Grasgeflüster: 6 Tipps für den perfekten Tag im High

In seiner Grasgeflüster-Kolumne stellt euch unser Autor Lorenz regelmäßig Anekdoten und Geschichten aus dem oft unterhaltsamen Leben eines modernen Kiffers vor. In diesem Artikel geht es um 6 grundsätzliche Ansätze und Überlegungen, die einen perfekten Tag im High noch schöner machen.

Wer für sein Leben gern kifft, kifft wahrscheinlich auch nicht ganz selten. Vielleicht mehrmals die Woche, vielleicht jeden Tag oder auch jede Stunde. Nach Wochen oder Tagen exzessiven Konsums kommt bei mir immer eine Reflektionspause, in der ich ganz automatisch die letzte Zeit hinterfrage und für mich einordne, mir einfach den Spiegel vor Augen halte. So habe ich mir gestern wieder Gedanken über den perfekten Tag im High gemacht – und möchte euch in diesem Artikel erzählen, was für mich zu einem perfekten Tag im High alles dazugehört und wie ich mir Zeit, Weed und Aktivitäten entspannt einteile.

Weniger ist manchmal mehr

 

Eine recht frühe Erkenntnis meines Daseins als Kiffer ist die „Weniger ist mehr“-Devise. Am Anfang war das auch gar nicht anders möglich, da ich in der 12. Klasse mit dem buffen angefangen habe. Und da einfach nicht so viel Geld hatte. Später kam dann die dicke Finanzspritze durch mein duales Studium dazu, im Moment müsste ich auch nicht am Weed sparen.

Trotzdem spare ich am Weed. Denn in den letzten Jahren hat sich eine anfangs steile These durch zahlreiche Erfahrungen bewiesen: High wird man immer! Um gleich etwaigen Zweiflern den Wind aus den Segeln zu nehmen, muss natürlich dazugesagt werden, dass eine gewisse Menge an Weed, Dab, Hasch, Brownie oder sonstwas da sein muss. Für Bongs und Joints reichen bei mir 0,3 Gramm LOCKER aus, bei Brownies auch. Die Mindestmenge, um high zu werden, hängt allgemein von der persönlichen Toleranz des jeweiligen Konsumenten ab. Das kann jeder für sich austesten. Bei manchen liegt die benötigte Menge, um high zu werden, wahrscheinlich bei 0,1 Gramm, andere benötigen 0,8.

Die meisten Kiffer sind rein subjektiv eingeschätzt keine Patienten oder zumindest keine Patienten mit chronischen Schmerzen und zurückliegender Opiat-Odyssee. Die meisten Kiffer buffen einfach gerne – und ja – sind auch gern high. Nach einem genüsslichen Sticky bin ich high – warum sollte ich danach noch nachlegen? Cannabis ist eine ultra softe Droge und Genießer des puren Weeds wissen, dass hier nichts klatscht. Dafür wirkt Cannabis, ähnlich wie LSD, verdammt lange. Besonders, wenn man sich für Brownies, Cookies oder auch die gute, alte Cannabis-Lasagne als Mittel der Wahl entscheidet. Edibles können dir im wahrsten Sinne des Wortes den ganzen Tag versüßen.

Doch wer schon einmal zu viel Weed in seine Brownies gegeben hat, weiß auch, dass der ganze Spaß nach einigen Stunden mit angenehmer Bettschwere und sofortigem Einschlafen in den verschiedensten Schlafgelegenheiten enden kann. Joints halten mich in der Regel ein bis zwei Stunden auf einem hohen High-Level, die Abkling-Phase zieht sich dann noch eine Weile.

Mehr Purtüten, Edibles und Vaporizer

 

Eingangs ging es darum, dass ich Weed spare. Wie kommt das?
Der Joint ist die wohl uneffizienteste Methode, um high zu werden. Ein bedeutender Teil des THCs und anderer Wirkstoffe verbrennt lange, bevor er die Lunge erreichen kann. Die Temperatur ist einfach zu heiß.

Vaporizer hingegen erhitzen das Weed auf Temperaturen, die nur die jeweiligen Wirkstoffe wie THC, CBD und andere Cannabino- und Terpenoide verdampfen lassen. Der Pflanzenmüll bleibt als Rest im Vapo. Unterm Strich heißt das, dass von 0,3 Gramm Weed aus dem Vaporizer deutlich mehr Wirkstoffe in euren Körper gelangen, als wenn ihr 0,3 Gramm im Joint raucht.

Wer keine Lust auf Vaporizer hat, sollte sich und seiner Lunge wenigstens den Gefallen tun, und Purtüten rauchen. Der Tabak verringert die Wirkung des THCs, das High hält nach Erfahrungen vieler Freunde deutlich kürzer an und der Geschmack ist eher so naja. Trotzdem rauchen viele Kiffer gerne Tabaktüten – Scheinargumente wie Sparen und dickere Tüten lassen sich dann wohl doch nicht wegdiskutieren.

Wer den letzten Beitrag von unserem geschätzten Kollegen Alice Wunder gelesen hat, wird sich erinnern, dass bei ihm bereits weniger als 0,1 Gramm, in Form von gekapselten Blüten, für ein angenehmes High gereicht haben. Ziel erfüllt – und das mit nicht einmal 1€ Einsatz! Nimm das, purtütenrauchender Weedverschwender

Toleranz durch Sport abbauen

 

Ein zweiter wichtiger Punkt im Leben eines Stoners ist die Toleranz. Weed sparen geht nur, wenn man einen niedrigen THC-Level im Körper hat. Was kann man für eine niedrige Toleranz tun?
Klar, man könnte eine Pause einlegen. Aber dann hat man wahrscheinlich frustrierende Einschlaf-Probleme, wenn man nicht so fit in Meditations-Techniken ist.

Gleichermaßen gegen Einschlafprobleme und Toleranz hilft an der Stelle die von den Griechen inspirierte körperliche Ertüchtigung. Sport. Auspowern. Gerade bei Ausdauersportarten wie Kanu fahren, Joggen gehen, rudern, bergauf Fahrrad fahren oder auch Schach spielen (sic!) schwitzt der Körper je nach Art und Umfang der Übung ordentlich. Dabei wird meiner Erfahrung nach einiges an verklatschender Substanz in Form von THC + Abbauprodukte rausgeschwitzt. Dadurch wird wieder Platz für neues.

Das lustige daran ist, dass man vorm joggen gehen noch einen buffen kann, und trotzdem die Altlasten ausschwitzt. Kiffen vorm joggen, am besten ein paar Stunden vorher, ist nämlich echt ein wirksames Mittel, um sich in eine Art Trance beim Laufen zu versetzen. Dadurch finde und halte ich meinen Rhythmus deutlich konzentrierter und habe weniger begrenzende Energie in meinem Kopf.

Der Tagesablauf abseits vom Wochenende

 

Wenn ich von einem idealen Tag im High spreche, ist vor allem der zeitliche Ablauf von großer Bedeutung für highness und Sachen wie Produktivität, Motivation, Spirit,…

Eigentlich würde ich jetzt mit dem frühen Morgen anfangen. Rein intuitiv. Am wichtigsten für den idealen Tag im High sind jedoch die Abendstunden. Viele kiffen ja auch erst Abends, weil sie über den Tag mit SAP, binomischen Formeln oder dem gängeligen Chef einfach keinen Platz für Mary Jane übrig haben.

In dem Fall wird sich nach getaner Arbeit gegen 18:00, bei besonders ambitionierten Karriere-Menschen manchmal auch 21:00, der wohl verdiente Feierabend-Joint gegönnt. Und das ist auch gut so! Denn nach oft stringenter Arbeit mit klaren Vorstellungen von oben und mangelnder Akzeptanz für die offensichtlich falsch getroffenen Entscheidungen von unten gilt es, den Kopf wieder anzuschalten. Reset, vom Arbeits- in den Mensch-Modus.

Cannabis ist ein super Ersatz für die ansonsten (auch) eher ungesunden Belohnungs-Leckerlies. Denn Cannabis schüttet, genau wie Zucker, eine befriedigende Menge Dopamin aus. Aber high sein ist dann doch noch ein Stück entspannter, als sich eine Packung Schoki reinzuhauen, oder? Wobei ich hier unmöglich Schokolade schlecht reden kann, das wäre zu viel des Guten :D.

Cannabis belohnt aber nicht nur für getane Arbeit, sondern ist auch ein super Anreger für die in uns allen schlummernde Kreativität. Den Text schreibe ich zum Beispiel nach einem Micro-Dosing-verdächtigen Dab, denn kreativ sein macht Spaß. Vor allem auf Cannabis, auch wenn die Motivation zum anfangen oft im Keller ist. Wer was schaffen will, muss seinen inneren Schweinehund überwinden und einfach machen.

Wer die initiale Hemmschwelle der eigenen Faulheit überwunden hat, wird richtig Spaß beim Fotografieren, Musik machen oder Drehbuch schreiben haben. Auch noch nach Feierabend.

Nach dem man seinen Hobbies, Netflix oder entspannten Gesprächen nachgegangen ist, könnte man an der Stelle einfach ins Bett gehen und seelig einschlafen. *Scratch* – So ist für viele Stoner aber nicht die Realität. Oft bekommt der obligatorische Gute-Nacht-Joint einen festen Platz im Tagesablauf des geneigten Stoners.

Besser ist meiner Erfahrungen nach jedoch der Verzicht auf den Gute-Nacht-Joint. Denn der Gute-Nacht-Joint killt letzten Endes nur Weed und du selber hast gar nicht viel davon, weil du ja gleich schlafen wirst. Das einzige, was du vom Gute-Nacht-Joint hast, ist deshalb im Zweifel ein Gras-Kater am nächsten Morgen. Also ein gewisses Gefühl der Verklatschtheit. Warum? Weil das Weed in deinem Körper für zahlreiche Stoffwechselprozesse sorgt, die deinem Körper langsam aber sicher das Wasser entziehen. Mehr zum Thema Kiffen und Schlafen erfahrt ihr in unserem Artikel zum Thema.

Ein freier Tag – was mach ich wann wie viel?

 

Ein freier Tag lädt zum Wake `n Bake ein. Aufwachen, einen rollen und grün in den Tag starten. Alternativ mit einem leckeren Stück Brownie, denn vor allem auf nüchternem Magen entfalten Edibles ihr ganzes Potential. Aber Achtung: Letztens habe ich früh 8:00 Uhr ein Stück mit einem Gramm gegessen und war 16:30 Uhr wieder im Bett – bis zum nächsten Morgen. Am Morgen lohnt es sich mit Blick auf den Tag auf jeden Fall, Devise eins anzuwenden: High wird man immer. Zu viel Weed macht mich erfahrungsgemäß zu früh fertig oder antriebslos, weshalb ich höchstens am Abend oder zu besonderen Anlässen wie 420 den Übertreibungsmodus aktiviere.

Nach dem idealen Joint/Bonghut/Brownie/Dab genieße ich dann gerne ein ausgiebiges Frühstück, neudeutsch auch Brunch genannt. Kann ruhig spät werden. Davor bietet sich ein Spaziergang zum Bäcker des Vertrauens an, da frische Brötchen einfach Killer sind.

Wenn ich am Abend davor gebufft habe, gönne ich mir den ersten Hit erst nach dem oder beim Frühstück. Den Bäcker-Spaziergang nutze ich, um wieder frisch im Kopf zu werden. Pausenlos high sein kann nämlich auch ganz schön stressig für den Körper werden, Patienten wie immer außenvorgelassen.

Ich persönlich starte gern mit einem leichten Dab in den Tag, weil ich beim dabben meist ein sehr klares, positives und aktivierendes High empfinde. Außerdem habe ich ein Dab-Rig mit Glas-Früchten, welches gleich für die positiven Vibes am Morgen sorgt. Und wie gesagt, schreiben und kreativ sein funktioniert perfekt auf Dab.

Probiert mal Microdosing

 

Über den Tag brauche ich in der Regel keinen zweiten Joint. Anders sieht es beim dabben aus, da sich das klebrige Gold perfekt zum Microdosing, also minimalen Dosieren eignet. Heißt: Mehrmals über den Tag nehme ich einen wirklich kleinen Dab, vielleicht 0,01 Gramm, und wiederhole das Ganze ein paar Mal über den Tag. Klar, das High ist definitiv sanfter und kaum drückend. Rückenwind beim Fahrrad fahren. Merkt man wenig, wenn man ihn hat, aber deutlich, wenn er auf einmal fehlt oder von vorne rumstresst.

An einem Wake’n Bake-Tag mit Vorliebe für Joints gehe ich auch oft zum micro dosen über. Nicht mit 10 kleinen Mini-Mini-Joints, sondern indem ich den Guten-Morgen-Joint immer mal wieder aus- und wieder anmache. Finde ich gemütlich, auch wenn das im Vergleich zum dabben in Sachen Geschmack und Hype abstinkt. Aber hey, ein Joint ist fix gerollt und muss nicht mit einem Gasbrenner erhitzt werden. Hat alles seine Vor- und Nachteile.

Über den Tag entspanne ich gerne, wenn ich mich auch wirklich auf die Entspannung einlassen kann. Also keine Termine anstehen oder sonstiger Druck zu einer klaren Handlungsempfehlung führen. Ansonsten kann ich auch was schreiben oder ähnliches, so wie im Moment ja auch. An manchen Tagen gehe ich gerne raus, zum Beispiel zum Fußball spielen oder einfach nur in der Sonne lenzen. Irgendwas zu unternehmen oder zu schaffen ist für mich meist deutlich befriedigender, als bei Netflix nach der nächsten Serie für einen Marathon zu suchen. Wobei das im Winter vergleichsweise die attraktivste Option ist.

Ein großer Vorteil des Wenig-Menge-Buffens ist die relativ hohe Motivation, Dinge zu erledigen oder sich irgendetwas halbwegs produktiven hinzugeben. Zum Beispiel joggen gehen. Gestern kam die Idee zu dem heutigen Artikel, als ich mal wieder festgestellt habe, wie befriedigend so ein Lauf sein kann. Klar, die Anfangsschwelle hängt hoch und man muss sich erst einmal aufrappeln. Den inneren Schweinehund überwinden. Aber während des Laufens und danach bereue ich die Trainingseinheit in keinster Weise.

So kam es gestern nach einem ausgiebigeren Kiffer-Tag und nachmittäglichen Fußballspielen, dass ich gegen Abend einen enormen Reiz in der Idee eines nächtlichen Laufes fand. Das Wetter: 16 °C, wenige Wolken, Vollmond. Perfekt, um einfach loszulaufen. Und siehe da: Schnell kam ich einen Flow und meine Beine fingen einfach damit an, was sie am besten können: Laufen. Wie Forrest Gump, gefangen in einer Trance. Kein Stopp in Sicht. Die Nachtluft und der leere Radweg an der Elbe unterstützten diesen Eindruck – Glaubt mir, Samstagnacht ist die perfekte Zeit für einen Lauf.

Kurzum: Baut Sport in euren Kiffer-Tag ein. Auch wandern, schwimmen oder ein Tag im Zoo können schön sein. Oder ein Abenteuer im Ikea – kiffen ist, was man draus macht.

Nochmal in aller Kürze meine 6 Top-Tipps für einen idealen Tag im High:

  • Probiert Microdosing
  • Aktivitäten und Sport werten deinen Tag im High definitiv auf
  • Zu viel Gras macht platt und müde
  • Dabben sorgt für ein frühlinghaftes, leichtes High
  • „Weed sparen“ durch vapen, backen oder pur rauchen
  • Noch mal den Gute-Nacht-Joint überdenken

In seiner Grasgeflüster-Kolumne stellt euch unser Autor Lorenz regelmäßig Anekdoten und Geschichten aus dem oft unterhaltsamen Leben eines modernen Kiffers vor. Ihr findet alle Grasgeflüster-Beiträge gesammelt auf dieser Seite: [Klick mich].

Lorenz

Lieblingsfarbe Grün - Farbe der Hoffnung, Farbe meiner politischen Heimat und Farbe meines Lieblingskrauts. Weitere buzzwords meines Lebens sind Fotografie, gelebte Musik und die Liebe zum geschriebenen Wort. Ich bin 1997 im tiefsten Osten geboren und trotzdem ein linksgrünversiffter Gutmensch. Im Moment stolpere ich im Ländle durch meine Studienzeit und suche nach dem Sinn des Lebens.

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