Social Club Barcelona: So kommst du garantiert in einen Club

Barcelona ist momentan die europäische Hauptstadt für Cannaseure. Das spanische Modell der Social Clubs ist im Detail schwierig für den Neuankömmling zu durchblicken. Barcelona ist ein Traum für jeden Cannabis Liebhaber: die Stadt bietet extrem gutes Essen, Party, Drogen, Kultur, hübsche Männer & Frauen, Strand, Meer und vor allem legales Cannabis. Das schönste an Barcelona ist, das es bezahlbar ist. Für weit unter 500€ kann man inkl. Flug, Essen, Taxi, Weed, Airbnb und Weed ein paar Tage in der Stadt verbringen. Den unglaublichen Stadtflair, der an L.A. erinnert, gibt es oben drauf. Innerhalb von ein paar Stunden kann man sich bequem eine Mitgliedschaft für einen Social Club von Deutschland aus „organisieren“. Ich war vor kurzem in Barcelona und möchte dir, lieber Leser, einige nützliche Tipps ins Pfötchen drücken.

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Kapitel 5: NPK Social Club. Wir haben es Freitags nicht länger als 4:20 auf der Spannabis ausgehalten. Ich habe mich recht früh mit Marc von @vapesndabs auf der Spannabis getroffen und bin gemeinsam mit ihm, Daniel und einem Freund von Marc auf große Tour gegangen. Marc kennt Barcelona besser als jeder andere mir bekannte Mensch und da ich schon in Las Vegas von seiner Ortskenntnis begeistert war, freute ich mich auch diesmal mit ihm auf Tour gehen zu können. Er zeigte uns zu allererst einen guten Social Club. Klar, schließlich ist das heute unser zweiter Tag in Barcelona und wir haben immer noch nichts zu rauchen gekauft. War ehrlich gesagt bis zu dem Zeitpunkt auch noch nicht nötig, da ich mir auf der Messe einige Züge aus etlichen Joints gegen eine echte Cali-Vape-Pen-Erfahrung eingetauscht hatte. Im umwerfenden NPK-Social-Club haben wir jetzt die Möglichkeit, unser Geld in einen guten Cannabis Rausch anzulegen. Bei einem Mitgliedsbeitrag von 15€ pro Jahr erahne ich bereits, dass wir es hier mit einem der preisgünstigeren Social Clubs zu tun haben. Um sich registrieren zu lassen, benötigt man die Empfehlung eines Freundes, während des Registrierungsvorganges gibt es Gummibärchen zum Naschen. Nice! Drinnen geht es dann munter weiter: Allerbestes Gras, viele US-Genetiken, unter der Sonne Spaniens angebaut. Es gibt alle vorstellbaren Arten Hasch, BHO, Rosin und natürlich Blüten. Alles in Indica und Sativa. Ich kaufe Citrus Sup Rosin fürs Wake’n’Bake und Sherblato Blüten zum Einschlafen. Außerdem Jetfuel Gelato und Tropicana Cookies. Der Geruch dieser Blüten zum 8er bis 10er Kurs konkurriert locker mit den Aromen von 45€-Cali-Strains, die ich nachfolgend noch sehr oft (mit)geraucht habe! Wenn die Munchies kicken steht eine tolle Bar bereit, wo es Kaffee-Variationen, Tapas und Gepäck gibt. Alles für 1,50€-2,50€. Der Social Club ist wirklich sehr sozial, sowohl preislich, als auch was die Freundlichkeit der Mitarbeiter anbelangt. Und man kann sich sogar Dab Rigs ausleihen, um am gemütlichen Wasserfall ein paar leckere Dabs zu nehmen. Zum Beispiel die vorzüglichen Tahoe x OG Kush Diamonds oder The Truth BHO in Lufleè-Konsistenz. 📝 @lorenzminks

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Was ist ein Social Club – Erklärung für Dummies

Ein Social Club kann man gut mit einem deutschen Sport Verein vergleichen. In Deutschland hat ja jedes Kuhdorf bis zur Hauptstadt einen Fußballverein. Es gibt Menschen aus einem definierten demografischen Gebiet, die schließen sich zusammen und gründen einen Verein. Nichts anderes ist ein Social Club, nur das sie kein Fußballfeld haben, sondern Cannabisplantagen. Ein Social Club besteht aus einem Presidenten und weiteren Social Club „Kernmitgliedern“, die den Social Club betreiben. Ein Social Club darf für jedes Mitglied 4 Pflanzen anbauen. 60-90 Gramm kann ein Social Club ein ein Mitglied ausgeben. Dies variiert aber von Club zu Club, eine einheitliche Regelung gibt es dafür noch nicht.

Nice to know: In Spanien darf jeder private Haushalt 4 Cannabispflanzen besitzen. In Deutschland noch undenkbar.

Man muss kein „Resident“ in Spanien sein, um Mitglied in einem Social Club zu werden. Auch als gemeiner Deutscher darf man Mitglied werden. Ich bin selbst in 5 Social Clubs in Spanien Mitglied. Es gibt da keine Limitierung. Jedoch nimmt einen auch nicht jeder Social Club auf. Womit wir auch schon beim nächsten Punkt wären:

So wirst du Mitglied in einen Cannabis Social Club

Jetzt hast du schon ungefähr eine Ahnung, was überhaupt ein Social Club ist, nämlich ein deutscher Sportverein nur in spanisch und mit Weed im Fokus.

Auf gut Glück nach Barcelona fliegen und einfach einen Social Club besuchen und Mitglied werden funktioniert nämlich nur extrem selten. Denn man braucht einen Bürgen, jemand der einen als neues Mitglied empfiehlt. So ähnlich wie bei den Freimaurern und Illuminaten. Oftmals reicht aber eine ganz simple E-Mail im Vorfeld der Reise, um anzufragen, ob man Mitglied werden kann. Ein hoch auf Social Media: DENN! Die meisten Social Clubs sind auch auf Instagram aktiv und dort kann man den Club direkt anschreiben.

Das schöne daran ist, dass man das 420 Etablissement im Vorfeld schon bei IG abchecken kann. So weiß man, wie es im Inneren aussieht und welche Cannabissorten im Angebot sind. Social Clubs dürfen „eigentlich“ kein Marketing machen und aktiv nach neuen Mitgliedern werben. Doch das sehen die meisten nicht so eng.

Dieser Social Club ist sogar in deutscher Hand.

Ansonsten kann ich die App Weedmaps empfehlen, mit der man Social Clubs in ganz Spanien findet. Aber auch Coffeeshops in Amsterdam oder Dispensaries in Los Angeles. Doch Weedmaps hat nicht alle Social Clubs in Spanien gelistet. So wie den Social Club, den ich auf Mallorca gefunden habe.

Ich habe es auch mal versucht einfach so, ohne Voranmeldung in einem Social Club Mitglied zu werden… Doch ich wurde an der Rezeption direkt wieder rausgeschickt. Also nimm im Vorfeld Kontakt mit einem Social Club auf. Am besten Google befragen, Instagram abchecken, oder regelmäßig meinen Blog lesen, da kommen immer die besten Empfehlungen. #beste

Was kann man von einem Social Club in Barcelona erwarten?

EINIGES! Ich habe jetzt alle legalen Cannabismodelle ausprobiert. Doch das spanische Social Club Modell ist bei weitem das BESTE! Ich habe bisher zwar nur 5 Social Clubs in Barcelona besucht, doch alle haben mich überzeugt. Die Konzepte sind sehr unterschiedlich. Vom Klischeekiffer Social Club von Bulldog bis zum noblen Club namens NPK. Doch eines haben alle gemeinsam, man fühlt sich willkommen und entspannt.

Munchies: Das Essen und Trinken ist in den Social Clubs sehr sozial geregelt. Für 1€ Kaffee, für 6€ eine riesen Pizza, Wasser gratis, Kuchen und weitere Munchies für unter 2€, wenn nicht sogar gratis. In Amsterdam sind solche Preise undenkbar, gerade wenn man sich die Graspreise anguckt.

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Kapitel 14: Bulldog BCN. Der Bulldog Social Club in Barcelona ist so ein Kapitel für sich. Gegen alles, wo Bulldog draufsteht, habe ich normalerweise gewisse Vorbehalte. Bulldog ist eine aufs Äußerste ausgeschlachtete Marke bestehend aus einem der ältesten Coffeeshops Amsterdams und einer Reihe Cannabis-freundlicher Hotels weltweit. Überall wo Cannabis in irgendeiner Art hart abgefeiert wird, kann man sicher sein, dass dort auch die eine oder andere Unternehmung mit dem designtechnisch eher in die Jahre gekommenen Bulldoggen-Logo zu finden ist. Sogar auf Cannabis-Messen hat Bulldog stets einen Stand und tauscht dort 2€-Glücksradlose gegen 5-Cent-Plastikgrinder und Longpapes in Bulldog-Färbung. Doch hey, manchmal muss man sich einfach mal seinem Feind stellen, um die eigene Position zu Themen auch mal ändern zu können – oder zu manifestieren. So habe ich mich dazu entschlossen, für 20€ eine Mitgliedschaft im Bulldog BCN Social Club abzuschließen. Die Einrichtung besteht aus Dutzenden sich gleichenden Ledersofas und Bulldog-Relikten. Fotos, Zeitungsartikel, bisschen Kunst. Highlight ist definitiv die Cornflakes-Bar, wo man auch Dab Rigs, süße Tapas und saubere Bongs ausleihen kann. Das Angebot mit der ausleihbaren Dabbing-Rig habe ich auch gern angenommen, um meine übrigen Konzentrate aus dem NPK-Club vor dem Abflug hier aufdampfen zu können. Die Preise im Bulldog sind wie zu erwarten nicht ganz günstig. Hier gibt es zwar feine Sachen aus Kalifornien von Jungle Boys und Co, jedoch kostet das Gramm GRAS hier auch gerne mal so viel wie im NPK ein Gramm KONZENTRAT. Zum Entspannen und Konsumieren ist der Club im Stadtzentrum definitiv zu empfehlen. Man kann dort für einen Euro eine gepflegte Runde Billard mit Joint im Mund spielen. Oder die gut abgestimmten Bässe im Sofa zurückgelehnt auf sich wirken lassen. Oder ein paar Locals kennenlernen und mit ihnen ein paar Joints rauchen. Oder dabbenderweise einen Blog schreiben. Die letzten zwei Stunden in Barcelona habe ich dort mit einem guten Gramm Konzentrat verbracht und ordentlich Wörter zusammenbekommen. Auf dem Rückflug hatte ich dementsprechend im doppelten Sinne einen guten Flug. @lorenzminks

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Der Stoff: Das Angebot an Cannabisprodukten ist ebenfalls ausgezeichnet in Barcelona. Dadurch das die Social Clubs ihr Cannabis selber anbauen dürfen, passiert etwas unglaubliches. Jeder Club hat eigene, ausgezeichnete Cannabissorten. Einige Social Clubs kaufen auch Cannabis von anderen Clubs ein oder importieren aus Cali. Die Kurse sind für „normale“ Strains ebenfalls sozial. Hasch für 6-9€, gutes Dryshift für unter 15€, Jet Fuel oder Ghost Train Haze für 13€. Zkittles für 15€. Super Silver Haze für 9€. Mango Kush für 8€. Auch die Extrakte zum dabben sind sehr erschwinglich und teilweise sogar günstiger als ein Cupgewinner. Die Auswahl an Hasch, Extrakten und Blüten ist hervorragend und wohl die beste Auswahl in ganz Europa. Es wäre die beste Produktauswahl der Welt, wenn es mehr Edibles geben würde. Denn THC-Limo oder THC-Gummibären like in Cali, gibt es dort nicht. Es gibt jedoch hier und da den berühmten Haschkeks, aber sonst ist das Angebot zu Edibles echt mau. Was aber nicht weiter schlimm ist und dem Vibe keinen Abbruch tut.

Selbst Bongs und Dabrigs kann man sich gratis zum Rauchen ausleihen. Man merkt den „Angestellten“ auch an, dass sie dort gerne arbeiten. Kein Wunder, denn jeder Budtender ist „high af“ und genau dieses Flair macht Social Clubs so genial. Es ist ehrlich und real. Hinter den Mauern eines Social Clubs ist die Welt in Ordnung.

Weitere Infos: Es gibt auch einen Mitgliedsbeitrag. Der beträgt in der Regel 20-50€ für ein ganzes Jahr. Einige Clubs lassen den Mitgliedsbeitrag wegfallen, ist mir 3 mal passiert, sehr sweet. Im Gegenzug erhält man eine kleine Karte die einen als Mitglied autorisiert. Auf keinen Fall sollte man vor dem Club rumstehen, oder gar kiffen. Das ist ein absolutes No-Go, da es den Club und euch selbst in Schwierigkeiten bringen kann. In Spanien darf man nämlich NICHT in der Öffentlichkeit buffen. Klingt komisch, ist aber so. Doch ein abendlicher Spliff am Strand ist trotzdem nice, vielleicht auch weil es verboten ist.

Fazit: Cannabis Social Club Barcelona

Wer Cannabis liebt, sollte unbedingt die Kultur der Social Clubs erleben, die es übrigens schon seit den 90er Jahren gibt. Wer es nicht erlebt hat, kann nur noch schwer mitreden, wenn es um europäische Cannabiskultur geht. Das schöne an Barcelona und Spanien allgemein ist, dass man dort wenige Touristen wie unsereins findet. Es ist bei weitem nicht so überrannt und ungemütlich wie Amsterdam im Jahr 2019. Hier spürt man genau, dass man gerade den Peak der perfekten Cannabiskultur hautnah miterleben kann. Wer weiß wie die nächsten Jahre aussehen und ob es den selben Charme von Amsterdam bekommt, nämlich eine absurde „Touristengelddruckmaschine“.

Für mich ist der Social Club das perfekte Modell für eine deutsche Legalisierung. Denn sie wäre fair und authentisch. Somit bleibt alles regional und wird von den Einwohnern selbst reguliert und nicht von Konzernen, so wie es gerade in Deutschland passiert. Ein hoch auf unseren sozialen Staat…

Daniel

In erster Linie bin ich ein Mensch, der das Spiel "Leben" mit voller Punktzahl abschließen möchte. Ich bin eine Mischung aus Hippie und Outlaw. 2017 habe ich Cannabis Rausch gegründet, um aus der Sicht des Cannabiskonsumenten zu berichten. Ich liebe Mode, Autos, Reisen und natürlich meine grüne Göttin. Ich lasse mich vom Leben treiben und schaue was es mir zu bieten hat. PS: Folgt mir bei Instagram. Einfach auf den ICON drücken.

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