Intensiver Cannabiskonsum macht einfach dumm.

Der feuchte Traum der bayerischen CSU Wählerin. Der fleischgewordene Schwiegersohn Traum von Marlene Mortler. Ein Mann, der Einstiegsdrogen zum Wahlkampf verschenkt. Ein Mann, dessen Eloquenz nur von einem Bewohner von Gazorpazorp übertroffen werden könnte. Keiner kennt ihn und dennoch darf er mit der gestrigen Elite in einem Raum sprechen. Seine Reichweite liegt unterhalb der wahrnehmbaren Frequenzen des digitalen Lebens. Dennoch darf er seine haltlosen und gelogenen Urteile abfeuern, wie ein 15-Jähriger seine Ladungen ins Taschentuch. Der Mann, der Millionen Deutsche als dumm bezeichnet. Und obwohl er mit Baujahr 1987 eigentlich noch nicht alt ist, ist ihm das H-Kennzeichen sicher, denn genauso historisch sind auch seine weltlichen Ansichten.

Darf ich vorstellen: Dr. Stephan Pilsinger.

Stephan Pilsinger war mir bis vor ein paar Tagen kein Begriff. Sein Lebenslauf liest sich für naive CSU Wähler sehr beeindruckend, dennoch sagt dies nichts über seine spirituelle und emotionale Intelligenz aus. Ich hätte bei diesem Nachnamen eher an ein bayrisches Mittelmaß Bier gedacht. Stephan Pilsinger arbeitete nach seinem Medizinstudium als Arzt in der Inneren Medizin eines kommunalen Krankenhauses in München. Nun sitzt der Bundestagsabgeordnete in Berlin und vertritt dort seine bayrischen CSU-Landsleute. Dennoch hat der studierte Arzt, der über keine nennenswerte Berufspraxis verfügt, ernsthaft im Bundestag gesagt:

„Intensiver Cannabiskonsum macht einfach dumm.“

(Dies war nur die Spitze vom Eisberg seiner falschen Aussagen und Lügen)
Das ist ein dickes Pfund. Er beleidigt Millionen von Cannabis Patienten und Genuss-Konsumenten, ohne sich über die Folgen seiner Worte für die betroffenen Menschen bewusst zu sein. Das sind ja AfD Methoden.

Hier die gesamte Cannabis Debatte im Bundestag.

Auf Facebook macht sich Stephan Pilsinger auch über die Rechtschreibfehler von Kritikern lustig und stellt sich gerne mal über die Dinge. Und so jemand nennt sich ein Gottesgläubiger Mann! Was würde Pater Benedikt vom Orden der Prämonstratenser dazu sagen, der neulich sein schickes Berliner Büro gesegnet hat? Der findet sowas bestimmt auch uncool. (Leider hat er den Beitrag wieder gelöscht, auf Anfrage versende ich aber gerne den Screenshot)

Im Medizinstudium wird das Thema Cannabis nicht behandelt, aber dennoch traut sich Herr Pilsinger, der keine nachweisbare Expertise in diesem Bereich  vorweist, Aussagen zum Thema zu treffen. Nun gut, das trifft auf fast alle Politiker in Deutschland zu, natürlich mit ein paar Ausnahmen. Die Erkenntnis, dass Ärzte sich nicht immer an Fakten halten, sollte im Jahr 2018 auch mal bei jedem angekommen sein. Und wenn Ärzte dann auch noch Politik machen wollen, wird es sehr schwierig. Beidem kann man nicht gerecht werden.

Aber wenn Sie, Herr Pilsinger, Nachhilfe brauchen, kurze E-Mail an mich und ich werde Ihnen kompetente Menschen vorstellen, so dass Sie in Zukunft auch wirklich wissen, wovon Sie sprechen. Ansonsten schweigen Sie besser zu dem Thema. Persönliche Meinungen haben im Bundestag nichts verloren, sondern nur wissenschaftliche Fakten. Ansonsten denken Sie über einen Jobwechsel nach, Sie sind ja noch jung.

Ich frage mich, wie abgedroschen man sein muss, um die Droge (gratis) zu verteilen, die jährlich zehntausende Menschen in Deutschland tötet und hunderttausenden das Leben zerstört? Und dann noch mit dem eigenen Gesicht drauf. Mir kommt da echt hart die Kotze hoch. Vielleicht hat der Gute ja eine Gehirnwäsche bekommen, anders kann ich es mir nicht erklären, wie man einerseits Cannabis verteufelt und andererseits die harte Droge Alkohol (gefährlicher als LSD, Pilze, MDMA etc.) so dermaßen feiert, wie ein 18-Jähriger seinen ersten Kit Kat Besuch.

Der 30-Jährige ist aber niemand, der der Gesundheit wegen zu allzu großem Verzicht raten würde. Man muss sich auch mal was gönnen, schließlich lebt man nur einmal. Pilsinger findet deshalb nichts dabei, seinen Wählern auch mal im wahrsten Sinne des Wortes etwas zu verzapfen.

Quelle: www.abendzeitung-muenchen.del

Wenn Stephan Pilsinger glaubt, dass er mit dieser altertümlichen Propaganda durchkommt, wie seine Partei-Kumpelin Marlene Mortler, täuscht er sich gewaltig. Aber vielleicht leiden auch beide an Realitätsverlust.

Auch wenn Stephan Pilsinger viele Lügen über den Cannabiskonsum verbreitet hat, sollte dennoch erwähnt werden, dass er sich auch für viele gute Dinge in der Medizin einsetzt. Jeder Mensch hat Fehler, keine Frage, aber da wo Schatten ist, ist das Licht nicht weit entfernt. Daher hoffe ich, dass Dr. Stephan Pilsinger seine Meinung ändert und sich eines besseren belehren lässt. Wir verfolgen weiterhin seine Arbeit im deutschen Bundestag.

Stephan Nikolaus Pilsinger (* 17. Februar 1987 in München) ist ein deutscher Politiker (CSU). Pilsinger wurde bei der Bundestagswahl 2017 mit 33,4 % der Erststimmen im Bundeswahlkreis 220 München-West/Mitte zum Mitglied des 19. Deutschen Bundestags gewählt. Er arbeitete nach seinem Medizinstudium als Arzt in der Inneren Medizin eines kommunalen Krankenhauses. 2008 wurde er in den Bezirksausschuss Pasing-Obermenzing der Landeshauptstadt München gewählt. Pilsinger ist Bezirksvorsitzender der Jungen Union München. Seit 2008 ist er Mitglied der katholischen Studentenverbindung KDStV Vindelicia München im CV. Später wurde er noch Mitglied der AV Tuisconia (Königsberg, Bonn) zu Landshut.

Quelle: Wikipedia

Daniel

Ich bin im Jahr 1987 im Norden von Deutschland geboren und kann daher eine Heidschnucke von einem normalen Schaf unterscheiden. Den größten Teil meines noch kurzem Lebens habe ich in Berlin verbracht. Seit 2018 bin ich ein digitaler Nomade. Ich liebe Mode, ohne schnelle Autos kann ich nicht leben, bin ein Serien Junkie und Cannabis ist für mich mehr als nur ein Hobby.

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