Kann ich einfach die Erde verwenden, die ich schon im Keller habe? Und was schmeckt der Cannabis-Pflanze am Besten?
 
Ähnlich wie bei Gemüse, beeinflusst auch beim Cannabisanbau die Beschaffenheit der Erde den Geschmack der Pflanze. Bei der Zubereitung von Cannabisgarten-Cannabistee, welcher sich ja durch seine speziellen Aromen auszeichnet, ist die geschmackliche “Färbung” der Blätter ein wesentlicher Bestandteil des Genusses. Obwohl Cannabis an sich eine unkomplizierte Pflanze ist, hat sie doch Ansprüche an die Erde.
 
Am liebsten ist der Cannabispflanze ein lockeres organisches Erdgemisch, in dem verschiedene Erden, Gesteine und Nährstoffe enthalten sind. Lockere Erde, durchmischt von z.B. Kies oder Sand, sorgt dafür, dass Wasser, welches die Wurzeln nicht aufnehmen, leichter abfließen kann, und dass die Wurzeln genügend Sauerstoff haben – zwei grundlegende Faktoren für das Wohlbefinden der Cannabispflanze.

Blumenerde und CO

Blumenerde eignet sich normalerweise gut für Cannabis, und der leicht höhere Gehalt an Phosphor speziell in Blühpflanzen-Erde bekommt auch der Cannabispflanze sehr gut. Allerdings sollte man anfangs eine gewisse Beratung einholen und die Erde gegebenenfalls zusätzlich mit Nährstoffen anreichern. Wer genauer auf die Mischung schauen möchte, kann eine ausgewogene organische Zusammensetzung selbst zusammenstellen oder zusammenstellen lassen – zum Beispiel aus Kompost, Torf, Sand, Steinstaub, Kokosfasern und Sojamehl. Optionale Zutaten wie Wurmkompostierung oder Süßkalk sind kein Muss, reichern die Erde aber mit Spurenelementen an und verbessern ihre Gesamtqualität.

Wenn man mehrere Stecklinge parallel aufzieht, kann man auch mit der Zusammensetzung experimentieren und die Ergebnisse vergleichen.

Bei der Auswahl der Erde ist der PH-Wert entscheidend. Dieser sollte 6.0 bis 6.5 nicht unter- bzw überschreiten. Die Erde kann zu einem kleinen Teil mit Sand vermischt werden um ein etwas schnelleres Trocknen zu erreichen. Zudem ist zu beachten, dass größere Pflanzen ein sehr großes Wurzelwerk aufbauen wollen und somit einen großen Topf brauchen.

Cannabis liebt gute Erde

Vermeiden sollten Anfänger den Verzicht auf gute Erde, um “mal zu schauen, ob was daraus wird”. Mit normaler Gartenerde oder Zimmerpflanzen-Erde kann man nämlich einiges falsch machen und den Wachstumserfolg des Hanf-Stecklings sprichwörtlich bereits im Keim ersticken. Wenn er dünn und schwach heranwächst und kaum Blätter bildet, wirst du nicht viel Freude an deiner Pflanze haben. Hast du deine Cannabispflanzen nun schon eingesetzt und trotz Hege und Pflege wollen sie nicht so recht anwachsen, muss nicht unbedingt gleich wieder umgetopft werden – obwohl das eine Option sein kann. Zunächst kannst du eine fachliche Meinung einholen und die Erde entsprechend düngen. Bei der nächstgrößeren Topfgröße lohnt es sich dann aber, von Anfang an in die richtige Erdmischung zu investieren.