Social Club Mallorca: So kauft man Gras auf der Insel

Vor 2 Jahren war ich schon einmal auf Mallorca und war in keinem Social Club, nicht weil ich nicht wollte, sondern ich hatte nur schlicht und einfach keinen gefunden. Wer Google zu „Social Club Mallorca“ befragt, wird keine befriedigende Antwort erhalten. Ich kenne ein paar Deutsche auf Mallorca, die ihr Weed halt selber anbauen oder von Freunden kaufen, die in einem Social Club Mitglied sind. Wer auf Mallorca wohnt, hat meistens 1-4 Cannabispflanzen in seinem Garten und deckt somit sein Eigenbedarf, das ist nämlich in Spanien erlaubt, was in den eigenen 4 Wänden abgeht, geht niemanden etwas an. Eigenanbau ist eine feine Sache. In Deutschland natürlich undenkbar das jemand ECHTE Cannabispflanzen anbaut. Auf Mallocra an Weed zu kommen ist nicht sonderlich schwer, gerade in den Touri Hotspots sammeln sich viele „Dealer“, wo man sein Weed kaufen kann. Für mich als Weedblogger ist die Straßenversion nicht denkbar, also nicht mehr, ich will in einen guten Club.

Schon vor der Abreise nach Mallorca fragte ich ein paar Freunde die erstklassige Kontakte zu Social Club Betreibern haben.

Eine Freundin von mir namens Karolina konnte mich mit ihrem ehemaligen Studienfreund verbinden, der seit 2017 einen Social Club auf Mallorca betreibt. Die anderen Vorschläge meiner Kontakte erschienen mir nicht sehr zielführend, da niemand einen direkten Kontakt zum Social Club Betreiber geben konnte. Das gute an Karolinas Kontakt war, das der gute Mann aus Hamburg kam und daher fließend Deutsch sprach. Es wäre nicht denkbar auf Mallorca ernsthaft spanisch reden zu müssen.

Unsere kleine Finca auf Mallorca. Kostenpunkt 40€ pro Person und Nacht

Ich hatte eine traumhafte Finca im östlichen Teil der Insel gemietet. Wenn man so eine schöne Finca hat, sollte man die Tage mit ausreichend Weed verbringen. Wir waren insgesamt zu dritt. Sven, Lorenz und meine Wenigkeit. Wir kamen alle am Montag an und beschlossen am Abend gleich den Social Club zu besuchen. Ich hatte mit dem Betreiber „Nacho“ via Whatsapp Kontakt, er schickte mir schon im Vorfeld einen Mitgliedsvertrag für den Social Club, den ich aber ganz im Kifferstyle in Deutschland vergessen hatte. Um Mitglied in einem spanischen Social Club zu werden, muss man seine persönlichen Daten inkl. Passnummer und Konsumbedarf offen legen.

Wir treffen auf Nacho

Ich rief Nacho gegen 18 Uhr an und kurz darauf schickte er mir die Adresse des Social Clubs, denn ich wusste bis dato nicht wo dieser Social Club sein sollte. Alles sehr geheimnisvoll. Von unserer Finca brauchten wir gute 20 Minuten bis wir dort waren. Es war ein Vorort von einer kleinen Stadt, der Weg zum Social Club war nicht geteert und nur mit Schlaglöchern versehen. Wir steuerten auf eine ziemlich fette Villa zu. Ich fragte mich ob wir hier überhaupt richtig sind, denn in meinen Gedanken sollte ein Social Club keine Villa sein, oder doch? Vor der Einfahrt stand Nacho, ein Tier von einem Menschen, 140 kg auf guten 190 cm Körpergröße.

Nacho empfing uns mit einem breiten Lächeln und viel guter Laune. Er begrüßte uns kurz, um uns eine schnelle Sicherheitseinweisung zu geben. Guckt dem Pitbull nicht in die Augen, keine Fotos und beim besten Willen niemals den Pitbull anfassen. Und was soll ich sagen… Der Pitbull war wohl auf einer Anabolika Kur, den hätte ich beim besten Willen nicht gestreichelt, obwohl sein Fell sehr weich aussah. Nacho erzählte uns das er seinen Pitbull als Schutz benötigt, denn auf der Insel wird viel ausgeraubt. Wir traten in seine Villa ein. Meine Fresse, die Bude war echt wunderschön und pompös, so kannte ich Mallorca noch gar nicht. Es war der Social Club und sein Familienhaus, wo seine Frau mit Kind wohnen. Er erzählte uns das es extrem schwer ist auf Mallorca Räume für einen Social Club zu mieten, Ende des Jahres hat er die Chance endlich seine privaten Wohnräume von dem Social Club zu trennen.

Normalerweise wären wir als Touristen niemals in diesen Social Club gekommen, da niemand aus dem Social Club Mallorca Kosmos auf Touris Lust hat.

Das liegt zum einen an den Behörden, die die Social Clubs überwachen und zum anderen zum Eigenschutz. Social Clubs sind eigentlich NUR für die Einwohner der jeweiligen Region, deswegen war bisher auch kaum ein Deutscher in einem Social Club auf Mallorca. Das Social Club Modell lässt sich ziemlich simpel erklären: Man möchte selber zu Hause kein Cannabis anbauen, sondern möchte sich lieber einer Gemeinschaft anschließen, einen Social Club. Man geht dann zu dem Social Club und bittet den Betreiber 4 Cannabispflanzen in dem Club anzubauen. Also wenn der Social Club 1000 Mitglieder hat, kann der Social Club 4000 Pflanzen für seine Mitglieder anbauen pro Quartal. 1,2 KG darf der Social Club im Jahr an das Mitglied ausgeben… Wer ein leicht unternehmerisches Denken hat, dem sollte klar werden das Social Clubs sehr interessant sind für Unternehmer mit sozialem Hang.

Wir saßen nun in seinem Wohnzimmer und verstanden uns auch vollkommen ohne Weed sehr gut. Man muss sich nüchtern gut verstehen um dann high wirklich deep in den Gesprächen zu gehen. Wir tauschten uns aus, öffneten unsere Herzen um so zu dem Hauptpunkt zu gelangen. Cannabis! Nacho nahm uns an die Hand und ging mit uns in das erste Obergeschoss, wo ein Teil seines Warenlagers war. Dort lagerten ein paar Kilos und knapp 13 Sorten. Von Amnesia, UK Cheese, Super Lemon Haze, Mamba Negra und, und, und. Alles Outdoor und organisch angebaut. Er präsentierte uns jede einzelne Sorte und erzählte über die Wirkung, den Anbau, Geruch und natürlich den Kurs. Es waren fast ausschließlich sogenannte „Autoflowering“ Genetiken, da diese perfekt auf der Insel funktionieren. Das Weed war jetzt kein nach Benzin riechender L.A. overhyped Strain, was auch nicht sein muss. Lest doch mal in den Artikel von Lorenz rein, wo er über das beste Gras aus Los Angeles geschrieben hat.

Wir wählten einige Sorten aus, die wir kaufen wollten. Keine Ahnung wie viel Gramm wir insgesamt gekauft haben. Wir verließen wieder den hübschen Lagerraum und befanden uns wieder am Wohnzimmertisch. Nun musste ich den Antrag ausfüllen um Mitglied im Social Club Mallorca zu werden. Nun kann ich ein Jahr lang dort Cannabis kaufen, maximal „nur“ 1,2 kg und das ganz LEGAL. Die Mitgliedschaft hat mich 50€ Grundgebühr gekostet und meine Begleiter mussten keine Gebühr entrichten, wie bei vielen Social Clubs in Spanien.

Dies war leider das einzige Bild was ich im Social Club gemacht habe. Dies durfte ich aber auch nur machen, da mein Handy keine Metadaten aufnimmt. Der Nacho hat extrem viel Wert auf seine Sicherheit gelegt. Verständlich, denn niemand will Ärger bekommen wegen einem Bild. Auf dem Bild seht ihr UK Cheese Blüten von einer Autoflowering Genetik.

Als wir dann Mitglieder waren und Weed gekauft haben, fingen wir auch endlich an zu kiffen. Nacho erzählte uns von seinen Ideen für die Welt und seiner Liebe für Cannabis. Er teilte uns mit, das er Deutschland nur verlassen habe, da man dort seine große Liebe Cannabis so sehr verfolgt. Ein Leben im Exil. Er sieht in dieser Pflanze ein großen Teil der „Rettung“ dieser Welt. Nacho will Mallorca zum Cannabis Mekka für Touristen machen, ihnen Cannabis näher bringen und selbst „Drehkurse“ anbieten. Mallorca soll aus seinem Blickwinkel die Insel für Cannabis Connaiseure werden, der Plan könnte klappen, falls nicht der Klimawandel die Insel verschluckt. Nacho ist ein wahrer Herzensmensch geworden und wir sind immer noch in Kontakt. Noch muss er allerdings seine Füsse still halten und die Basis auf Mallorca weiter ausbauen, dass heißt auch Lobbyarbeit mit Einheimischen und Behörden. Er verriet uns sogar eines der größten Growgeheimnisse der Welt, wann man Cannabis anpflanzen muss. Ich kann nur so viel verraten, es hat etwas mit dem Mond zu tun. Wir unterhielten uns hauptsächlich über den Cannabisanbau. Letztes Jahr hatte eine Raupe 70% seiner Pflanzen gekillt, ein herber Verlust. Dies sind halt die praktischen Nachteile wenn man organisches Weed anbaut und auf Insektenschutzmittel verzichten möchte. Nach unzähligen Joints, ob pur oder mit Tabak ging es wieder raus und wir verließen Nachos riesen Anwesen.

Fazit: Social Club Mallorca

Die Kurse waren nicht wirklich günstig und das hat wenig mit „social“ zu tun. Die Preise lagen bei 10-13 € pro Gramm, was OK ist, aber auch nicht zum jubeln. Seine Produktionskosten sollten weit unter 2 € das Gramm liegen und Steuern muss er nur 5% bezahlen. Wer einen Social Club in Spanien betreibt, kann ziemlich viel legales Geld verdienen. In Barcelona habe ich super Weed für einen 6er Kurs bekommen. Dafür muss man dem Nacho aber zu gute halten, dass sein Cannabis 100% bio ist und sich butterweich rauchen lässt. Ich hatte mir ein paar Gramm der Amnesia und UK Cheese gegönnt und diese noch abends auf der Finca geraucht. Ein mega High und man merkt einfach das gutes Outdoor Weed um Welten besser in der Wirkung ist, als Indoor angebautes. Die Terpenenprofile waren sehr viel ausgeglichener, was mich auch dazu bewogen hatte das gekaufte Weed aus Mallorca nach Barcelona zu schmuggeln, diese Story wird auch noch veröffentlicht. Im allgemeinen lässt sich sagen, das es für den normalen Mallorca Besucher fast unmöglich ist Mitglied in einem Social Club zu werden. Wer nicht in der Cannabiswelt connected ist, hat es einfach schwer. Dies liegt einfach daran, das die Betreiber nicht jeden in ihren Clubs haben wollen und daher sehr stark selektieren. Da bin ich in meiner Weedblogger Position schon sehr privilegiert. Wer unbedingt den Kontakt zu Nacho haben möchte, oder zu anderen Social Clubs auf Mallorca kann mir eine E-Mail schreiben und vielleicht kann ich den Kontakt vermitteln.

PS: Ein wichtiger Tipp noch an die Hand. Raucht das Weed bitte immer nur in privaten Räumen oder im Social Club selbst. Denn wenn die spanische Polizei euch mit Cannabis auf der offenen Straße antrifft gibt es Probleme, denn man darf kein Cannabis bei sich führen, dafür wurden ja die Social Clubs erschaffen. Ebenfalls sollte man NIEMALS auf offener Straße buffen, genauso verboten in Spanien.

PPS: Das schicke Titelbild hat Lorenz auf Mallorca geknipst.

Daniel

In erster Linie bin ich ein Mensch, der das Spiel "Leben" mit voller Punktzahl abschließen möchte. Ich bin eine Mischung aus Hippie und Outlaw. 2017 habe ich Cannabis Rausch gegründet, um aus der Sicht des Cannabiskonsumenten zu berichten. Ich liebe Mode, Autos, Reisen und natürlich meine grüne Göttin. Ich lasse mich vom Leben treiben und schaue was es mir zu bieten hat. PS: Folgt mir bei Instagram. Einfach auf den ICON drücken.

4 Gedanken zu „Social Club Mallorca: So kauft man Gras auf der Insel

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