Vom Gras Genuss zum wetteifern um Krankheiten

Aus mal wieder (eigentlich dauerhaft) aktuellem Anlass:

Eine kleine Liste von Begriffen die gerne durcheinander gebracht werden:

„Geiles Gras“ und „Medizin“… Für mich irgendwie ein fetter Unterschied! Für manche aber ganz und gar nicht! Fuckt ab und ist unseriös! Das Stichwort „Medikamentenmissbrauch“ hört man übrigens in Zusammenhang mit Cannabis viel zu selten.

„Kiffer“ wird irgendwie sehr oft mit „Patient“ gleichgesetzt. Es nervt langsam. Wir sind nicht alle krank! Wir wollen chillen, ein bisschen abschalten und dabei einfach nicht verfolgt werden! Und an die ganzen lieben „Szenekiffer“: Ruht euch doch nicht auf eurem verschissenen „Patientenstatus“ aus! Wenn ihr euch so krank fühlt, dass ihr kein Video, oder eine Stunde auf einer Messe mal OHNE Joint/Bong/Vaporizer aushaltet, dann geht in Rente (Achtung, überspitzte Formulierungen). Hunderte Journalisten nehmen regelmäßig Medikamente. Und NUR die verdammten Weed-Journalisten, müssen sich dabei vor der Kamera zeigen und eine riesen Sache aus dem Thema machen!

 

Sollen wir euch jetzt um eure miesen Krankheiten beneiden?!

„Oh, ich würde auch gerne im Rollstuhl sitzen, um endlich legal kiffen zu dürfen“ oder „ooooh, hätte ich doch auch nur so starke Migräne, dann dürfte ich endlich kiffen“ oder was soll das bezwecken?! Früher war das wenigstens noch lustig mit „Ja, wir sind natürlich in Holland!“ und Crushed-Ice von der deutschen Tanke auf dem Tisch. Aber die Zeiten der realen und lustigen Inhalte, sind wohl vorbei. Jetzt dürfen wir nur noch zusehen, wie kranke Personen ihre Medizin und somit die Produkte der Pharmakonzerne promoten. Spannende Sendung! Nehmt doch noch Aspirin ins Programm, da wäre wenigstens die Zielgruppe größer!

„Grower“ sind in letzter Zeit irgendwie auch nur „Patienten“, die ihren Eigenbedarf an „Medizin“ decken. Egal wie viel „Medizin“ sie haben, selbst bei größeren Kilomengen, ist die Anteilnahme von wildfremden Menschen plötzlich riesig! Man muss nur irgendwas von „Medizin“ in die Kamera schwatzen und finito! „Kann das ihr Hausarzt bestätigen?“
„Na ja…“ (Symbolischer Dialog)

Keiner dieser Patienten testet die Blüten jemals im Labor, die Inhaltsstoffe variieren von Pflanze zu Pflanze und die generelle Qualität von illegal (und oft von absoluten Laien!) angebautem Cannabis, lässt doch sehr häufig zu wünschen übrig und kann bestimmt nicht mit den garantierten „20% THC“ oder mehr aus der Apotheke mithalten.
Medizin am Arsch, das taugt vielleicht als Ausrede vorm Richter, jeder Grower mit einem Funken Anstand, grinst bei so Aussagen doch nur noch schief. Vor allem gibt es mehr als genug Beispiele, wie einfach es ist ein Rezept zu bekommen. Ich erinnere nur an den wunderbaren Artikel von cannabis-rausch.de mit der Cannabis-Ärzteliste, die dann auf drängen der „Pharmalobby“ wieder entfernt werden musste. Zu einfach soll es ja auch nicht wirken!

Aber wenn ich es mir so richtig überlege… Klar, Patienten sind wir alle. Wo muss ich Unterschreiben und wann kriege ich endlich mein Gras? Und dann scheiss auf euch, wer nicht krank genug ist, hat Pech gehabt.

„Und eine Legalisierung für alle?“ – Puh, da können wir nach dem nächsten Joint ja mal drüber nachdenken… Ich bin ja erst mal bedient.

Ich hoffe ihr könnt dem Artikel folgen und versteht ein bisschen die „Message“, ich bin auch schon etwas zumediziniert mit Baldrianblüten.

 

Ein Gastbeitrag von Meister Bob, dem Chefredakteur von Cannabis Tipps&Tricks.

Gastautor

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