Der Kiffer Zyklus in 5 Phasen

Die meisten unserer Leser kennen wohl dieses Phänomen. Es gibt da einen Zyklus, besser gesagt es gibt Phasen, wo kiffen geil ist. Und dann gibt es wieder diese Phasen, wo man Wochenlang jeden Tag kifft und feststellt, dass die eigene Rhetorik auch mal besser war. Und wo sind eigentlich die ganzen Wörter hin, die ich mal gelernt habe? Aber damit bin ich ja nicht alleine, zum Glück.

Manchmal habe ich den Verdacht, das es nicht nur uns Kiffer betrifft. Immer wieder beobachte ich Nicht-Kiffer, die beim gehen einschlafen, mehr vergessen als eine Gold Orfe im Glas und sonst auch ziemlich verwirrt sind. Nun, das ist eine sehr subjektive Sache. Meine Erfahrungen sind sicherlich anders als deine. Aber nun ja, jetzt will ich mal meinen Kiffer-Phasen-Zyklus niederschreiben. Wenn sich einer wiederfindet, bitte kommentieren. Vielen Dank.

Mein Ausgangspunkt von meinem Zyklus, fängt ohne THC im Blut an.

Phase 1

Seit 70 Tagen habe ich nicht mehr gekifft. Bin richtig fit, schaffe mega viel, manchmal denke ich, wenn Elon Musk genau so fit wäre wie ich, wäre Tesla schon in den schwarzen Zahlen. Also gefühlt, das entspricht natürlich nicht der Wirklichkeit. Die ersten Tage nach dem ich aufgehört habe zu Kiffen fühlen sich echt gut an, da ist man echt fitter, es fühlt sich zu mindestens so an. Aber dann, nach 70 Tagen der Abstinenz, hat sich der erste Eindruck relativiert und eigentlich ist gar keine merkbare Verbesserung eingetreten. Kiffen macht mich sogar „geselliger“ und netter, also nicht während ich kiffe, da will ich meine Ruhe haben, aber an den Tagen danach. Also, daher beschließe ich wieder zu kiffen. Die Vorfreude steigt, der Geldbeutel ist in den letzten Wochen eh merklich dicker geworden. Hat eben alles seine Vor- und Nachteile. Gefühlt hätte ich mindestens ein komplettes Land vom Hunger befreien können, hätte ich in den letzten Jahren nicht so viel gebufft. Aber egal. Weiter im Text.

Ich besorge mir gutes Weed. Schon der Einkauf entzückt mich bis in die letzte Haarspitze (in einem Coffeeshop in Amsterdam). Während ich mir den puren Joint drehe frage ich mich, ob das High wieder so wie beim ersten Mal sein wird. Dieses neue Gefühl von einer anderen Realität. Ich zünde den Joint an, ziehe zweimal, dieser Geschmack… Nach dem 5.ten tiefen Zug, kommt das Gefühl. Puh, es haut voll rein. Ich bin immer noch ganz da, dennoch ist dieser magische Schleier bei mir. Dieses Gefühl von einer anderen Realität, dem Rausch, der mir schon so viel geschenkt hat. Zum Glück bin ich heute alleine, beim ersten Joint will ich immer für mich alleine sein. Den Rausch zelebrieren wie ein Manti die Frequenz. Dies wiederholt sich für die nächsten 3-4 Wochen. Und dann…

Phase 2

…wird es zum Alltag. Dann kiffe ich auch wieder mit anderen Leuten, mal am Nachmittag, ach wake´n bake am WE ist doch auch geil. Doch die positiven Eigenschaften vom Gras verpieseln sich langsam. Die Magie ist weg, der Alltag vom Kiffen ist eingekehrt. Dann frage ich mich auch, ob meine Frau das noch normal findet? (Keine Kifferin, aber cool damit)

Dann kommt aber wieder so eine geniale Sache, die bei mir nur das Gras kann. Wenn ich mal einen Tag habe wo echt nichts geht, keine Motivation, es regnet, Auto kaputt, keine Idee was man schreiben soll, eben einer dieser Mortler Tage, sche**** halt. So richtig Bock auf kiffen hab ich auch nicht.. Am Ende zieht mich der Dübel noch runter und ich lande in einer Rausch Dauerschleife der Gedanken. Egal, ich dreh mir einen. Durch den hohen THC Gehalt in meinem Blut, dauert die Wirkung etwas länger. Aber da. Es kommt, die Kreativität sprudelt aus mir raus, wie die Schokofüllung aus einem Soufflee.

Genial, da feier ich Gras wieder so dermaßen, dass ich ganze Romane über diese wunderbare Pflanze schreiben könnte, ohne mich nur einmal zu wiederholen. Yeah baby!

Phase 3

Der Morgen danach. Wichtiger Termin, ich muss mich mal zusammen reißen. Vor 9 Uhr aufstehen, obwohl ich gestern noch bis um 4 wach war. Wer glaubt das Kiffer viel schlafen, der täuscht sich gewaltig. Auch nice to know: Für Kiffer existiert keine Zeit, sie wird nur toleriert, wenn andere sich darauf berufen.

Geduscht rasiert, gut angezogen, parfümiert mit dem Besten, was die Welt an Duft zu bieten hat und Abfahrt zum Termin. Schon mit vielen Menschen zu sprechen und halbwegs nett zu sein, irritiert mich als Kiffer so sehr, das ich wieder nach Hause will. Ich bin zum Glück aber schon da und führe gerade ein wichtiges Gespräch, da merke ich, dass ich in meiner Kiffer-freien Zeit sehr viel Eloquenter war. Und witzig, keiner lacht mehr über meine Witze. Komischerweise lief der Termin so dermaßen gut, dass ich mich selbst wundere und daher beschließe, mir heute eine dicke Tüte zu bauen.

Phase 4

Der celebration Joint mit Alien OG ist gedreht. Der Rausch setzt ein und bringt mich an den Termin von heute Nachmittag zurück. Der Alien OG Rausch, reflektiert mir das ganze Gespräch von heute Nachmittag, bloß aus einer anderen Perspektive. Mann, während des !Rausches! fällt mir erst auf, wie peinlich das Gespräch war und das ich viel zu viel Parfüm aufgetragen hatte. Ich werde nachdenklich und während des Rausches merke ich, dass ich in letzter Zeit zu viel gekifft habe.

Phase 5

Das Gras hat mir mitgeteilt, dass ich zu viel kiffe und mal eine Pause machen sollte. Alter! Welche Droge hat schon solche erstaunlichen Eigenschaften? Ich werde ganz sentimental und merke, dass ich dieser Pflanze ein kleines Buch widmen muss, aus meiner Sicht. Ich muss anfangen und das geht jetzt erstmal nur im nüchternen Zustand, um dann wieder high as fuck zu werden! Ich liebe dich, du kleines, pflanzliches Wunder :*

Daniel

Ich bin im Jahr 1987 im Norden von Deutschland geboren und kann daher eine Heidschnucke von einem normalen Schaf unterscheiden. Den größten Teil meines noch kurzem Lebens habe ich in Berlin verbracht. Seit 2018 bin ich ein digitaler Nomade. Ich liebe Mode, ohne schnelle Autos kann ich nicht leben, bin ein Serien Junkie und Cannabis ist für mich mehr als nur ein Hobby.

2 Gedanken zu „Der Kiffer Zyklus in 5 Phasen

  • Mai 30, 2018 um 8:03 am
    Permalink

    Phasen des Kiffens?

    was für kraut rauchst du digga?

    Antwort
    • Mai 30, 2018 um 8:56 am
      Permalink

      A: Nenn mich nicht „Digga“. B: Sehr gutes Weed.

      Antwort

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