früher immer gefährliche Gefühl des „alles dreht sich“ auf, nur ohne das unschöne Ende – sehr gut.

Inzwischen konnte ich für mich die Dosis auf 4 Tropfen beschränken, und wenn ich dann rechtzeitig ins Bett gehe, kann ich jetzt tatsächlich sofort in den Schlaf gleiten. Wenn ich aber den Zeitpunkt ungefähr 15-30 Minuten nach der Einnahme verpasse, verfliegt die erwünschte Wirkung.

Und ich bemerke, jegliche Gelenkschmerzen sind vergessen. Aber um hier genaue Aussagen treffen zu können, müsste ich das Testszenario entsprechend anpassen.

Die Tropfen sind also für meine Zwecke zuverlässig. Aber mit letztlich 1€ pro Tropfen kein billiger Spaß. Da ich einfach nicht auf den Rauchgenuß verzichten kann, würde ich mit Plattenhasch wahrscheinlich billiger wegkommen. Was mich dann dazu brachte, CBD-Pollen von CeBeDe zu bestellen: das kann man direkt in der Mische rauchen. Zum Preis von 50,- € kamen 10 Gramm graugrüner Trichomstaub im Döschen. Der CBD-Gehalt ist mit 12% angegeben.

Die Wirkung ist aber nicht mit der der Tropfen zu vergleichen. Zunächst einmal schreckt der Geschmack ab. Da haben sich die Produzenten bei der Auswahl der Sorte keine Mühe gegeben. Der Rauch schmeckt dumpf und verbraucht, erinnert ein wenig daran, wenn ich zu kräftig über das Holzbrett kratze, auf dem ich Mische mache. Und außer, dass die Mische gestreckt wird, ist kaum nennenswerte Wirkung zu spüren. Bei CBD-Produkten benötige ich für meine Zwecke wohl einfach höhere Konzentrationen. Die Tropfen sind da angenehmer zu konsumieren, von dem Trichomstaub müsste ich zu viel rauchen.

Generell habe ich für mich festgestellt, Beimischung von CBD-Produkten am Abend macht den Cannabiskonsum für mich angenehmer. Es ist aber eine kostspielige Ergänzung. Als Genusskiffer sollte ich mich wohl lieber weiter auf dem Schwarzmarkt nach Sorten umsehen, die sowohl THC als auch genügend CBD haben und dabei noch mit einem schönen Geschmacksprofil überzeugen können.

Gastautor

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2 Gedanken zu „CBD als Ergänzung zum Genusskiffen

  • März 14, 2018 um 9:12 am
    Permalink

    Sind alle CBD-Prodkte also auch das was du geraucht hast in Deutschland legal zu bestellen?

    Antwort

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