Der Ausweg aus der Legalisierungsfrage

Immer wieder dieselbe Diskussion: wann wird Gras legal? Wie könnten die ersten Schritte einer Legalisierung aussehen? Wird es zuerst über die medizinische Schiene laufen, like California. Oder wird es dann erst richtig kriminell, weil dann jeder kiffen will und irgendwo muss das Zeug ja herkommen… Oder wird ein Schnellschuss von der neuen Regierung gemacht und Cannabis wird super schnell entkriminalisiert? Danach würden dann die ersten Städte wie Berlin, die komplette Strafverfolgung einstellen. Und dann in 1-3 Jahren, ist Cannabis der Boom schlechthin in Deutschland. Bauern fangen wieder an, selbst Cannabis anzubauen. Es entstehen super viele Jobs. Ein paar werden dadurch gewinnen, viele werden verlieren über die Jahre. So wie das bei Booms und Blasen eben ist.

Gesellschaft

Es gibt dutzende Möglichkeiten, wie genau Cannabis nun wirklich LEGAL wird. Ich muss immer wieder die alte, langweilige Geschichte von Berlin als Beispiel nehmen: Jeder kifft hier, oder kommt damit in Berührung. Egal ob Postbote, Musiker, Anwalt, Arzt, Dachdecker, Hausmann, Hausfrau, oder der Gangster. Es geht durch alle Schichten. Keine Frage, es gibt auch Gegner, nicht jeder will, dass Cannabis legal wird. Dennoch: Ruf mal bei der Polizei in Berlin an und frag, ob sie vorbei kommen können, weil da jemand kifft. Wohl kaum wird eine Streife wegen sowas losgeschickt. Dafür reicht das Personal nicht. Die, so oft man es auch sagen muss, haben da ganz andere Probleme.

Egal mit welchen Polizisten ich gesprochen habe, sie alle hatten kein Problem mit Cannabis und sind für eine Legalisierung. Aber es gibt auch die Polizisten, die mit mehr als nur mit Gras zu tun haben: Nämlich dem richtig harten Scheiß, der wirklich Geld bringt. Und die erleben auch die Schattenseiten, die mit Gras zu tun haben. Tod, Gewalt, Erpressung und so weiter. Klar, da würde ich nach einiger Zeit auch Gras hassen. Besser wäre mal zu hinterfragen, ob Gras wirklich das Problem ist. Ob es nicht viel mehr das System ist, in dem wir leben. Man muss verstehen, dass viele Probleme gar nicht erst auftauchen würden, wenn unser System nicht so widerlich wäre. Man sollte zumindest mal die Tatsachen hinterfragen.

Aber beim Drogen-Großhandel ist auch immer wieder Gras im Spiel, am Ende sind es nur eine Hand voll Leute, die solche Märkte beherrschen, aus dem Untergrund, dort wo sie niemand kennt oder weiß, was sie wirklich machen. Die, die man öffentlich kennt, sei es von Spiegel TV Reportagen oder sonst was, sind nur die Spitze vom Eisberg.

Kartelle in Europa:

Dass Cannabis in Deutschland illegal ist, hat es zu einem der mächtigsten, brutalsten, einflussreichsten und loyalsten Kartelle der Welt werden lassen. Es steht denen in Mexiko oder Kolumbien in nichts nach. Sie sind bestens organisiert, dagegen wirkt das SEK wie eine Kindergarten Truppe. Die albanische Mafia übernimmt in Deutschland die Unterwelt und drängt Türken und Russen schon seit Jahren aus dem Geschäft des Drogenhandels. Selbst wenn Europol mal ein paar Strukturen zerstört, ist in einigen Wochen alles wieder beim Selben. Man kann die albanische Mafia nicht schlagen, genauso wenig wie es in Mexiko oder auch in Kolumbien funktioniert. Deutschland wird in ein paar Jahren massive Probleme mit der Mafia haben. Die legen jeden um, der ihnen in die Quere kommt, das ist auch kein Geheimnis. In Albanien würde niemals ein Polizist einen Cannabis Dealer verhaften, da er weiß, dass dann seine ganze Familie umgelegt wird. Dasselbe kann auch so in Deutschland passieren.

Und das nur aus dem Grund, dass hier in Deutschland eine große Nachfrage nach Cannabis besteht. Klar, dass dann hier die Unterwelt regiert. Die Hauptexportschlager aus Albanien sind Gewalt und Drogen. Und die Albaner machen nun immer mehr Geld mit Heroin und Kokain. Mit Cannabis hat es angefangen. Aber hey, was verstehe ich schon davon.  Warum sollte man Cannabis überhaupt legalisieren?

Aktivisten

*Meinung* Es gibt auch Aktivisten, die denken, man könne nur durch die Politik eine Veränderung bringen. Indem man Gelder von Unternehmen nimmt und damit dann sinnlose Petitionen startet, den Politikern in den Arsch kriecht und so weiter. Das ist keine Sache, die die Politik zu entscheiden hat. Dort können vielleicht Grenzen festgelegt werden, wie viel ein Social Club an Cannabispflanzen anbauen darf, damit dass nicht alles irgendwann ausartet. Oder die eine kommerzielle Ausbeutung der Pflanze nicht zulässt. Alles andere kommt von den Menschen selber, die einfach einsehen, dass es nichts bringt, dass Menschen sich wegen einer Pflanze ihr Leben versauen, oder unnötigen Hass aufkommen lassen. Die Pflanze ist legal, egal was eine Regierung dazu sagt.

Die Skandalfrage

Der eigentliche Skandal an der Sache ist doch, dass man überhaupt die Natur in Frage stellen muss. WIE kann es nur sein, dass ein paar Leute meinen, sie müssen und können die Natur verbieten? Bin ich der Einzige, der sich darüber aufregt? Es geht hier nicht nur um Cannabis, es geht hier um viel mehr! Selbst wenn ich nicht kiffen würde, würde ich mich auch dafür einsetzen. Das ist nämlich egal, weil es hier um ein ganz wesentliches Recht geht, das jeden etwas angeht. Ich habe mich auch schon für faire Mode eingesetzt, obwohl ich nicht in Bangladesch als Näher arbeite. Es geht hier um unser Recht, Mensch zu sein. Leute, jeder, den das Thema nicht interessiert, hat keinen Sinn für Freiheit und Miteinander. Warum müssen sich Menschen gegenseitig verletzen? Warum muss der eine den anderen erschießen, so wie in Bayern. Wegen der Natur? Wegen einer Pflanze? Bitte, bei jeder Diskussion die man über Cannabis führt, egal welche, wir sprechen hier von einer Pflanze, die uns die Natur geschenkt hat, vergesst das bitte nicht.

Jetzt bin ich aber ein bisschen abgewichen:

Also, Gras wird legal und das ist eine Tatsache. Alles andere folgt keiner logischen Denkweise. Ah, na ja, außer unsere Gesellschaft. Die bleibt weiter so ein Haufen Schafe, dem seine Freiheit egal ist, so lange alles einigermaßen gut läuft. Wenn alles gut im eigenen System läuft, setzt man sich nicht für die Belange der Freiheit ein, das verbietet die menschliche Faulheit. Im Allgemeinen würde ich sagen, dass es einige sehr unterschiedliche Zeitverläufe der Zukunft geben könnte, die alle zur möglichen Realität werden könnten. In welcher Spur wir dann landen, ist eine Überraschung.

Es kann sein, dass es schnell geht, oder dass unser System so weiter existiert, weil ein paar Menschen mit Macht, die Veränderung und Legalisierung verhindern können. Die größten Parteien sind gegen Cannabis. Ich habe noch nie einen Politiker darüber reden hören, welche moralischen und ethischen Fragen das Verbot auf die Natur aufwirft.

Und eine Sache noch, nur so zum drüber nachdenken: Die wirklich freien Menschen, leben nicht in diesem System, dennoch lenken sie es. Jeder, der nicht in einem System lebt, das von nur ein paar Tausend Menschen bestimmt wird, aber Millionen belastet, der lebt gleich viel leichter. Man darf nicht das was man bekämpfen will, mit Energie füttern. Also, lebt das was ihr seid, egal welches Schaf euch anblökt.

Die Frage, wann Cannabis legalisiert wird, ist mittlerweile festgefahren! In den letzten Jahrzehnten sind zu viele Probleme in dem jetzigen System aufgetreten, die man ehrlich gesagt nicht mehr so einfach lösen kann. Das System, das von ein paar tausend Menschen geleitet wird, ist gescheitert und die nationale Drogenpolitik sowieso. Da bleibt eigentlich nur eines über…

Restart

Daniel

Ich bin im Jahr 1987 im Norden von Deutschland geboren und kann daher eine Heidschnucke von einem normalen Schaf unterscheiden. Den größten Teil meines noch kurzem Lebens habe ich in Berlin verbracht. Seit 2018 bin ich ein digitaler Nomade. Ich liebe Mode, ohne schnelle Autos kann ich nicht leben, bin ein Serien Junkie und Cannabis ist für mich mehr als nur ein Hobby.

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