Mischkonsum: MDMA – Extasy und Cannabis

Heute soll es um Cannabis und MDMA gehen. Nach meinem LSD und Cannabis Artikel eine logische Weiterführung der Thematik des Mischkonsums. Für viele feierwütige da draußen ist Cannabis nur das Beiwerk einer berauschenden Partynacht. Mischkonsum kann aber nicht nur die dreckige Drogennacht aufwerten, sondern vielmehr den Blick in eine andere Dimension vertiefen. Fürs Meditieren, sich selber näher kennenlernen, das Unterbewusstsein abchecken.

Da gerade Mischkonsum wohl eine der extremsten Formen des Drogenkonsums ist, möchte ich klar machen, dass Mischkonsum nur für erfahrene Psychonauten zu empfehlen ist. Es bedarf einer eigenen Studie, um herauszufinden, wie die jeweilige Substanz auf den Geist und den Körper wirkt. Mit Mischkonsum ist nicht zu spaßen, einige sind von ihrer Reise in eine andere Welt nie wieder zurückgekommen. Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen, dass Reisen mit verschiedenen Substanzen eine Achterbahnfahrt sein kann. Aber hey, du hast dich dafür entschieden diesen Artikel zu lesen, also lasse ich dich an meinen Erkenntnissen teilhaben.

Basiswissen zu MDMA:

MDMA kennen wohl die meisten als Ecstasy. Ecstasy ist das Synonym von MDMA. Im Grunde handelt es sich hierbei um den selben Stoff. Dennoch ist MDMA in Form einer XTC-Pille nicht immer hundertprozentiges MDMA, teilweise enthalten XTC Pillen auch andere Halluzinogene. Der genaue Wirkstoff in XTC ist MDMA*HCI, hinzu kommen dann in manchen Fällen noch Streckmittel und Substanzen rein, die die Wirkung der Pille verstärken sollen.

MDMA*HCI ist gleich zur der Wirkung von reinem MDMA. MDMA*HCI ist aber der Stoff, der ausschließlich für die Herstellung von XTC gebraucht wird. Anton Köllisch synthetisierte für den Pharmakonzern E.Merck erstmals MDMA. Im Zuge dessen meldete die Firma E.Merck ein Patent an, das im Mai 1914 auch erteilt wurde. Allgemein hat MDMA ein riesen Potential für Menschen mit Depressionen, eine Wunderwaffe gegen diese harte Krankheit und viele weitere. Die medizinische Komponente wird gerade wiederentdeckt, es laufen zur Zeit einige Studien. Die heutigen XTC Pillen die wir aus der Partyszene kennen, werden in China hergestellt. Really. Der Herstellungsstandart ist heute extrem hoch.

Mittlerweile kann man jede einzelne Pille googlen und findet z.B. bei FAZEMAG die genau Inhaltsbeschreibung. Die Chance im Jahre 2018 an schlechtes XTC zu kommen ist sehr gering, aber durchaus möglich. Durch den standarisierten Herstellungsprozess in Fernost ist der Konsum um einiges sicherer geworden. MDMA gibt es nicht nur in Pillenform, sondern auch als Pulver oder in Kristallform. Das sogenannte MDMA Champagne, das hundertfach im Darknet angeboten wird, ist wohl die reinste Form von MDMA, wird in der Regel aber nicht so häufig verkauft wie MDMA. Die Kosten für XTC liegen bei ca. 8,50€ und für MDMA Champagne bei ca. 15€. Eine Faustregel besagt, dass alles über 120mg MDMA zu viel des Guten ist. Dennoch sind in den meisten Pillen um die 200mg MDMA enthalten, teilweise sogar 300mg. Es ist ultra wichtig, niemals eine komplette XTC Pille zu konsumieren. Und bitte einmal die erstandene Pille googlen!

Wie wirkt MDMA:

Da die meisten XTC Pillen wie schon erwähnt eine viel zu hohe Dosierung haben, ist es angebracht, diese vor dem Konsum in zwei zu teilen. Wer zu viel MDMA konsumiert, kann schnell mal den Löffel abgeben, das passiert häufiger als einem lieb ist. Die Gefahr bei MDMA, gerade auf Partys, stellt die Überhitzung des Körpers dar. Herzrasen, Dehydrierung, auch starke Stimmungsschwankungen können auftreten, die einem echt den Geist bumsen können. Ein Bekannter hat sich durch das Zähneknirschen, das eine Nebenwirkung bei MDMA sein kann, auch seine Beißer rausgehauen. Dies alles passiert aber in der Regel nur bei Überdosierungen. Überdosiertes MDMA lässt einen nicht so viel Spaß haben. Auch die Tage danach können mies werden, es können sogar Depressionen auftreten. Also nehmt beim ersten Trip nicht mehr als 70-120 Milligramm MDMA.

Kommen wir mal von den einschüchternden Warnungen zum geileren Teil. Wer die goldenen Regeln vom Safer Use beherrscht, wird mit MDMA höchstwahrscheinlich eine sehr geile Zeit haben. Die Wirkung ist echt boom. MDMA durchdringt mit Leichtigkeit die Blut-Hirn-Schranke und die ersten Effekte sind nach 30 Minuten zu bemerken. Im zentralen Nervensystem führt MDMA zur Freisetzung von Botenstoffen aus den Nervenzellendigungen in den synaptischen Spalt, hauptsächlich von Serotonin, aber auch Noradrenalin und Dopamin.

Dies geschieht im Gegensatz zu anderen psychoaktiven Substanzen auch ohne vorangegangenen Nervenimpuls. Zusätzlich zur Freisetzung, blockiert MDMA die Wiederaufnahme der ausgeschütteten Botenstoffe in die Zelle und reduziert die für die Wiederaufnahme verantwortlichen Transportstrukturen. So kommt es innerhalb der Zellen zu einem starken Serotoninmangel. Weil es Zeit braucht, bis die Transportstrukturen wieder neu gebildet und in die Zellmembran eingebaut werden, manipuliert MDMA bei wiederholtem Gebrauch den Botenstoffkreislauf im Gehirn.

Die Wirkung von MDMA gleicht einer glückserfüllten Achterbahnfahrt. Die Musik klingt besser, intensiver. Sex ist um einiges erhabener und auch intensiver. Der Drang, anderen Menschen seine Liebe mitzuteilen, wird verstärkt. Ein extrem verstärktes Gefühl des Einsseins. Der Bewegungsdrang ist auch um einiges größer und man kann sich nur schwer auf eine Sache konzentrieren. Nicht umsonst war XTC in den 60er Jahren eine der Lieblingssubstanzen der Hippies. Die Wirkung von MDMA ist gigantisch! Auch wenn ich noch nicht viele MDMA Erlebnisse hatte, würde ich behaupten, dass kaum eine andere Substanz so glücklich macht. Ein sehr übertriebenes Glücksgefühl.

MDMA und Cannabis

Da über den Mischkonsum von MDMA und Cannabis keine Fachlektüre oder Studien vorhanden sind, will ich meine Erfahrung niederschreiben.

200 Milligramm MDMA in Form von XTC und 0,7 Gramm Cannabis sollen es an diesem Tag sein. Ich starte um 13 Uhr mit 100 Milligramm MDMA, ich habe ein Kaffee, 2 Toast und 2 Zigaretten intus. Ich liege entspannt auf dem Sofa und während ich darauf warte, dass die Wirkung einsetzt, fange ich gerade an, diesen Artikel zu schreiben, sodass die Erfahrungswerte noch frisch sind. Nach 30 Minuten bemerke ich noch nichts. Ich gehe in die Küche und will etwas essen. Während ich aufstehe merke ich, wie mein gesamter Körper kribbelt, so als wäre ein Arm während der nächtlichen Bettruhe eingeschlafen. Es fühlt sich aber ziemlich fancy an. Ich beschließe dennoch etwas zu essen und noch schnell einen halben Liter Wasser zu trinken.

14 Uhr. Die Wirkung ist da. Ich bin voller Energie, habe einen extremen Mitteilungsbedarf, nerve alle Leute die gerade bei Whatsapp und Co. online sind. Dies macht mir aber nur 30 Minuten Spaß. Ich beschließe mich ins Kinozimmer zu setzen und mir dort erstklassige Musik reinzuziehen. FKA Twiks sind der Start meiner musikalischen Reise.

15 Uhr, ich merke das es Zeit ist, einen Spliff zu rauchen. Ich mache mir mit Absicht erstmal nur einen Spliff, um herauszufinden, wie MDMA und Cannabis überhaupt zusammen wirken. Kaum. Ein Spliff reicht nicht, um einen wirklichen Mehrwert zu erfahren. Ich beschließe dennoch nicht noch mehr zu rauchen, denn abwarten heißt eine der Safer Use Regeln. Ich gehe etwas raus, in die Luft gucken und so. Mir fällt auf, dass ich sehr empfindlich auf das Sonnenlicht reagiere. Ich fühle mich wie ein Vampir und beschließe zu Graf Dracula zu werden, indem ich nochmal 100 Milligramm MDMA rein würfel. Gedacht getan.

16 Uhr, die zweite Welle MDMA flutet an, whoop. Es wird interessant. Ich verfalle in eine extrem glückliche Phase, ich muss mich mitteilen, also nerve ich meine Frau. Wir unterhalten uns über das Universum und wie toll doch alles ist (sie nimmt keine Drogen). Richtig schönes und langes Gespräch, gute 2 Stunden.

18 Uhr. Ich weiß nun 100 prozentig, dass der heutige MDMA Rausch mir wohl gesonnen ist, also werde ich jetzt eine richtig fette Tüte rauchen. Nichts mehr mit Spliff. 0,5 Gramm. Puff, Puff, Puff. Knallt. Eine tiefe Entspannung setzt ein. Ui, war vielleicht doch etwas zu viel im ersten Moment, doch 20 Minuten später merke ich, das ich eine sehr gute Wahl getroffen habe. Ich gehe wieder ins Kinozimmer und zieh mir nur Musikvideos rein. Mann, Cannabis hat bei mir immer einen extrem psychedelischen Effekt beim Mischkonsum. Die Musik und Farben waren Absturz. Ich fühlte mich über die nächsten 2 Stunden endkrass, einer der schönsten Trips.

Ich fühlte mich durch das MDMA sehr fokussiert und wach. Das Cannabis gab dem Trip die nötige Wärme und den Tiefgang. Eine Kombination die sehr gut für mich funktioniert, fast zu gut. Ich beschloss gegen 21 Uhr zu meditieren, eine Sache, die ich bei jedem Trip mache. Ist bei mir zur Tradition geworden. Ich machte also meine kleinen Meditationsvorbereitungen, während ich zwischendurch noch kulinarisch von meiner Frau versorgt wurde. Obstsalat und so. Das Meditieren ist auf MDMA und Cannabis mal echt Wahnsinn. Sehr schnell ging meine Reise ins Universum, schneller als sonst. Intensiver. Dafür aber kürzer.

Ich meditierte nur gute 40 Minuten, eine sehr schöne Reise. Es war Zeit schlafen zu gehen. Ab unter die Dusche, Zähne putzen und ab in die Falle. 22:30 Ich schlafe wie ein besoffenes Krallenaffenbaby, glücklich und k.o.. Der Tag danach, normal.

 

Fazit zu MDMA und Cannabis

Für mich persönlich ist es eine sehr gelungene Mischung, die ich dennoch ziemlich sicher nur noch ein- oder zweimal in meinen Leben erleben will. Die größte Gefahr bei dieser Mischung ist die psychische Abhängigkeit. Das Gehirn ist bei diesem Trip zu happy drauf und das merkt sich das Gehirn und will es immer wieder erleben. Wer hier nicht standhaft ist, kann sehr wahrscheinlich in ein dauerhaftes Schema des Missbrauches eintauchen. Ein Erlebnis, das ich dennoch nicht missen möchte. Wer eine starke Geisteshaltung hat und es nur mal ausprobieren will, könnte ein sehr schönes und einzigartiges Erlebnis haben.

Daniel

Ich bin im Jahr 1987 im Norden von Deutschland geboren und kann daher eine Heidschnucke von einem normalen Schaf unterscheiden. Den größten Teil meines noch kurzem Lebens habe ich in Berlin verbracht. Seit 2018 bin ich ein digitaler Nomade. Ich liebe Mode, ohne schnelle Autos kann ich nicht leben, bin ein Serien Junkie und Cannabis ist für mich mehr als nur ein Hobby.

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