THC-Schnaps: So stellt man Cannabis-Vodka her inkl. Wirkungsbericht

THC-Schnaps, THC-Vodka, Hanfschnaps, Cannabiswhiskey, oder, oder, oder. In diesem Artikel geht es darum, wie man die grüne Göttin mit dem bösen Geist aus der Flasche vermischt. Alkohol und Cannabis sind wohl zwei Dualitäten, die man ganz ehrlich gesagt besser nicht mischen sollte. Ein Bier und ein Joint, easy, da passiert nicht viel. Aber 0,7 Liter 40% Vodka gepaart mit 20 Gramm Cannabis? Das ist ein herbes Wässerchen. In diesem Artikel werde ich zum einen beschreiben, wie man einen hochprozentigen THC-Schnaps zum trinken selber zu Hause herstellen kann und zum anderen werde ich die Wirkung niederschreiben.

Zur Geschichte vom THC-Schnaps kann man nicht sonderlich viel sagen, besonders was den reinen Rauschzweck betrifft. THC-Tinkturen sind in Europa Mitte bis Ende des 18.ten Jahrhunderts aufgetaucht. Diese Tinkturen wurden hauptsächlich zur medizinischen Verwendung gebraucht. Auch in deutschen Apotheken gab es bis vor 85 Jahren noch solche Tinkturen käuflich zu erwerben, zum Beispiel zur äußern Anwendung bei Muskelbeschwerden. Wer mehr zu dem Thema Cannabis-Tinkturen erfahren möchte, sollte sich unbedingt DIESEN Artikel von uns durchlesen. Cannabis und Alkohol haben nie wirklich den Durchbruch in der medizinischen Verwendung, oder als Genussmittel geschafft. Was auch gut so ist, denn dies ist wohl die gefährlichste „Mischkonsum“ Form die es so gibt, wenn man NICHT weiß was man tut. Von Schwindel, Übelkeit, Erbrechen, Kreislaufkollaps, Herzrasen, bis zum Tod ist hier alles möglich, wenn ein exzessiven Freizeitkonsum stattfindet. Theoretisch sind diese Nebenwirkungen durch den ALKOHOL möglich, in der Praxis fühlt sich so ein THC-Schnaps einfach nur wie eine Klatsche von einem Wikinger killenden Drachen an. Ein grüner Drache…

So stellt man Cannabis-Vodka her

Schritt 1: 2 Dinge sind essentiell um THC-Schnaps herzustellen. 1. Ein alkoholisches Wässerchen, am liebsten ein Alkohol ohne Eigengeschmack. Sprich, kauf dir einen klaren Vodka um die 40%. In jedem gut sortierten Supermarkt für 10€ zu erstehen. 2. Cannabis, am liebsten ganze Blüten (10-20 Gramm). Bitte nur Cannabis verwenden, dessen Ursprung ihr auch kennt. Am besten ein gutes Bio-Kraut vom Grower des Vertrauens. Die Gefahr bei „Straßenweed“ liegt zum einen bei der Strafverfolgung und zum anderen bei gesundheitsgefährdenen Düngeresten oder auch Streckmitteln, beides sollte niemals über Wochen, Monate oder gar Jahre im THC-Schnaps liegen, damit kann man ernsthaft seine eigene Gesundheit gefährden. Leider kann man Cannabisblüten nicht so einfach wie Alkohol kaufen. THC-Schnaps wird BITTE nur mit unbedenklichen Cannabis hergestellt.

Schritt 2: Nachdem der Vodka im Supermarkt und das Cannabis beim fachkundigen Verkäufer erstanden wurde, geht es ab in die Küche. Folgende Dinge brauchst du in der Küche: Backofen, Stoppuhr/Timer, Nylonstrümpfe/Feinmaschiges Tuch/robuster Teefilter, Grinder, und 30 Minuten Zeit. Als erstes wird das Cannabis zermahlen, richtig schön fein, im Prinzip so wie beim Joint bauen. Nachdem das Cannabis zerkleinert wurde, wird nun der Ofen auf 130 Grad vorgeheizt. Als nächstes wird die Stoppuhr/Timer auf 25 Minuten gestellt. Cannabis in den Ofen und 25 Minuten abwarten. Dieser Ofen Schritt ist notwendig, um das THC zu „aktivieren“, denn erst ab einer bestimmten Temperatur wird das Cannabis „scharf“, sprich nur so wird man high davon. Diesen Vorgang nennt man „Decarboxilieren„. Ohne diesen Schritt würde der Cannabis-Vodka nicht in Gänze wirken, es wäre nur ein schnöder Alk-Rausch.

Schritt 3: Nun hat die Stoppuhr gebimmelt und es ist Zeit das aktivierte Cannabis aus dem Ofen zu holen. Jetzt brauchen wir den Nylonstrumpf, oder ein ebenbürtiges Stöffchen, in dem man das Cannabis einfüllen kann. Eines vorweg, es geht auch ohne Stoff oder Nylonstrumpf, nur schwimmt dann das Cannabis frei im Vodka rum, was kein schöner Trinkgenuss ist. Ich habe es wie folgt gemacht. Ich habe mir eine Flasche mit einem weiten Flaschenhals besorgt (gibt es bei Amazon, aber ein Marmeladenglas tut es auch), damit ich das vollgestopfte 18 Gramm Nylonpäckchen geschmeidig in die Flasche schieben konnte. Nun war das aktivierte Cannabis in der neugekauften, leeren Flasche. Dann noch schnell den Vodka aufgeschraubt und in die neue Flasche mit Cannabis Inhalt gefüllt. Das Ganze verschließen, dann kräftig schütteln und ab in den Gefrierschrank.

 Schritt 4: Jetzt heißt es abwarten und schütteln. Mindestens 3 Tage muss man warten, aber um alle grünen Wirkstoffe im Vodka zu haben, sollte man 10 Tage oder am liebsten 20 abwarten. Durch das Schütteln vermischen sich die ganzen feinen Inhaltsstoffe mit dem Vodka. Sollte man dies nicht tun, bleiben die Trichome (Harzdrüsen) auf dem Flaschenboden kleben. Doch dort unten bringen einem die Trichome gar nichts. Auch vor dem Gebrauch sollte der Vodka immer wieder gut geschüttelt werden. Deswegen sollte man auch keine Kaffeefilter oder Teefilter als Cannabisbehältnis nutzen, da diese beim Schütteln schnell reißen können, daher echte Baumwolle oder den Nylonstrumpf. Mehr gibt es nicht zu tun. Fertig.

THC-Schnaps Wirkung

Meinen ersten THC-Schnaps hatte ich bei unserer Autorin Alice am Nachmittag getrunken. Es war zwar nur ein „Kurzer“, aber das Zeug hat mich echt umgeworfen. Diese kurzweilige Erfahrung ist mir so nachhaltig im Gedächtnis geblieben, dass ich mir nur über 18 Monate später selbst den THC-Vodka herstellen wollte. Nachdem ich das edle Gebräu selber nach nur 3 Tagen probieren musste, war ich echt überrascht. Zum einen hatte ich „nur“ Cannabisblüten mit ca. 12-14 % THC als Ausgangsmaterial, aber Holla die Waldfee, das Wässerchen hat mich ziemlich weggebumst, 2 x 2 Finger hohe Kurze. Die Wirkung vom Alkohol flutet sehr schnell an, ebenso schnell kam auch schon die THC Wirkung. (Ich trinke sonst keinen Alkohol.) Aber so richtig merkte ich zuerst nur den Vodka. Ich war etwas enttäuscht, dass das Cannabis nicht so richtig wirkte, kurz bevor ich noch einen Kurzen kippen wollte, knallte das Zeug. Boom! Patsch! Zing! Pow! Obwohl mein THC-Schnaps noch viel länger hätte ziehen sollen, wirkte er tierisch. Der Rausch hat meine Denkleistung und meine motorischen Fähigkeiten ziemlich nach unten befördert. Kein sonderlich guter Rausch, den meisten THC-Liebhabern wird dieser doch sehr einfache und schwere Rausch eventuell nicht gut gefallen. Nach guten 80 Minuten war dank meiner Toleranz alles wieder beim Alten. Ich beschloss den THC-Schnaps wieder ins kalte, dunkle Gefrierfach zu schieben, nun warte ich auf Besuch, denn das Zeug muss weg und ich will es nicht mehr trinken. Aber wegschütten ist halt auch Mist, das hat alles viel Mühe und Geld gekostet, plus einen ganzen Artikel. THC-Schnaps ist für mich das überflüssigste Rauschprodukt, was ich bisher erleben durfte, aber nur wer Erfahrungen sammelt, kann seine Mitmenschen warnen. In diesem Sinne, lasst die Finger von solchen Mischungen.

Daniel

In erster Linie bin ich ein Mensch, der das Spiel "Leben" mit voller Punktzahl abschließen möchte. Ich bin eine Mischung aus Hippie und Outlaw. 2017 habe ich Cannabis Rausch gegründet, um aus der Sicht des Cannabiskonsumenten zu berichten. Ich liebe Mode, Autos, Reisen und natürlich meine grüne Göttin. Ich lasse mich vom Leben treiben und schaue was es mir zu bieten hat. PS: Folgt mir bei Instagram. Einfach auf den ICON drücken.

2 Gedanken zu „THC-Schnaps: So stellt man Cannabis-Vodka her inkl. Wirkungsbericht

  • Februar 5, 2019 um 6:53 pm
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    … Fasse Dich kurz

    Es ist zwar schon viele Jahre her; aber die Kombination aus Alkohol+Can hat mir bei drei oder vier Gelegenheiten den Stecker gezogen … kurze Onmacht. Can nach Alkoholgenuss (1/2 Bier oder mehr) kommt ganz schlecht.
    (Wenn es denn Alkohol sein muss, sehr dosiert trinken, denn er schiebt sehr lange nach im Vergleich zu Can!)

    Ganz allgemein:

    Immer ausreichend schlafen. Zu wenig Schlaf ist Gift für Körper und Seele.
    Travel in Style …

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  • April 20, 2019 um 7:55 pm
    Permalink

    Also, ich mache mir pro Jahr ein Vodka mit selbstangebautem med. Cannabis, nur 7% THC aber jede Menge CBD. Als Rheumatiker beste Blutwerte mit fast normal niedrigem CRP – Wert und…. DURCHschlafen!!! Und klar, max. einen Esslöffel, je nachdem wie die Mischung gelungen ist. Kein Teufelzeug, sondern für mich echte Medizin. Die Wirkung setzt erst lange nach dem ‚Schlafengehen‘ ein, und ein Vodka hält bei 2 Löffel / Woche fast ein Jahr. Bei der Einnahme direkt vor dem späten Schlafen wirkt das ganze leider in den nächsten Tag rein, um man ist Vormittags etwas trandösig und die körperliche Leistungsfähigkeit lässt zu wünschen übrig. Auto – oder gar Mopedfahren ist dann nicht empfehlenswert. Deshalb nur am WE. Als Nichtraucher ist dies eine ideale Lösung. Zudem – man schläft auch bei sehr hohem Stress mit nächtlichen Panikattacken einfach durch, ohne die Nebenwirkungen von Schlaftabletten – und sowieso seither ohne die miesen Anti-rheumatika ( NSAR) mit ihren Nebenwirkungen. Wie es oben steht, man muss wissen was man tut, und die Flasche sollte weg von den anderen Spirituosen des Haushaltes gelagert werden….

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