Strainreview: Sour Strawberry Diesel

Letztens war es endlich soweit: Ich hatte das große Privileg, mal wieder sehr feines Gras zu rauchen. Die Sorte: Sour Strawberry Diesel. Geruch und Geschmack traumhaft.

Doch der Reihe nach. Beim Öffnen der heiligen Gabe steigt ein unheimlich fruchtiger Duft direkt in meine Nase. Im Vergleich zu echtem Sour Diesel handelt es sich bei meiner konkreten Kostprobe eher um einen fruchtigen Phänotypen, wobei sich der anfangs nur fruchtige Geschmack spätestens beim Rauchen klarer als Erdbeere zu erkennen gibt. Ungefähr so, wie auch Erdbeerjoghurt schmeckt. Also etwas anders, als man es von echten, frischen Erdbeeren gewohnt ist.

Sour Strawberry Diesel: Geschmackliches Feuerwerk

Der Diesel-Geschmack kommt meiner Einschätzung nach vor allem beim Anschnuppern der Buds zur Geltung, im Joint geraucht wird diese durchaus eigenwillige Duftnote vom Erdbeergeschmack verdrängt. Im Nachgeschmack das Gleiche, auch hier setzt sich bei meinem Phänotyp die Erdbeere gegen den Diesel durch.

Edit: Nach etwas längerer Lagerzeit ist der Diesel-Geschmack deutlich stärker hervorgekommen und die Joints schmecken nun deutlich mehr nach dem charakteristischen Geruch der fantastischen Ostküstengenetik, die viele Diesel-Sorten teilen.

Besonders gefreut hat mich bei diesem Sour Strawberry Diesel, dass mich beim Öffnen der liebevoll gestalteten Metall-Dose abertausende Trichome angeklitzert haben. Insofern ist das Himmelskraut seine 18€/g definitiv wert ;).

Die Buds sehen recht kompakt aus. Also deutlich luftiger als bei einer guten Northern Lights, aber auch etwas gedrungener als pure Sativas. Ein gutes Mittelding, welches eher in Richtung Sativa-Buds tendiert und für entsprechende Umweltbedingten beim Grow spricht. Denn tatsächlich besteht die Sour Strawberry Diesel laut diverser Ausführungen zu 70% aus „Sativa-Genen“. Da habe ich wohl einen sehr treffenden Phänotypen erwischt, denn letzten Endes wachsen Cannabis-Pflanzen mal so, mal so. Warum, könnt ihr gerne in unserem Grundlagenartikel zu Genetik und den wechselnden Phänotypen nachlesen [Klick mich hart].

Wirkung: Gedankenstrudel x Alice Weidel

Den ersten Joint mit dem Sour Strawberry Diesel habe ich mir schön entspannt vorm schlafen gehen gegönnt, etwa 22:30. Mein erster Joint an diesem Tag – und auf Grund des wirklich potenten Grases und der fortgeschrittenen Uhrzeit auch mein letzter. Die Wirkung trat bei mir sehr sanft und schleichend ein. Langsamer als bei anderen Joints, aber deutlich schneller als bei Edibles. Am ehesten zu vergleichen mit der Art des Wirkeintritts nach dem Vaporisieren. Schön leicht, ohne jeden Kick und über eine halbe Stunde aufbauend.

Zu den Umständen: Benutzt wurden die dünnsten Papers auf dem Markt, Aktivkohlefilter und keine Zusätze. Klar, Gras für den 18er Kurs wird pur genossen. Und auch sonst

Ich habe den Joint im sitzen angeraucht und im Bett zu Ende. Beim buffen höre ich wahnsinnig gern die alte Brainfood-Playlist von Spotify, die ich mir zum Glück in Apple Music gesichert habe, bevor Spotify sie kaputtaktualisiert hat. Quasi eine Momentaufnahme dieser Playlist für immer auf mein Telefon gebannt. Meisterwerke wie Self -Love von San Holo oder Lila von Rodriguez Jr. schaffen es immer wieder, mich in andere Sphären zu bannen.

Ich bin leider ein Mensch, dem auch beim buffen immer sehr viele Gedanken durch den Kopf gehen. Warum leider? Ich würde gerne mal einfach nur sein und die tausenden Fragen über das Leben einfach mal bei Seite schieben. Vielleicht sollte ich auch einfach mal ein paar der wirklich guten Meditations-Tipps von Daniel befolgen oder Tai Chi praktizieren.

Gottesanbeterinnen vorm inneren Auge

Das Sour Strawberry Diesel kann mich zwar nicht von meinem Gedankenstrudel befreien, nimmt aber merklichen Einfluss auf diesen. Ich würde wirklich gerne über die Einzelheiten meines Gedankenpalastes an diesem Abend berichten, doch ihr kennt das sicherlich: Ein potenter Jay am späten Abend sorgt nicht unbedingt dafür, dass man am nächsten Morgen noch alle Geistesblitze und wilden Theorien zitieren kann.

Ein Highlight waren ziemlich krasse Optiken. Ich rauche nur Gras und habe mich bis dato von anderen Drogen ferngehalten, weiß also nicht, wie Optiken unter bspw. LSD aussehen. Bei Gras bekomme ich sehr selten Optiken. An diesem Abend war mal wieder selten und ich habe ziemlich kranke Sachen gesehen. Da waren vor allem Drachenähnliche Fratzen, Dämonen oder auch Insekten direkt vor meinem inneren Auge. In etwas wie laubfarbene Gottesanbeterinnen.
Ich hatte die volle Kontrolle über die Optiken und hätte mich jederzeit davon befreien können. Das tat ich auch kurz, weil ich mich anfangs ein wenig gegruselt hatte, entschied mich dann jedoch dafür, mich voll darauf einzulassen. Und siehe da, nach diesem Entschluss, der mich maximal 10 Sekunden Zeit gekostet hat, hatte ich die durchaus gruseligen Fratzen wieder vor Augen. Fand ich ziemlich cool und inspirierend.

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Nachdem der Reiz der Optiken langsam abnahm, entschied ich mich für ein wenig rhetorische Bildung. Meine Wahl fiel auf ein wirklich amüsantes Interview mit Alice Weidel, in dem sie zwanzig Minuten lang auf AfD-interne Brisanzen Stellung nehmen sollte, was ihr sichtlich gegen den Strich ging. Dieses Interview hat mich in dem Moment echt ziemlich hart in seinen Bann gezogen und mich am Ende dessen in einen wohligen Schlaf entlassen. Wer kann schon von sich behaupten, dass er bei Alice-Weidel-Interviews seinen inneren Frieden findet?

Fazit: Sour Strawberry Diesel überzeugt vor allem durch seinen betörenden Duft und Geschmack

Am nächsten Morgen war ich immer noch ziemlich high. Das könnte natürlich zum einen am wirklich potenten Gras gelegen haben, zum anderen aber auch am späten Zeitpunkt des Genusses am Abend. Das plus der Fakt, dass ich zum Joint nichts getrunken hatte, ergibt eben diesen typischen Am-Morgen-noch-Verklatscht-Zustand. Deshalb plädiere ich schon länger zum vorgezogenen Gute-Nacht-Joint, worüber ich mich bereits in diesem Artikel umfangreich ausgelassen habe.

Die restlichen Momente mit dieser überdurchschnittlich aromatischen Sorte waren nicht minder unbefriedigend und haben mich stets high und manchmal hungrig gemacht. Tolle Grasmomente einfach!

 

2 Gedanken zu „Strainreview: Sour Strawberry Diesel

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