Grow LED

Grow LED Bestenliste

Die Cannabispflanze ist eine der vielfältigsten Pflanzen, die es auf diesem Planeten gibt. Man kann sie zum Zwecke des Rausches rauchen oder sich damit medizinieren. Man kann die Fasern der Pflanze sogar zu Papier verarbeiten, um die amerikanische Unabhängigkeitserklärung darauf zu schreiben. Oder Kleidung daraus herstellen oder sein Haus dämmen.

Doch am Anfang liegt stets ein kleiner Cannabis-Samen vor dir oder deinem Züchter. Bis aus diesem kleinen Winzling eine bis zu vier Meter hohe Pflanze wird, ist noch einiges zu erledigen. Was genau, könnt ihr in unserem ultimativen Grow-Ratgeber nachlesen.
An dieser Stelle soll es lediglich um die wichtigste Komponente gehen: Die Lampe.

Falls du dich schon auskennst: hier geht es direkt zur Bestenliste.

Die Zukunft heißt LED

Da wir von Cannabis-Rausch.de schon voll in der Zukunft angekommen sind und die Natur und deine Stromrechnung im Blick haben, gibt es an der Stelle ausschließlich LEDs zu bestaunen. Denn die kleinen Halbleiter sind zum einen sehr effektiv in der Stromnutzung, zum anderen können sie die von den Pflanzen benötigten Lichtarten exakt abbilden. Das heißt, dass keine unnötige Abwärme erzeugt wird und kein unbenötigtes Licht auf die Pflanzen scheint.

Nachhaltigkeit ist Trumpf

Auch der deutsche Naturschutzbund NABU empfiehlt LEDs, denn sie sind quecksilberfrei und überstehen häufiges An- und Ausschalten ohne Probleme. Ihr müsst in eurer Grow-Box keine energiefressenden Kühlelemente installieren, denn herkömmliche Lampen erzeugen vor allem in kleinen Boxen und im Sommer ziemlich schnell die für die Pflanzen gefährlichen 30 Grad.

LED vs. Natriumdampflampen

Der Effizienz-Vorsprung von LEDs gegenüber den in der Vergangenheit hauptsächlich eingesetzten Natriumdampflampen lässt sich folgendermaßen zusammenfassen:

  • LED benötigen 80% weniger Energie als Natriumdampflampen.
  • (Gute) LED bringen fast die gesamte Energie für die richtigen Licht-Spektren auf, während bei Natriumdampflampen 90% der Energie für Abwärme und ungenutztes Licht verschwendet wird.
  • LED sind nachhaltig deutlich günstiger im Betrieb, auch wenn die Anschaffungskosten erstmal happig sind
  • LED sind einfach zu handhaben – meist reicht das Einstecken eines Steckers in die Steckdose und das Betätigen eines Anschalters, um die Lampe zum Laufen zu bringen. Bei Natriumdampflampen muss man sich in der Regel mehr Gedanken machen, z.B. über Vorschaltgeräte, Wärmeentwicklung, Reflektoren usw.
  • LED haben einen engen Abstrahlwinkel, um die Pflanzen effektiv auszuleuchten

An welchen Parametern erkenne ich gute Lampen?

Die LED-Revolution kommt nicht von ungefähr. Wo früher noch Wattzahl, Lumen und Lux die entscheidenden Werte zur Beurteilung einer Lampe waren, ist es heute der sogenannte PAR-Wert oder die Photonenflussdichte. Über die Zeit hat sich in der Grower-Szene immer mehr herauskristallisiert, dass nicht die einfache Leistung einer Lampe oder die Lichtstärke entscheidend ist, sondern das tatsächlich von der Pflanze absorbierte Licht. Zur Bewertung nach neuen Maßstäben existieren mehrere Messgrößen:

PAR – Photosynthetisch aktive Strahlung

Mit PAR hat man einen Begriff für das „für die Photosynthese relevante Lichtspektrum“ gefunden. Jedoch hat PAR ein Problem: PAR gibt lediglich an, wie stark eine Pflanze das Lichtspektrum zwischen 400-700 nm Wellenlänge aktiv nutzt. In der Blütephase kann jedoch auch nicht sichtbares Infrarot-Licht jenseits der 700 nm für merkbare Unterschiede sorgen!

PPF – Photosynthetisch aktiver Photonenfluss

PPF zeigt an, wie viele Lichtteilchen (Photonen) pro Sekunde aus der Lichtquelle im 400-700nm-Spektrum erzeugt werden. Für die Berechnung der Gesamteffizienz eines Leuchtmittels ist dieser Wert sehr wichtig, für den Grower allerdings weniger interessant: Denn PPF sagt nichts darüber aus, wie viel Licht letzten Endes auf die Pflanze trifft bzw. von ihr verarbeitet werden kann.
Messeinheit: µmol/s. Höhere Werte sind besser.

PPFD - Photosynthetische Photonenstromdichte oder Photonenflussdichte

PPFD drückt aus, wieviele Photonen über einer Fläche von einem Quadratmeter pro Sekunde auftreffen. Der PPFD-Wert sagt dir also, wie viele Lichtteilchen tatsächlich auf deine Pflanzen treffen. Dieser Wert ist für den Grower schon ausschlaggebender als PPF, jedoch hat auch die Angabe der Photonenflussdichte einen Haken. Denn der Wert unterschiedet sich je nach Abstand des Messgeräts zur Lampe oder dem Abweichen von der vertikalen Achse unter der Lampe stark. Deshalb könnt ihr euren Händler ruhig mal anschreiben, wie er die Messungen vorgenommen hat. Sinnvoll sind Messungen, die an den unterschiedlichsten Positionen im Zelt vorgenommen wurden. Denn durch die engen Abstrahlwinkel von LEDs kann da ganz schön viel getrickst werden bzw. relativiert sich die Lichtausbeute deutlich, je mehr man am Rand der Box misst.
Messeinheit: µmol/(s·m²). Höhere Werte sind besser.

Unser Bestenlisten-Platz 1 hat auf seiner Website ein solches PPDF-Diagramm für die 128 Watt-Lampe erstellt. Man erkennt gut, dass sorgfältig gearbeitet wurde, denn sowohl der Abstand zur Lampe (30cm), als auch die Größe der Box-Grundfläche sind angegeben. Man sieht am PPDF-Diagramm auch, dass die LED zum Rand der Box hin merklich an Effizienz verliert - empfohlen wird die Lampe jedoch sowieso für 60x60cm statt 100x100cm.

PPDF Diagramm

Noch ein paar allgemeine Infos zu den Werten

Welche Werte euch auch immer begegnen: Habt am besten immer einen Blick fürs Ganze. Denn unterm Strich ist wichtig, dass eure Pflanzen die Wellenlängen bekommen, die sie auch wirklich benötigen. Generell hat die Natur mit den unterschiedlichen Sonnen-Einstrahl-Winkeln über die Jahreszeiten vorgegeben, welches Licht in welcher Phase benötigt wird. Man versucht also beim Bau einer guten Grow-LED nichts anderes, als die Eigenschaften der Sonne zu bestimmten Zeiten bestmöglich nachzustellen. Denn wer einmal in Marokko oder Kalifornien war, weiß: In der Natur wachsen schöne, dichte Blüten von ganz alleine. Erst wenn eine LED dann diese von der Natur gelehrten Eigenschaften aufweist, werden Parameter so optimiert, dass auch beispielsweise THC-Werte erhöht werden. 

Welche Wellenlängen für welche Phase?

  1. Wachstumsphase: Blaues Licht: 400-500 nm
  2. Blütephase: Rotes Licht: 620-780 nm

Gerade in der Wachstumsphase ist die Pflanze recht anspruchslos, was besondere Lichtspektren betrifft. Entscheidend ist jedoch die Blütephase, denn man möchte ja möglichst große Blüten ernten können. Hierbei gibt es verschiedene Theorien: Zum einen soll vor allem ultraviolettes Licht für besonders viel THC und auch Harz sorgen, denn in Höhenlagen wie Nepal wachsen ja bekanntlich die besonders harzigen Indicas. Und da Gebirge näher an der Sonne sind als das holländische Flachland, ist im Bergland auch die UV-Belastung höher.

Ein zweiter Gedanke zum Blüte-Licht: Hier muss deutlich Abstand von dem PAR-Lichtspektrum genommen werden. Denn es ist gesichert, dass auch Infrarot-Licht einen sehr positiven Einfluss auf die Pflanzen ausübt. Falls ihr bei eurem Händler also ein hübsches Diagramm für die Blütephase seht, welches bei 700nm schon gegen null geht, werdet ihr mit dieser Lampe nicht das allerbeste Ergebnis einfahren können. Hier noch ein Beispiel für ein optimales Blütespektrum:

Beispiel: Blütespektrum der 128 Watt Greenception LED. Gelb markiert ist der Infrarot-Bereich, der vielen Lampen fehlt.

 

Grow LED Bestenliste

Greenception Logo

Greenception

1. Der Porsche unter den GROW-LEDs

Bei der Entwicklung der Greenception LEDs stand ein Ziel ganz oben: Man wollte nichts anderes, als die beste LED auf dem Markt entwickeln. Denn durch jahrelange Erfahrung in der Gärtnerei hat das Team hinter Greenception eines festgestellt: Auf der einen Seite stehen die Lampen, auf der anderen Seite die Pflanzen. Die herkömmlichen Pflanzen-Beleuchtungs-Hersteller haben jedoch nicht für die Pflanze, sondern für Kennzahlen wie Lichtstärke oder Watt-Zahl entwickelt.

Die Greenception LEDs emittieren genau die Wellenlängen des Lichtes, die die Pflanzen wirklich benötigen und verwerten können. Auch die so wichtigen 760nm!
Dass die Gärtnerfamilie voll hinter der Leistungsfähigkeit ihrer Lampen steht, beweist ein Blick auf die Website: Es werden sämtliche relevanten Daten transparent angegeben. So kann sich der geneigte Grower nicht nur PPFD-Diagramme, sondern auch Angaben zur Photonendichte anschauen.

Als Besonderheit hat die Firma auch eine LED mit WLAN-Schnittstelle im Programm, über die du sämtliche Parameter wie Lichtleistung und Wellenlänge per Smartphone einstellen kannst.
Und noch ein Feature ist hervorzuheben: Für den Menschen erscheint das Licht der Greenception LEDs als weiß – so kann man seine Pflanzen viel einfacher und genauer begutachten.

Von uns gibt es eine klare Empfehlung für alle Gärtner, die den größtmöglichen Ertrag einfahren wollen und sich dabei nicht lange mit Optimierungsarbeit oder Technik-Fummelei abgeben wollen. Die 128 Watt-Version gibt es für 299,- €.

Logo_ProEmit

Pro-Emit

2. Der Tipp für perfektionistische Bastler

Pro-Emit wurde unter der Maßgabe gegründet, eine möglichst effiziente, aber zugleich günstige Grow-LED auf den Markt zu bringen. Der Hersteller setzt zur Erreichung dieses Ziels voll auf die zukunftsweisenden Vorteile der LED-Technologie und auf die handwerklichen Ambitionen der Kundschaft. 

Denn die LEDs mit dem sprechenden Namen "Sunflow" gibt es sowohl fertig zusammengebaut, als auch als DIY-Kit zum selber zusammenbauen. In jedem Fall kommen dabei sehr hochwertige Materialien zum Einsatz - die Leuchtmittel kommen von der renommierten Firma Cree. Die Stahlbleche des Gehäuses muten sehr solide an und die Lampen haben ein absolutes Killer-Kriterium: Alle Modelle sind passiv gekühlt. Damit eignen sich die Lampen auch hervorragend für den Einsatz im Schlafzimmer.

Die Lampen von pro-emit sind mit einer Bluetooth-Schnittstelle ausgestattet und können so über eine App stufenlos gedimmt werden. Außerdem benötigt man für diese LEDs keine Schaltzeituhr, denn es lassen sich dynamische Sonnenauf- und Untergänge programmieren! Wer auf einer großen Fläche pflanzt, kann übrigens mehrere Module ohne vielen Kabelsalat zu einer Lampen-Gruppe zusammenschließen. 

Was bleibt zu sagen? Auf der Website gibt es für jedes Modell die angesprochenen PPFD-Charts. Leider erfährt man jedoch nichts zu den Spektren oder Wachstums- und Blütephasen. Vielleicht tröstet ja die 5-jährige Garantie darüber hinweg? Von uns gibt es auf jeden Fall eine klare Empfehlung, vor allem für den technik- und silent-affinen Gärtner. Für das 100-Watt-Modell musst du 289,- € aufbringen.

hans-panel

Hans Panel

3. Der Klassiker der Grow-LEDs

Wer sich schon länger mit Grow-LEDs beschäftigt, wird mit dem Namen Hans Panel bestens vertraut sein. Denn in den einschlägigen Grow-Foren wie Grower.ch oder der Hanfburg wird seit Anfang der LED-Revolution über diese Lampen diskutiert. Das Hanspanel von Bonsai-Hero war die erste Leuchte, welche hochwertige LEDs zur Pflanzenaufzucht beherbergt. Wie bei den Leuchten von pro-emit wird dabei auf die hervorragenden Cree-LEDs zurückgegriffen.

Die Macher hinter dem Hanspanel haben nie viel Geld für Marketing ausgegeben, ein Logo habe ich deshalb vergeblich gesucht. Aber das scheint dem Absatz der Lampen keinen Abbruch zu tun, denn durch die Pionier-Arbeit von Bonsai-Hero hat sich die Lampe einen guten Ruf bei vielen Growern erarbeitet. 

Vom Hanspanel gibt es sowohl aktive, als auch passiv gekühlte Versionen. Alle Lampen haben gemein, dass sie sich per Schalter für die Wachstums- oder Blütephase einstellen lassen. Es sind also verschiedene Spektren verfügbar. Im Gegensatz zu den Greenception-LEDs fällt jedoch auf, dass die Leuchtmittel in der Blüteeinstellung bei 700 nm schon gegen null gehen, der wertvolle Infrarot-Anteil fehlt also bei den schon lange erhältlichen LEDs. Dafür sind die Lampen natürlich etwas günstiger. Das aktiv gekühlte 180 Watt-Modell kostet 269,- €. Es werden zwei Jahre Garantie gewährt.