Zig tausende auf der Hanfparade 2017. So war es wirklich!

Zig tausende auf der Hanfparade 2017. So war es wirklich!

Es regnet, eigentlich sollte doch die Sonne scheinen, tut sie aber nicht. Und ich gehe am Samstag früh zur Hanfparade. Es ist ein Samstag, an dem man sich denkt: Diggi, bleib zu Hause und gönn´ dir Netflix, immerhin müssen noch ein paar Serien geschaut werden….

Aber nicht mit mir, zumindest heute nicht. Heute ist der Tag, wo man gegen die Verfolgung und Kriminalisierung von Cannabis auf die Straße gehen muss. Ich bin kein Fan der Hanfparade, wirklich nicht, aber wenn es um die Legalisierung geht bin ich da. Wobei volksnahe Aktivitäten nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigungen gehören.

Um halb 10 im Regen, ging es dann schnell mit der BVG zum Hauptbahnhof, wo die Demo startete. Als ich ankam, waren außer mir noch knapp 150 andere Menschen im Regen auf dem Platz vor der Bühne. Zum Glück blieb der Regen nicht lange, nur die Wolken blieben bis kurz vor Schluss. Aber naja, besser trocken ans Ziel, als mit nass quietschenden Schuhen.

Es folgten bis zum Start des Umzuges zum Alexanderplatz, einige Redner und Musik Acts.

Es waren interessante Redner dabei. Der Richter Müller blieb mir durch seine Rhetorik noch gut im Kopf.

So langsam füllte sich der Platz und es kamen schließlich tausende Menschen zum Start der Hanfparade. Den schönsten Truck hatte Weedmaps. Die haben echt den geilsten Truck hingezaubert. Eigentlich wollte ich bei dem Wagen bleiben und dort mitlaufen, aber die Musik war leider nicht so mein Ding.

Die anderen Wagen, Trucks, Autos und so weiter, waren auch ganz nett. Aber nicht mit denen von Weedmaps, oder Sens Media zu vergleichen. Die haben sich echt viel Mühe gegeben, was sicher auch nicht ganz so billig war.

Ich reihte mich dann im vorderen Drittel ein.

War ganz nett, aber ich fand es seltsam, wie die Leute am Straßenrand uns angesehen (und dabei gefilmt)haben, wie wir „demonstrierten“ und auf unsere Sache aufmerksam machten. Die Stimmung war super entspannt und friedlich. Leider etwas zu friedlich, zumindest bei uns da ganz vorne. Der gute Mann, der vorne die Parolen Ansagen wollte, hat sich zwar Mühe gegeben, aber so richtig viele wollten nicht mitmachen. Aber naja, das passiert den Besten.

Was ich etwas schade fand war, das hat die coolsten Wagen ganz hinten fuhren, Weedsmaps zum Beispiel. Irgendwie sahen wir wohl doch sehr komisch aus. Mit unseren Klischee Demo-Schildern, die zum Anfang der Parade verteilt worden waren.

Da wären wir auch schon beim Punkt. Das was die Hanfparade braucht, ist der Mainstream. Ja, Cannabis muss in den Mainstream rücken, dort wo man uns sieht und wahrnimmt und dann bitte auch hübsch verpackt. Auch wenn es Unternehmen sind, die uns mit ihren, ja auch vollen Geldbeuteln, Cannabis in den Vordergrund rücken. Wenn es professionell organisiert wird und so auch den Mainstream anspricht, wird die Bewegung einfach viel größer. Dann kommen auch die Kiffer vorbei, die heute zuhause geblieben sind. Die die sagen: „Ja bitte, gebt uns die Legalisierung, aber bitte doch nicht mit dem Aussehen der Hanfparade.“

Wir waren noch viel zu wenige auf der Straße und das nervt mich ein wenig.

Egal, wie man die Hanfparade findet, es ist unsere scheiss-verfickte Pflicht auf die Straße zu gehen und gegen die Verfolgung und für die Entkriminalisierung zu demonstrieren! Wir müssen zeigen, dass man uns nicht einfach so verurteilen kann, für etwas das zum Recht jedes einzelnen gehört! Für diese Menschenrechte müssen wir alle demonstrieren, ob Kiffer oder nicht! Es geht uns alle etwas an! Und ich habe heute auch eine Menge Leute gesehen, die nicht gekifft haben, weil sie es einfach nicht mögen oder können. Und das ist doch geil! Das wir schon Menschen erreichen, die für uns einstehen, da es um ein Menschenrecht geht!

Daher, gilt mein Respekt solchen Unternehmen wie Weedmaps, oder Sens Media, die das Thema so viel mehr in den Mainstream rücken. Dadurch wird die Legalisierung sehr viel schneller kommen, als so mancher denkt. Dann wenn der Punkt gekommen ist, wo die Menschen, die noch gegen Cannabis sind endlich verstehen, dass wir, die sich für die Legalisierung von Cannabis einsetzen, sehr viel mehr erreichen können, als man es von den Klischees her denkt.

Hoffentlich feiern wir schon in den nächsten Jahren die Legalisierung!

Wir leben hier in Deutschland wie die Hinterwäldler. Überall auf der Welt wird Cannabis legalisiert siehe USA, Spanien, Uruguay, die USA und so weiter. Es ploppen überall, besonders in den USA Multimillionäre auf. Überall verdienen die Leute gutes Geld und Staaten zahlen den Bürgern Steuern zurück. Leute, Cannabis wird hier in Deutschland noch ein richtig großer Jobmotor. Cannabis ist die Zukunft! Und es bringt keine Menschen um! Wir könnten endlich den Schwarzmarkt in den Griff bekommen, der uns momentan noch beherrscht, wodurch so viele Menschen leiden müssen. Wir Deutschen müssen endlich mal zeigen, das wir keine Hinterwäldler sind!

PS: Das Titelbild ist von Cannabis-Rausch.de.

Daniel

In erster Linie bin ich ein Mensch, der das Spiel "Leben" mit voller Punktzahl abschließen möchte. Ich bin eine Mischung aus Hippie und Outlaw. 2017 habe ich Cannabis Rausch gegründet, um aus der Sicht des Cannabiskonsumenten zu berichten. Ich liebe Mode, Autos, Reisen und natürlich meine grüne Göttin. Ich lasse mich vom Leben treiben und schaue was es mir zu bieten hat. PS: Folgt mir bei Instagram. Einfach auf den ICON drücken.

2 Gedanken zu „Zig tausende auf der Hanfparade 2017. So war es wirklich!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.