Dauerhaft kiffen und glücklich damit Leben: Eine Anleitung

Durch meine Arbeit habe ich zehntausende Menschen in einen hoffentlich guten ersten Rausch geführt. Das erste Mal ist ein großes Ereignis. Die meisten belassen es wohl beim jährlichen Sommer Joint und werden keine Stammkunden. Der Rausch von Cannabis ist nicht ohne, das steht mal fest. Deswegen kommt hier ein Artikel, wie man die ersten Monate mit dem neuen Rauschmittel gut klar kommt, ohne in alltägliche Probleme zu rauschen. Man macht sich nicht sonderlich viele Gedanken, welchen Einfluss Cannabis auf das eigene Leben und das seiner Lieben hat. Oft bekomme ich E-Mails mit dem Betreff: „Hilfe mein Partner bleibt auf Gras hängen!“. Tja, das kann passieren, wenn man blind drauf los kifft, ohne ein Ziel zu verfolgen. Daher gibt es mal ein paar schnafte Tipps an das Pfötchen, um die ersten Monate gut mit Cannabis klar zu kommen.

Erstmal herzlichen Glückwunsch, dass Cannabis den Weg in dein Leben gefunden hat.

Wo soll ich da bloß anfangen. Am besten einfach mal bei der Tageszeit. Die Circadiane Rhythmik wird stark beeinflusst, selbst wenn man nur einmal Cannabis raucht. Allgemein wird behauptet, dass beim Cannabiskonsum die Melatonin Ausschüttung reduziert wird, was aber kompletter Schwachsinn ist. Ich denke jeder der Cannabis des öfteren konsumiert hat weiß, wie schwer die Augenlider werden können. Das liegt daran, dass der Cannabiskonsum die Melatonin Produktion nach oben treibt. Daher tritt bei vielen Menschen ein Effekt der Ermüdung und „Schlappheit“ auf. Dieser Effekt ist auch oft gewünscht, jedoch sollte man sehr vorsichtig mit diesem Effekt umgehen. Meist ist der Höhepunkt nach knapp 2 Stunden erreicht und somit das Melatonin Maximum erreicht und kann einen mit den „richtigen“ Terpenen und Cannabinoiden hart sedieren.

Tagsüber, oder gar am frühen morgen zur Tüte zu greifen, ist nicht die beste Idee. Denn man bringt seinen Tag & Nacht Rhythmus total durcheinander. Viele werden total verpeilt und bekommen extreme Schlafprobleme. Botenstoffe wie Melatonin oder Serotonin MÜSSEN in einem guten Verhältnis zueinander stehen, um ein vitales und erfüllendes Leben zu führen. Cannabis bringt Unruhe in den Körper. Ich würde es niemandem empfehlen tagsüber zu buffen, außer er ist aus gesundheitlichen Gründen darauf angewiesen, aber in dem Artikel dreht sich alles nur um die Genusskiffer. Man bringt seinen Rhythmus, den man sich über Jahre aufgebaut hat, durch den Cannabiskonsum durcheinander. Ich kann jedem empfehlen sich erst in den Abendstunden einen Joint zu genehmigen, um so nicht in die Gefahr zu geraten seinen Tag & Nacht Rhythmus zu killen. Die perfekte Uhrzeit zum Kiffen ist aus meiner Erfahrung zwischen 20-22 Uhr. Wer zu spät bufft, kann auch gerne mal einen Hangover am nächsten Morgen haben. Purer Realtalk aus über 15 Jahren Erfahrung und Beobachtungen. Wake and Bake ist nur etwas für Profis.

Warum kiffst du nur?


Eine kleine Geschichte von mir: Meine erste Beziehung hielt knapp 2 Jahre. Zu dem Zeitpunkt war ich süße 16. Meine damalige Freundin hatte nicht nur Liebe für mich, sondern auch für Cannabis. Meine Liebe für Cannabis war zu dieser Zeit nicht sonderlich ausgeprägt, ich sah bei meiner Freundin, dass das Kiffen ihr Herz verschlossen hatte. Sie hatte diverse Probleme mit ihrem Elternhaus und versuchte ihre Gefühle zu betäuben. Als junger Mensch verstand ich nicht wirklich, dass Cannabis gerade in jungen Jahren sehr große Probleme für das zukünftige Leben erschaffen kann. Cannabis hat zwar die Macht die Herzen der Menschen zu öffnen, aber es kann keine Herzschmerzen heilen. Es ist nicht verwunderlich dass es viele Menschen gibt, die Cannabis hassen, da sie am eigenen Leib miterlebt haben, wie sich ein geliebter Mensch damit selber zerstört hat.

Ich sah zu, wie meine erste Liebe erst dem Cannabis verfiel und als das nicht mehr reichte dem Alkohol. Zurück blickend eine herzzerreißende Erfahrung. Ihr Herz verschloss sich immer mehr, ich konnte mit meiner Unerfahrenheit nichts ausrichten, ihr nicht helfen, ich konnte ihr Verhalten nur verurteilen. Ich hielt als junger Mensch nicht viel von Cannabis, da ich sah, wie sehr die Menschen sich dadurch von ihrer eigenen Liebe zu sich selbst entfernen.

So läuft es tausendfach in Deutschland, wie oft bekomme ich E-Mails in denen die Menschen ihr Herz ausschütten, ihr Partner kifft und verschließt sich dadurch. Ganz besonders bei jungen Menschen scheint es seit eh und je ein großes Problem zu sein. Oft weiß ich gar nicht was ich dazu sagen soll, außer das man loslassen muss und seinem Lieblingsmenschen Platz geben muss, auch wenn es bedeutet, das sie sich dadurch noch mehr verschließen. Selbstgewähltes Schicksal.

Bitte tut mir den Gefallen und raucht NIEMALS Cannabis um euch zu betäuben, es wird euch zerstören. Cannabis ist dafür da um Herzen zu öffnen. Wenn man es verschließen will, zerstört es einen. Probleme mit Cannabis zu vernebeln ist super unsexy. Ich habe es hundertfach gesehen, tausendfach gelesen und leider auch selber Erfahren dürfen. Leider wird Cannabis genau dafür missbraucht und deswegen ist Cannabis auch oft der Einstieg in eine dunkle Drogenkarriere. Ich habe durch Familie und Freunde schon dutzende Psychiatrien gesehen, Leute da wollt ihr nicht landen. Man sollte sich im KLAREN sein warum man Cannabis konsumiert und das bevor man die Tüte anzündet!

Setze dir Ziele mit deinen Konsum.

Ziele sind immer wichtig, fehlgeleitete Energie ist in der Regel nicht zielführend. Ich meine jetzt nicht den Sommer Joint mit Freunden am heimischen See, da ist das Ziel Spaß und mal abchecken wie sehr einen Cannabis anturnen kann. Wer jedoch regelmäßig bufft, braucht einen festen Rahmen, man muss selbst die Spielregeln aufstellen. NIEMALS sollte Cannabis einen kontrollieren, sollte dies der Fall sein, dann ASAP den Konsum einstellen.

Um mit Cannabis nachhaltig Spaß zu haben muss man feste Spielregeln und einen exakt abgesteckten Raum schaffen. Wie das nun genau aussieht, ist natürlich jedem selbst überlassen. Ich für meinen Teil nutze Cannabis, um mein Bewusstsein zu erweitern. Sprich: Ich buffe meist nur zur Abendzeit und lese die ersten 90 Minuten, schaue mir inspirierende Filme oder Dokus an, um in einen Vibe der puren Glückseligkeit zu kommen, oft kombiniere ich dies mit einer anschließenden Meditation, Astralreise inklusive. Ich bin der Herr über meinen Rausch und bestimmte genau, was ich durch das High erreichen will. Keine einfache Angelegenheit, jedoch ist es ein Muss um langfristig mit Cannabis fit zu gehen. Eben mal einen Joint rauchen, nur weil einem langweilig ist… Keine gute Idee.

Austausch und die Tage nach dem Rausch


Eigentlich ist der Rausch nur die Spitze vom Eisberg. Die Zeit nach dem Rausch und was ihr mit den dort erlebten Erkenntnissen anstellt, ist die wirklich interessante „Arbeit“. Cannabis hat gerade auf das Unterbewusstsein einen massiven Einfluss, da der Rausch direkt auf das Unterbewusstsein wirkt und oftmals viel im alltäglichen Leben verändern kann. Jeder kennt wohl diese Menschen, die sich durch den Konsum von Cannabis persönlich sehr verändern. Das ist erstmal weder gut noch schlecht, hier spielt die Rolle des Beobachters eine große Rolle. Es sollte normal sein, sich über seine Erfahrungen auszutauschen, um so besser zu reflektieren. Ohne Urteile. Nur wer ernsthaft reflektiert, kann sich weiterentwickeln und behält so die Oberhand vom Konsum. Ich habe beispielsweise nach dem Konsum eine unbändige Kraft und einen extrem hohen Tatendrang, das Erlebte aus meinem Rausch im echten Leben umzusetzen. Sei es auch nur die Idee höflicher zu meinen Mitmenschen zu sein. Cannabis hilft mir sehr gut, aber am meisten hilft es mir wenn ich nicht high bin, sondern das High in den nächsten Tagen aktiv in meinem Leben zu manifestieren.

Das klingt alles so pauschal und einfach. Ist es jedoch nicht. Ich habe über 12 Monate gebraucht, um einen ernst zunehmenden Weg zu finden, um die lebensverändernde Wirkung von Cannabis in meinem alltäglichen Leben zu manifestieren. Diese „Arbeit“ hört auch nie wirklich auf. Ich kann jedem ans Herz legen sich mit gleichgesinnten über die Erfahrungen auszutauschen. Man sollte aus meiner Erfahrung heraus auf Hilfe von staatlichen Institutionen und Hausärzten verzichten, ich weiß das viele sich gerne mit ihrem Arzt beraten, was an sich auch nicht schlecht ist. Jedoch ist die Expertise zum Thema Cannabis von staatlicher Seite Katastrophal und führt sehr, sehr oft in den Abgrund. Beratungsstellen für Suchtprobleme sind zu 80% ein schlechter Witz und eher eine geistige Vergewaltigung. Ich kann hier die DHV Ortsgruppen empfehlen, die es in fast jeder größeren Stadt gibt. Ein Austausch über den Konsum ist ein schöner Part der eine Menge bringt.

Finde erstmal dein richtiges Gras.

Es gibt bis heute noch die Oberbegriffe „Indica“ und „Sativa“. Was mehr als schwierig ist, wenn man sich den heutigen Forschungstand genauer ansieht. Man kann zwar diverse Sorten in das Cluster Sativa oder Indica stecken, jedoch ist das nur eine kleine Wahrheit. Eine Kategorisierung von Cannabinoiden und Terpenen macht wirklich Sinn. Auch hohe THC oder CBD Werte sind kein wirklichen Indiz dafür, ob es das Richtige ist. Gerade junge Menschen gieren immer nach höheren THC Werten, obwohl es ihnen meistens überhaupt nicht gut tut. Man sollte gerade als Neueinsteiger sich genauer mit Terpenen auseinander setzen und Sativa und Indica komplett aus seinem Kopf streichen, da die meisten Züchtungen heute eh alles Hybriden sind. Es gibt für jeden den passenden Strain, doch in Deutschland findet sich leider kein Fachgeschäft, wo man kompetent beraten wird. Wenn man Cannabis als sein persönliches Rauschmittel ermittelt hat, muss ein Trip nach Amsterdam, Barcelona oder nach Los Angeles folgen. In diesen Städten ist Cannabis für den privaten Gebrauch legal und es gibt „Fachgeschäfte“, wo man seine Bedürfnisse den Mitarbeitern mitteilen kann. Es gibt mittlerweile tausende Cannabissorten, die sehr unterschiedlich wirken. Hier auf Cannabis Rausch schreiben wir Benchmark Artikel genau zu diesen einzelnen Feldern.

Fazit


Man kann den Cannabiskonsum nicht auf die leichte Schulter nehmen, dafür ist die Wirkung viel zu tiefgreifend. In unserer schnelllebigen Zeit bleibt auch kaum Zeit, um sich ernsthaft tiefer mit einem Thema zu befassen. Wenn man sich selber liebt, sollte man sich aber viel Zeit nehmen, um die verschiedenen Aspekte von Cannabis zu verstehen, damit man gewappnet ist. Diese Zeilen richten sich auch nur an die Menschen, die Cannabis dauerhaft in ihr Leben integrieren wollen. Cannabis kann einem das Leben sehr viel einfacher machen und das eigene Leben frappant aufwerten. Alles was einem der gesunde Menschenverstand eigentlich schon mitteilt, sollte nicht belächelt werden, sondern ernst genommen werden. Wir stehen kurz davor, dass Cannabis legalisiert wird. Es wäre eine Schande für uns Bürger, den Cannabiskonsum leichtfertig zu begutachten und zu verharmlosen. Es müsste eigentlich Workshops geben, wo man die Wirkung von Cannabis mal wirklich in Gänze erfahren kann. Soweit sind wir in Deutschland leider noch nicht. Wer dauerhaft an der Lunte nuckeln will, sollte sich bewusst sein, das der Besitz von Cannabis bis HEUTE verboten ist und es massive Probleme bei Polizeikontrollen geben kann. Das kann das Leben auch massiv negativ beeinflussen, meistens noch schlimmer als ein Badtrip auf Cannabis. Passt auf euch auf.

PS: Das Titelbild kommt von Artur Matosyan 

Daniel

In erster Linie bin ich ein Mensch, der das Spiel "Leben" mit voller Punktzahl abschließen möchte. Ich bin eine Mischung aus Hippie und Outlaw. 2017 habe ich Cannabis Rausch gegründet, um aus der Sicht des Cannabiskonsumenten zu berichten. Ich liebe Mode, Autos, Reisen und natürlich meine grüne Göttin. Ich lasse mich vom Leben treiben und schaue was es mir zu bieten hat. PS: Folgt mir bei Instagram. Einfach auf den ICON drücken.

2 Gedanken zu „Dauerhaft kiffen und glücklich damit Leben: Eine Anleitung

  • Februar 18, 2019 um 12:01 pm
    Permalink

    Ach, so eng sehe ich das persönlich nicht Cannabis ist keine Wissenschaft. Manche kommen damit zurecht und manche halt nicht das ist wie bei allem im Leben die Dosis macht das Gift.

    Antwort
  • Februar 18, 2019 um 9:27 pm
    Permalink

    Hallo Daniel,
    seit (noch) kurzer Zeit lese ich Deine Beiträge mit großem Interesse und möchte Dir einfach mal danke sagen. Im Moment vor allem für die Hoffnung, die Du mir gibst, dass die Legalisierung vielleicht nicht mehr allzu fern ist. Als Schmerzpatientin (Seit knapp 3 Jahren.) habe ich bis heute leider keinen Arzt gefunden, der mich darin unterstützt, obwohl ich fast keine Schmerzmittel vertrage (Das ist insbesondere auch meinem Stoma – künstlicher Darmausgang – geschuldet, weil sie in vielen Fällen den Darm so träge machen, dass zusätzliche Abführmittel nötig sind. Die wiederum sorgen dafür, dass praktisch alles ungenutzt durchrauscht. Ein Teufelskreis.) und die, die ich vertrage, verpuffen wirkungslos. Von den üblen Nebenwirkungen will ich gar nicht erst reden. Dass die Ärzte dabei große Hürden nehmen müssen, weiß ich und ein Teil von mir versteht das. Aber sie stellen einen eben auch in die Schmuddelecke und so ist der andere und weit größere Teil von mir wütend und enttäuscht. An Aufklärung sind sie nicht interessiert, bzw., da ich sehr ländlich lebe, sind die für mich erreichbaren Ärzte schlichtweg überlaufen und es fehlt ihnen die Zeit, sich intensiv damit auseinanderzusetzen.
    Nun, die Hoffnung stirbt zuletzt. Auch dank Dir bleibe ich positiv eingestellt.
    Grasgrüne Grüße…
    Caro

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