German Hip-Hop makes weed great again

Es ist Abend, ich habe grade gekifft und trinke ein Bier. Ich versuche irgendwas Weltbewegendes zu schreiben, gelingt mir mal wieder nicht. Na ja egal, dann starte ich erstmal Spotify. Musik soll ja helfen, wenn Gras und Bier nichts gegen das allgemeine Ideen-Defizit tun. Vielleicht müssen es die drei zusammen sein. Mein Mix der Woche ist wieder durch die Autotune Homos geprägt. So kann man nichts Weltbewegendes schreiben… Ah, die Retro Hip-Hop Playlist ist sicher was für mich. Immerhin bin ich schon seit 2003 aktiver Hip-Hop-Hörer. Yeah.

Und sofort zucken die Finger, mein mittlerweile vernebelter Verstand scheint etwas schreiben zu wollen. ENDLICH.

 

Warum Hip-Hop die beste Lobby für die Cannabislegalisierung ist.

Ott und Hip-Hop passen so gut zusammen, wie ein Bauer und ’ne Kuh. Einfach perfekt. Ich beschränke mich im Verlauf dieses Artikels nur auf die deutschen Künstler, aber vielleicht drifte ich auch ab, mal sehen. Jeder deutsche Hip-Hop Künstler hat Weed in seinen Texten geschickt verpackt. Jedenfalls die guten. Die anderen haben davon gerappt, dass sie nie ein Rapper waren, oder waren im Rhythmus ihres Lebens. Angefangen bei den Beginnern, Sido, Samy Deluxe, Die Fantastischen Vier und wie sie nicht alle heißen. Ein anderes deutsche Genre hat sich nie so erfolgreich um die Thematisierung von Cannabis geschert. Und angefangen haben damit meine Jugend-Musik-Ohrwürmer. Cool.

Das war mir aber nie so wirklich bewusst. In meiner Jugend sind diese Thematisierungen nie wirklich im Kopf hängen geblieben. Kann am Kiffen gelegen haben, aber wer weiß das schon. Dank der Spotify Playlist bin ich drüber gestolpert, dass so viele übers buffen gerappt haben. Hat sich bis heute nicht geändert. Siehe 187 Strassenbande, die Hamburger Jungs machen nichts anderes, als Weed zu promoten. Man könnte denken, die würden daran verdienen… Die Jugend ändert sich nie, es sind immer wieder dieselben Dinge, die junge Menschen begeistern.

Die Arbeit der alten Hip-Hop Generationen hat wirklich geholfen. Cannabis wurde mehr und mehr akzeptiert. Die Jugend von gestern sind die Eltern von heute, die sind mit der Musik aufgewachsen. Klar, dass die cool sind mit Gras. Selbst wenn sie nicht gedübelt haben. Denn die Promophase für die Cannabislegalisierung läuft schon gute 25 Jahre. Puh. Im Jahr 2018 haben wir zum Glück noch mehr Hip-Hop Künstler, die über Ganja rappen. Die Dichte an Hip-Hop-Künstlern, die Cannabis in ihren Texten verarbeiten, ist unfassbar groß. Da hat selbst so ein Hobbynerd wie ich keinen Überblick mehr.

Sie erreichen jedes Jugendzimmer in Deutschland.

Wenn ich jetzt behaupten würde, dass die größte Cannabiszielgruppe in Deutschland von zig Millionen Menschen, die junge ist, dann würde das jeder Legalisierungsbefürworter verneinen. Wäre ja auch schrecklich, wenn man sagen würde, dass die meisten Kiffer ziemlich jung sind. Warum Dinge schön reden, bringt nichts, die Zeit ist auch mal vorbei. Aber ich kenne mich mit der Thematik auch nicht wirklich aus, bin nur ein laienhafter Beobachter, der gerne ´nen Spliff zieht.

Kleiner Funfact: Der erfolgreichste Social Media „Influencer“ ist BonezMC. BonezMC ist der größte Cannabislobbyist in Deutschland und er gewinnt jeden Tag an Reichweite. Er alleine erreicht über 40 Millionen Menschen in 6 Monaten. Und seine Entourage steht dem in kaum etwas nach.

 

Die Amis sind uns in Sachen Legalisierungkunst schon ein paar Jahrzehnte voraus. In Kalifornien haben es die Hip-Hop Künstler und die Rich Kids geschafft, dass Cannabis dort nun komplett legal ist. Aber darüber schreibe ich ein anderes Mal.

Was nehmen wir aus den Beobachtungen des Deutschraps mit? Cannabis wird wohl ziemlich bald legalisiert werden. Weil die heutige Jugend permanent mit Cannabis befeuert wird. Weil alle ihre Idole und Stars kiffen. Sie müssen nur älter und mündige Mitglieder unserer Gesellschaft werden, dann ist die Masse an Legalisierungsbefürwortern riesig. Und es sind auch keine Klischeekiffer von der Hanfparade oder irgendwelche Social Clubs, die was in der Richtung bewegen. Wer heute noch glaubt, dass Entscheidungen in der Politik getroffen werden, wird sich sehr wundern, was die Digitalisierung noch so voran bringt. Das kann man nun glauben oder auch nicht.

So. Jetzt habe ich zwar nichts Weltbewegendes geschrieben, aber bin glücklich und breit. In dem Sinne, macht euch ein gemütliches Wochenende.

Daniel

Ich bin im Jahr 1987 im Norden von Deutschland geboren und kann daher eine Heidschnucke von einem normalen Schaf unterscheiden. Den größten Teil meines noch kurzem Lebens habe ich in Berlin verbracht. Seit 2018 bin ich ein digitaler Nomade. Ich liebe Mode, ohne schnelle Autos kann ich nicht leben, bin ein Serien Junkie und Cannabis ist für mich mehr als nur ein Hobby.

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