Die Unterschiede in der Herstellung und Wirkung von CBD Produkten

Dass das Cannabinoid CBD (Cannabidiol) viele wertvolle Eigenschaften mit sich bringt, haben wir ja bereits in mehreren Artikeln beschrieben. Aber es gibt unzählige Arten von CBD Produkten auf dem boomenden Markt. Allein in der Darreichungsform. Es gibt CBD Öl, CBD Kapseln, CBD Kristalle, CBD E-Liquids und natürlich noch viele weitere Produkte. Irgendwie klar, dass es da gravierende Unterschiede geben muss, oder?

Um die Antwort vorweg zu nehmen: ja, es gibt große Unterschiede. Und zwar nicht nur in der äußeren Form der Produkte.

Allein wie das CBD aus den Cannabispflanzen gewonnen wird, verändert schon alles. Nicht jeder Hersteller verwendet da die gleiche Methode. Es gibt insgesamt 3 gängige Methoden, um das CBD aus der Pflanze zu extrahieren. Die CO² Extraktion, die Öl Extraktion und die Extraktion durch Lösungsmittel. Jedoch differieren die Qualitäten je nach Extraktionsmethode. Die CO² Extraktion liefert mit Abstand das reinste und hochwertigste Konzentrat, ist aber natürlich die aufwändigste und kostenintensivste Extraktionsmethode. Meiner Meinung nach sollte man sich aber für ein Produkt dieses Herstellungsverfahrens entscheiden, da bei den anderen beiden Methoden ungewollte Rückstände zurück bleiben können und das Ergebnis nicht von so hoher Qualität ist. Die CO² Extraktion ist auch bei den meisten guten Herstellern das Verfahren der Wahl.

Durch die Extraktionsprozesse erhält man zunächst eine hochkonzentrierte Paste, die als CBD Extrakt bezeichnet wird. Leider wird der Begriff CBD Extrakt unter den CBD Produkten oft sehr pauschal verwendet. Klar, im Grunde ist jedes CBD Produkt ein Extrakt, aber genau genommen eben nur in der Ausgangsform, dem ersten Verarbeitungsschritt, der extrem konzentrierten Paste. Ein Produkt wie ein CBD Öl besteht dann aus einem Basis-Öl, wie Hanf- oder Olivenöl, dem ein geringer Anteil CBD Extrakt oder weiter verarbeitetes CBD in Kristallform zugefügt wird.

Entscheidet man sich dazu, CBD als Tropfen in Öl-Form zu sich zu nehmen, kann man, je nachdem wie viele Hersteller man sich anschaut, auch noch vor einer weiteren Frage stehen: Rohes CBD Öl ( auf Hanf-Öl- oder Hanfsamen-Öl-Basis, auch schwarzes CBD Öl genannt, da es ungefiltert, also roh ist und eine dunkle Farbe hat), oder lieber das „normale“ goldene Öl? Wo liegen hier die Unterschiede?

Natürlich kann der Unterschied der Öl-Farbe schon allein durch die Wahl des Basis-Öls variieren.

So ergeben sich bereits Farbunterschiede, je nachdem ob Hanf- oder Olivenöl verwendet wird. Aber auch bei den CBD-Ölen auf Hanf-Öl Basis gibt es gewaltige Unterschiede. Mein erster, komplett uninformierter Gedanke damals vor ca. einem Jahr war, dass rohes CBD-Hanfsamen-Öl sicher das Beste sein wird, da ich dachte, es sei natürlicher und enthalte mehr von der Pflanze. Ja, es enthält mehr von der Pflanze – mehr Blatt und Pflanzenreste, da es wenig bis ganz ungefiltert ist. Geschmacklich ist es auch das härteste, was man erwischen kann. Die ganzen Pflanzenreste wie Chlorophyll, Fette und Wachse machen das Öl dunkel und extrem bitter, scharf und krautig. Wer nicht so auf den typischen Hanfgeschmack steht, sollte allein schon aus diesem Grund die Finger davon lassen.

Eine super alternative zum CBD-Öl, sind deshalb unter anderem CBD Kapseln, da hier der Geschmack keine Rolle spielt.

Aber auch weitere Recherchen haben meine erste, instinktive Meinung schließlich komplett nichtig gemacht. Ein goldenes, gefiltertes, reines Öl schmeckt angenehm mild und enthält bei einem guten und vertrauenswürdigen Hersteller einfach das, worauf es bei einem CBD-Öl ankommt – nämlich CBD.

Goldenes Öl wird also im Gegensatz zu einem rohen Öl einem gründlicheren Reinigungsprozess unterzogen, durch den sich die gesamte Qualität des Produktes steigert. Die CBD-Konzentration ist dabei meist höher, was zu einer besseren Wirkung führt als bei einem rohen CBD-Öl. Denn ein rohes, ungefiltertes Öl, ist auf Grund seiner vielen pflanzlichen Restbestandteile wesentlich schwieriger zu standardisieren.

Ein weiterer Nachteil von vielen rohen oder schwarzen CBD-Ölen ist, das sie auf Grund der geringen Weiterverarbeitung auch meistens nicht decarboxyliert sind und somit im schlimmsten Fall komplett unwirksam sind. CBD muss, genau wie THC, erhitzt werden, um von seiner pflanzlich inaktiven Form – CBDa – zur aktiven und wirksamen Form, dem CBD zu wechseln. Einen ausführlichen Artikel zum Thema decarboxylieren findet ihr hier: Klick Mich

Warum sollte ein CDB-Öl besser nicht auf CBD-Kristallen basieren, obwohl diese zu 99% aus reinem CBD bestehen?

Per Gesetz dürfen CBD Produkte keine psychoaktiven Stoffe, also THC, enthalten, um als Ergänzungsmittel in Deutschland frei verkäuflich zu sein und nicht als Droge zu gelten. Ein minimaler Wert von 0,2% THC darf dabei im Gesamtvolumen des Endproduktes nicht überschritten werden. Dieser Wert ist so gering, dass eine psychoaktive Wirkung ausgeschlossen werden kann und sowieso vom wesentlich höher dosierten CBD neutralisiert wird. Für die Hersteller ist es ein erheblicher Aufwand, die psychoaktiven Cannabinoide vom CBD zu trennen. Um diese Herausforderung zu umgehen, verwenden viele einfach pure CBD-Kristalle, die eine extrem hohe Reinheit von 98-99% CBD aufweißen.

Jedoch gehen dadurch wertvolle Terpene und andere Cannabinoide verloren, die die Wirkung des CBDs verstärken und unterstützen. Ein CBD Produkt, das auf CBD Kristallen basiert, ist also zwar sehr rein im CBD Gehalt, aber nicht so wirkungsvoll und effektiv.

Schnelle vs. langsame Wirkung

Gerade bei Schmerzen, aber auch bei starken Stresssituationen, möchte man eine schnell eintretende Wirkung wahrnehmen. Wer in solch einem Fall gerne zu CBD greift, statt beispielsweise zur Schmerztablette, für den ist es wichtig, die unterschiedlichen Wirkgeschwindigkeiten von CBD-Produkten zu kennen.

Sehr empfehlen kann ich aus eigener Erfahrung CBD-E-Liquids. Am liebsten mag ich sie in Vape-Pens, da sie leicht, klein, unauffällig und somit sehr praktisch für unterwegs sind. Generell wirkt inhaliertes CBD natürlich sehr viel schneller, als oral eingenommenes. Durch das Verdampfen erreicht man innerhalb von Minuten eine sehr hohe CBD Konzentration im Körper. Diese hält jedoch nicht so lange an, wie oral eingenommenes CBD-Öl beispielsweise, welches jedoch sehr viel länger braucht, bis eine Wirkung einsetzt.

Tipp zum Schluss:

Optimal für eine sowohl schnell einsetzende, als auch lang anhaltende Wirkung, wäre also ein CBD-E-Liquid mit einer oral einzunehmenden Variante wie CBD-Öl oder CBD-Kapseln zu kombinieren.

Hersteller wie Limucan haben CBD in verschiedenen, hoch qualitativen Varianten zur Auswahl und geben sogar auf ihrer Seite an, das ihre Produkte problemlos miteinander kombinierbar sind.

Lasst mir gerne einen Kommentar da, welches CBD-Produkt oder welche Einnahmeart euch wirklich überzeugt, oder vielleicht komplett enttäuscht hat.

Julia

Julia kommt ursprünglich aus der Mitte von Deutschland und ist über Umwege in Berlin gelandet, wo sie seit einigen Jahren mit ihrem Mann lebt. Als freie Autorin gehört sie dennoch fest zum Cannabis Rausch Team. Sie schreibt regelmäßig Artikel zu den verschiedensten, aktuellen Geschehnissen rund um das Thema Hanf auf cannabis-rausch.de. Ihre Favorisierten Gebiete sind dabei Frauen-Themen, Gesundheit & medizinisches, CBD und weltweite News.

2 Gedanken zu „Die Unterschiede in der Herstellung und Wirkung von CBD Produkten

  • April 6, 2018 um 7:06 am
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    Tolles Magazin was ihr auf die Beine gestellt habt. Selbst trockene Themen wie CBD lesen sich sehr angenehm und bieten einen Mehrwert. Top!

    Antwort
  • Mai 11, 2018 um 11:17 am
    Permalink

    CBD ist eines der besten Mittel gegen Depressionen und Ängste im Bereich der „Naturheilkunde“

    Antwort

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