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Kolumne

Leben im High. Reloaded.

Leben im High. Reloaded.

Es ist 6 Uhr morgens, ich kiffe nun schon seit gefühlten 6 Wochen nicht mehr. Ich bin wach und voller Energie. Furchtbar, ich geh allen Menschen auf den Sack. In den letzten 1 ½ Jahren hab ich ziemlich häufig gekifft, was nun ja auch kein billiges Hobbys ist. Durch meine Cannabis Ausgaben könnte ich mir einen Porsche Boxter leasen, aber das ist ein Frauen Wagen, daher bin ich ganz froh das ich mein Geld für Weed ausgebe.

Unsere Autorin Alex hatte von ihrem Erlebnis berichtet, als sie aufhörte zu kiffen „Leben im High, warum aufhören?“. Ich dachte ich ziehe nach und berichte auch davon, wie es ist als Stoner die Finger vom Gras zu lassen.

Die ersten Tage sind ziemlich easy, Gras macht einen körperlich nicht abhängig, psychisch schon eher, aber zum Glück nicht bei mir. Das Einzige was mich abhängig macht, ist dieser scheiss Tabak. Ich werde ihn einfach nichts los, immer wieder habe ich es geschafft Monate und Jahre nicht zu rauchen, aber na ja, das ist ein anderes Thema.

Was mir auffällt ist, das ich viel zu früh wach werde und abends auch nur schwer einschlafen kann. Wenn ich abends im Bett liege und keinen Joint geraucht habe, gehen mir tausend Dinge durch den Kopf und verliere mich in Kleinigkeiten, die am nächsten Morgen jede Bedeutung verloren haben. Ich arbeite recht viel und bin selbstständig, da kommen einem abends schon echt super viele Gedanken in den Kopf. Da war ein Joint doch schon eine gute Methode, um einen besseren Schlaf zu finden. Immerhin ist der Schlaf meines Erachtens nach, der Schlüssel zu guten Gedanken. Für mich also extrem wichtig.

Das frühe Aufstehen kotzt mich auch tierisch an, um kurz vor 6 werde ich schon wach. Da ist noch kein anderer in Berlin wach, außer vielleicht diejenigen, die einem geregelten Job nachgehen. Deswegen schreibe ich diesen Artikel auch schon um kurz nach 7.

Dadurch dass ich mit dem Kiffen pausiere, ist mein Tagesrythmus voll im Arsch.

Bisher erkenne ich keinen Vorteil, dass ich mit dem Kiffen pausiere. Na ja außer den finanziellen Aspekt.

Doch jetzt fällt mir auch wieder ein, warum ich mit dem Kiffen pausieren wollte. Es wurde einfach zu viel, zu viel Gras, es wurde zur Gewohnheit. Und das ist immer scheisse, wenn Dinge selbstverständlich werden und man sich keine Gedanken mehr darum macht, warum man dies oder das tut. Und die Wirkung vom Gras war jetzt auch nicht mehr dieselbe wie am Anfang, irgendwann baut man eine hohe Toleranz auf. Dann kommt man nicht nur mit einem Joint am Wochenende aus, sondern es müssen 4-XX sein, um die Wirkung zu genießen. Aber von genießen kann bei diesen Mengen keine Rede mehr sein.

Was aber komisch ist, ich funktioniere prächtig mit Weed. Ich schaffe mehr, bin kreativer und komme besser mit Menschen klar. Ich strenge mich wirklich an negative Aspekte zu finden was den Cannabis Konsum angeht, aber ich finde nicht wirklich einen. Und stört es mich, wenn ich anstatt 1 Joint 8 rauche? Nö, eher nicht so. Außer dass das Weed aus dem Coffeeshop echt teuer ist. Anbauen wäre eine Alternative für mich. Nur ist das ja in Deutschland verboten Cannabis anzubauen, aber Tabak darf ich anbauen. Ich verstehe so vieles nicht, aber die, die die Regeln machen, sind auch nicht die hellsten Kerzen auf der Torte. Aber egal.

Vielleicht kaufe/miete ich mir Land in Spanien, um mein Weed anzubauen.

Wäre mal ein Ding. Es ist nicht das mich das Kiffen stört, es sind mehr die Umstände, die mich stören. Das teure Weed und das mich der Staat am liebsten dafür einsperren würde. Nicht nur mich, auch die anderen 8 Millionen Deutschen Stoner im Monat. Ja genau, richtig gelesen, 8 fucking Millionen!

Dennoch mache ich jetzt erstmal weiter mit meiner Kiffer Pause. Warum? Weil ich es kann. Wenn du nicht so einfach aufhören kannst zu kiffen, dann bitte um Hilfe. Es ist nicht schlimm zu Leuten zu gehen, die dir helfen können, wenn Kiffen zur Pflicht wird, ist es kein Spaß mehr, sondern eine ernste Sache.

Würde mich extrem interessieren, wie ihr zu dem Thema steht. Da sich die meisten sich nicht trauen unsere Beiträge zu kommentieren, sind die Mails weiterhin super gerne gesehen J

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Über den Autor

Daniel

In erster Linie bin ich ein Mensch, der das Spiel "Leben" mit voller Punktzahl abschließen möchte. Ich bin eine Mischung aus Hippie und Outlaw. 2017 habe ich Cannabis Rausch gegründet, um aus der Sicht des Cannabiskonsumenten zu berichten. Ich liebe Mode, Autos, Reisen und natürlich meine grüne Göttin. Ich lasse mich vom Leben treiben und schaue was es mir zu bieten hat.

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1 Kommentar

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  • Ich bin jetzt schon im 3 monat meiner pause und kann dem nur zustimmen.
    Zwischen durch habe ich 2 joints geraucht aber auch nur weg meiner Migräne. ( Habe eigentlich immer etwas im gefrierfach). Ich habe aber eher das gefühl das ich nicht viel meher geld habe da ich wenn ich rauch oft sachen die ich gerne hätte zurück stelle um zu sparen das fählt ja weg das das geld vorhanden ist.
    Hiermit möchte ich mich bedanken für diese kostenlose info platform und die sehr informativen Artikel
    MFG Alexander Imhof