Grasgeflüster. Selbsttherapie mit Cannabis: mein Weg

Nun ich bin kein Mensch der gerne viel redet, also nicht wenn es nicht sein muss. Außer es ist Cannabis im Spiel, dann kann ich die tollsten Vorträge halten und die Zusammenhänge dieser Welt erklären und auf den Punkt bringen (das glaube ich zumindest).

Für mich ist reden während ich buffe, auch eine Art Therapie für meine Seele geworden. In meinem Leben habe ich schon vieles verdrängt, sei es das meine Eltern früh verstorben sind, ich viel Geld verloren habe, Zwischenmenschliche Beziehungen zerbrochen sind etc. Ihr kennt das sicherlich, man sammelt eine Menge Schrott in seinem Leben an.

Ich habe die Dinge immer so geregelt, dass ich sie verdrängt habe und nie mehr darüber gesprochen habe. Die Probleme waren für mich einfach gestorben. Nun, das ist nicht die beste Art mit persönlichem Schmerz und Trauer umzugehen. Man verschließt sich dadurch den Zugang zu sich selbst und der Essenz dessen, was man wirklich ist. Das ist total unproduktiv, wenn man was im Leben erreichen möchte. Aber der beste Weg ist, wie bekanntlich ja immer, die Selbsterkenntnis.

Reden ist die halbe Miete

Ich kiffe schon fast meinen Leben lang, auch mal mit ein paar Jahren Pause. Aber seit knapp 2 Jahren, nutze ich Cannabis um über meine die Dinge in der Vergangenheit zu reden und diese zu verarbeiten und damit abzuschließen. Nun, ich konsumiere Cannabis nicht super regelmäßig, eher mal sehr viel über Wochen jeden Tag und dann man wieder Wochen oder Monate lang gar nicht.

Der Fakt das Cannabis mich überhaupt erst so gesprächig macht, hat mir diese Art der Selbsttherapie ermöglicht. Der ein oder andere wird das sicher kennen, dass man high super viel quatschen kann. All die zig hunderten Gespräche, die ich high geführt habe, galten nicht immer meinen „seelischen“ Problemen. Ansonsten hätte ich auch nicht sonderlich viel Vergnügen mit Cannabis. Denn wer hat schon Lust, immer und immer wieder über seiner Vergangenheit zu reden.

Aber es passiert von Zeit zu Zeit, dass während ich kiffe Problem XY immer wieder hochkommt und sich als „negativer Gedanke“ in meinem Kopf niederlässt. Das gute ist, dass wenn ich buffe, ich fast nie alleine bin und ich mit der Zeit gelernt habe, dass es sehr gut ist über diese Dinge zu sprechen. Meiner Frau habe ich wahrscheinlich schon zig Ohren abgekaut. Aber dafür ist ja eine Ehe da 😉

Die liebreizenden Dame Cannabis

Cannabis ist für mich neben dem chilligen und spaßigen Aspekt, auch immer wieder ein Mittel um mich weiterzuentwickeln. Dies hilft mir sehr mich bewusster wahrzunehmen, was sich wirklich unfassbar gut anfühlt. Daher kann ich jedem raten, diese Art der Selbsttherapie auszuprobieren. Alleine der Fakt das ich darüber öffentlich schreibe und zig tausende Menschen meine Worte lesen werden, wäre vor ein paar Jahren undenkbar für mich gewesen.

Ein absolutes No Go, aber dank dieser liebreizenden Dame Cannabis, kann ich meine Erfahrung mit euch teilen und euch vielleicht ein Stück weit dazu ermuntern mir nachzuziehen. Ich habe diese Erfahrungen nun ganz ohne Arzt gemacht, das musst du nun nicht machen. Daher frage doch mal einen Hausarzt, ob er dir einen guten Arzt empfehlen kann, der dir die Möglichkeit gibt, dich mit Cannabis zu behandeln… Ich habe die großen Eckpfeiler meiner vergangen Probleme abgeraucht und verarbeitet. Nun kann ich mich die nächsten Jahre nur noch auf high sein und frei sein konzentrieren 😉

Klar, auch aktuelle Probleme kann ich durch Cannabis sehr gut behandeln und die Situationen relativieren. Nicht nur die Vergangenheit kann durch den „Laberflash“ gemeistert werden. Auch aktuelle Geschehnisse lassen sich sehr gut damit bewältigen. Viele glauben ja noch, das Cannabis Probleme verschlimmert, aber genau das Gegenteil ist der Fall. Dies muss natürlich nicht auf alle Menschen zutreffen, aber wenn man Bewusstsein und Aufklärung für die Selbsttherapie schafft, kommen wir dem Ganzen schon sehr viel näher. In dieser schnelllebigen Zeit, brauchen wir einfach mehr Zeit um uns selbst zu verstehen und Stück für Stück näher an das perfekte Selbst zu kommen. Und da kann Cannabis ein Hilfsmittel sein, das vielen Menschen helfen kann. Mir und vielen anderen hilft es heute schon.

Eine Frage noch

Ich stelle mir die Frage, warum Cannabis Menschen überhaupt erst so gesprächig macht und es mir ermöglicht, diese Selbsttherapie zu machen. Klar, ich habe gegoogelt bis zum abwinken… Nichts gefunden. Leider habe ich keinen Zugang zu allen Studien, die schon mit Cannabis gemacht worden sind… Aber vielleicht können die Kollegen von Leafly.de ja mehr dazu schreiben, warum man so gerne redet, wenn man THC im Blut hat. Vielleicht schreiben sie ja etwas darüber.

Im nächsten Artikel schreibe ich, warum man so gut durch Gras reflektieren kann.

Daniel

Ich bin im Jahr 1987 im Norden von Deutschland geboren und kann daher eine Heidschnucke von einem normalen Schaf unterscheiden. Seit über 6 Jahren lebe ich mit meiner Frau Julia in Berlin. Ich liebe Mode, ohne schnelle Autos kann ich nicht leben, bin ein Serien Junkie und Cannabis ist für mich mehr als nur ein Hobby.

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