Dreh mir den Joint und ich zieh dran – Das erste Mal

Dreh mir den Joint und ich zieh dran. Das erste Mal

Puh, mein erster Joint ist schon ein paar Tage her. Ich denke es sind fast 15 Jahre. Mit meinen damals zarten 15 Jahren hatte ich noch keine Ahnung von Cannabis. Wo sollte man auch als 15-jähriger Cannabis herbekommen und dann noch in der Pampa von Schleswig-Holstein!? Eine Kuh und ein Schwein zum knutschen zu überreden wäre da leichter gewesen.

Allerdings kam das Cannabis zu mir, obwohl ich es nicht direkt gesucht hatte.

Ich weiß noch das es ein  sonniger Freitag Nachmittag nach der Schule war. Mit meinen 2 besten Freunden hatte ich mich nach Schulende getroffen. Wir wollten was erleben, es wurde Sommer und wir waren jung und hatten auch ein paar Kröten in der Tasche. Eine Kombination aus der nichts Gutes werden konnte, das wussten wir Deppen aber nicht.

Wir wohnten alle im selben Kuh-Dorf und gingen in der nächstgelegenen Stadt zur Schule. Daher war der Plan erstmal ins Dorf zu gehen (Bus fahren fanden wir alle assi).

Auf dem Weg ins Dorf überlegten wir uns, was wir anstellen könnten. Meinem einen Freund viel ein, das es einen Typen im Dorf gab der Dealer sei. Glaubte ich nicht, denn der Typ war in unserem Alter! Nach langem reden beschlossen wir dem Ganzen auf dem Grund zu gehen!

 

Deal, lass zum Dealer gehen! Geht der noch zur Schule?

 

Im übelsten Haus im Kuh-Dorf angekommen, war klar: hier geht es zum Kiddy-Dealer. Wir 3 halbstarken gingen zum Haus, in der Auffahrt lag ein altes Kinderfahrrad, ein paar alte Schuhe und der Garten… ach egal. Hätte auch ein Meth-Haus von Breaking Bad sein können.

Ich war der grösste und musste daher auch klingeln, die anderen Beiden hielten gekonnt Abstand. Die Tür ging auf, es machte ein kleiner Junge die Tür auf.

Ich: „Ist dein Bruder da?“

Der Kleine: „Ja, der ist in seinem Zimmer.“

Ich: „Kannst du ihn mal an die Tür holen?“

Der Kleine: „Geht selber zu ihm, der kommt eh nicht runter.“

Wir gingen ins Haus, ein so abgefucktes Haus hatte ich bis dahin nie gesehen. Es gab keine Türen, die Wände waren ohne Tapeten oder Farbe und der Boden purer Beton.

 

Ja Ja, in Berlin ist das jetzt angesagt so zu wohnen.

 

Alles irgendwie komisch, kaum zu glauben das dieses Haus bewohnt wird.

Also schnell ins obere Stockwerk, die laute Musik und der Gestank ließ das Dealer-Zimmer erkenntlich machen.

An der Tür klopfen? Nö, hätte eh niemand gehört. Wir 3 guckten uns an, nickten alle zustimmend. Also mit geschwollener Brust rein ins Zimmer „Keine Ahnung was da drin wohnt“.

Fuck! Das Zimmer war so dunkel, obwohl es draußen so unfassbar geiles Wetter war.

Es lief Musik von SIDO, der „Dealer“ und 2 Mädels saßen auf einem großen Leder-Sofa. (Ich kannte alle vom sehen.)

Jetzt wird es Ernst

Die 3 guckten uns an und wir sie…

Dealer: „Hi, was geht ab? Lange nicht mehr gesehen!“

Freund 1 (Der den Ausflug vorgeschlagen hat): Alles gut, danke! Ich hab gehört du hast was!?“

Dealer: „Was meinst du?“

Freund 1: „Was wohl? Wir wollen was von deinem Grass probieren! Hast du was da?“)

Dealer: „Setzt euch erstmal!“

Wir: „Gute Idee“

Also alle aufs Sofa. Ich hatte irgendwie Angst das ich mich auf ein gebrauchtes Gummi oder eine Spritze setze. Es war halt sehr dunkel in dem Zimmer. Zum Glück hat mich beim setzen nichts gebissen oder gestochen. Läuft ja eigentlich ganz gut bis jetzt.

Der Dealer holte aus einem Schrank 2 große Haschplatten raus und legte diese auf den Tisch vorm Sofa (Wir alle hatten keine Ahnung was das ist.)

Das (auch: der) Haschisch (von arabisch حشيش, DMG ḥašīš ‚Gras‘), auch als Hasch oder Shit bezeichnet, ist das aus Pflanzenteilen der weiblichen Hanfpflanze gewonnene und zu Platten oder Blöcken gepresste Harz. Quelle: Wikipedia

Er brach ein Stück der Platte ab.

Dealer: „Mische mit Joint oder pur mit der Bong?“

Ich: „Dreh mir den Joint und ich zieh dran!“

Meine Begleiter: „Jo, da machen wir mit.“

Als der Joint fertig gedreht war, gab er mir ihn in die Hand. Mein Herz klopfte so sehr, durch meinen Kopf ging: „Willst du das wirklich?“ – „Du hast doch keine Ahnung was da drin ist!“ – „Kann man davon sterben?“.. Ah scheiss drauf! Ich zündete das Ding an. Zog so richtig doll dran, das der Joint an Volumen verlor, so als wenn man ein Vakuum in einer in einer Plastikflasche erzeugen würde.

Danach ging der Joint an Freund 1, ich sah es ihm an das er genau die selben Gedanken wie ich hatte, etwas Angst und so viel mehr Neugier. Er Zog dran und ließ den Joint auch gleich weiter zum Sitznachbarn wandern.

Keine Minute später setzte die Wirkung ein! Mann, was für ein Gefühl, nicht zu beschreiben, als wenn man mit allem Verbunden wäre, einfach unfassbar!

Wir zogen alle noch ein paar mal am Joint. Und wir waren alle so stoned! Wir guckten uns an und waren uns schnell einig das wir raus wollten. Wir fragten zwar den Dealer ob wir die Decke vom Fenster entfernen dürfen, aber der hatte wohl Angst vor der Sonne und die Decke blieb wo sie war.

Ich ließ noch ein paar € auf dem Tisch, ich hatte das Gefühl es würde Stunden dauern bis ich mein Geld aus meinen Portmonnaie geholt hatte. Alles war so langsam und viel zu viel für mich.

Nichts wie raus aus der Haschhölle! Und ab in die Sonne. Whoop Whoop!!

Schlechter Trip

Auf dem Weg aus dem Haus, begegnete ich dem Jungen der uns die Tür öffnete nochmal. Er guckte uns so dermaßen gruselig an! Mann, das Kind war auch gruselig.

Der Wunsch nach der Sonne wurde noch grösser! Und zack waren wir wieder in Freiheit.

Ich bemerkte das mir das Zeug gar nicht gut bekommt. Meine Sinne veränderten sich richtig übel. Ich konnte meine Freunde nicht mehr erkennen! Die Umwelt veränderte sich! Die Strassen gingen auf einmal in den Himmel. Wie in dem Film Inception. Scheisse, ich war richtig hilflos. Zum „Glück“ ging es nur mir so mit dieser krassen Wirkung. Meine Freunde waren zwar auch richtig kaputt, aber bei denen ging es nicht so ab wie bei Inception.

Ich wollte nur noch nach Hause! Ab ins Bett und nie wieder was von diesem Wichsfrosch Dealer sehen oder hören! Was hatte er uns da nur gegeben!? Sicher es war Hasch, aber da war noch was anderes drin, keine Ahnung es war, jedenfalls schlecht für meine Psyche.

Nach einem für mich endlos langem Weg nach Hause, war ich in meinen Bett, machte die Augen zu und schlief wie einen Wickelbär-Baby. Ohne meine Freunde hätte ich meinen Rausch auf der Strasse ausschlafen müssen.

Am Abend war ich ausgeschlafen und alles war wieder normal. Zum Glück. Meine Freunde hatten allerdings auch noch einen sehr schlechten Trip, als sie zu Hause waren.

Keiner von uns ist gestorben oder hat irgendwelche Schäden davon getragen.

Fazit

Könnte ich diese Erfahrung nochmal mitmachen, würde ich es wieder mit Freunden machen. Mit Menschen denen ich vertrauen kann und die mir helfen, wenn es mal nicht so optimal läuft. Wäre Cannabis damals legal ab 18 oder 21 Jahren gewesen, hätte ich die paar Jahre noch warten können und wäre nicht zu diesem Assi Dealer gelaufen. Der uns irgendein Scheiss angedreht hat. Es wird Zeit das Cannabis legal wird! Das würde so manchen Menschen eine schlechte Erfahrung ersparen. Und auch den Cannabis-Missbrauch von Jugendlichen unter 18 Jahren verhindern. Selbst wenn, es würde keine gepanschten Sachen mehr im Umlauf sein, die auch durchaus sehr gefährlich werden können.

Wie waren eure ersten Erfahrungen mit Cannabis?

Daniel

In erster Linie bin ich ein Mensch, der das Spiel "Leben" mit voller Punktzahl abschließen möchte. Ich bin eine Mischung aus Hippie und Outlaw. 2017 habe ich Cannabis Rausch gegründet, um aus der Sicht des Cannabiskonsumenten zu berichten. Ich liebe Mode, Autos, Reisen und natürlich meine grüne Göttin. Ich lasse mich vom Leben treiben und schaue was es mir zu bieten hat. PS: Folgt mir bei Instagram. Einfach auf den ICON drücken.

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