Vom Rentnerparadies zur Cannabis Oase? Desert Hot Springs

Vom Rentnerparadies zur Cannabis Oase?

Eine kleine Stadt im Riverside County im US-Bundesstaat Kalifornien, macht nicht nur durch seine Gewässer auf sich aufmerksam. Desert Hot Springs, auch kurz DHS genannt oder etwas beeindruckender „Desert Empire“.

Die kleine Stadt hat schon etliche Preise gewonnen für den besonderen Geschmack seines Trinkwassers und ist bereits in den 50er Jahren für seine heißen Thermalquellen und Spas zu einem beliebten Reiseziel geworden. Aber, es gibt hier noch etwas viel besseres als heißes und kaltes Wasser.

Desert Hot Springs hat nach der Finanzkrise, zwischen 2012 und 2013, kurz vor dem Bankrott etwas Unglaubliches geschaffen. Es war keine ein-Mann Entscheidung, sondern wurde von den Bewohnern der Stadt getroffen und das mit 73%iger Zustimmung.

Was ist passiert und wie haben die Bewohner ihre Stadt gerettet?

Ganz einfach, man baut Marihuana im großen Stil an. In den darauf folgenden Jahren, wurden knapp 93.000 Quadratmeter Land zur Kultivierung von Marihuana verkauft und mehr als 93.000 Quadratmeter sind noch zu haben. Nur nicht mehr so billig. Die Preise haben sich verfünffacht und die ganze Stadt profitiert davon.

Es wurden im letzten Jahr alleine durch den Marihuana Anbau 400.000 Dollar an zusätzlichen Steuern eingenommen, mehr als im Vorjahr und man geht davon aus, dass es sich von Jahr zu Jahr weiter deutlich erhöhen wird. Oft wird Marihuana in legalen Grauzonen angebaut. Nicht jedoch in Desert Hot Springs. Es ist zu 100% legal, auch wenn bis jetzt nur zum medizinischen Gebrauch. Ein baldiger Volksentscheid soll bestimmen, ob Cannabis für jedermann legal sein darf.

Kalifornien ist der größte Absatzmarkt für Cannabis in Amerika.

Die Marktforschungsfirma Arcview schätzt, dass wenn die komplette Legalisierung in Kalifornien durchkommt im Jahr 2020 bereits Marihuana im Wert von 6 Milliarden Dollar verkauft werden könnte.

Das ist bei weitem mehr als die bundesweiten Einnahmen durch den legalen Verkauf. Kalifornien ist der größte und wichtigste Markt für Marihuana, obwohl in vier anderen Bundestaaten die “Droge” legal ist, wie Alaska, Oregon, Washington und Colorado.

Stellt euch vor, wie es wäre in Deutschland solche netten, kleinen Orte zu haben, wo Cannabis angebaut wird. Wie sehr würde es  die wirtschaftliche Lage zum positiven verändern? In Amerika funktioniert so etwas. Wohingegen in Deutschland, trotz positiver Beispiele aus anderen Ländern bei dem Thema noch zurückschrecken. Was haltet ihr von der ganzen Sache?

Links zur Stadt Desert Hot Springs: http://www.cityofdhs.org/ http://www.cityofdhs.org/Medical_Marijuana_Cultivation_Facilities

Daniel

In erster Linie bin ich ein Mensch, der das Spiel "Leben" mit voller Punktzahl abschließen möchte. Ich bin eine Mischung aus Hippie und Outlaw. 2017 habe ich Cannabis Rausch gegründet, um aus der Sicht des Cannabiskonsumenten zu berichten. Ich liebe Mode, Autos, Reisen und natürlich meine grüne Göttin. Ich lasse mich vom Leben treiben und schaue was es mir zu bieten hat. PS: Folgt mir bei Instagram. Einfach auf den ICON drücken.

Ein Gedanke zu „Vom Rentnerparadies zur Cannabis Oase? Desert Hot Springs

  • August 20, 2017 um 2:00 pm
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    Eure Artikel gefallen gut recherchiert und toller Stil beim verfassen großes Lob an die Autorin

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