Machen zu viele Flutschköpfe dumm?

Ob kiffen uns zum zweiten Richard Branson oder Morgan Freeman macht oder eher grottendoof, wie unsere Drogenpolitik in Deutschland, will ich in diesem Artikel mit euch herausfinden.

Erstmal möchte ich auf meine persönliche Erfahrung eingehen und danach auf die wissenschaftliche Seite. Beides ist wie immer nur ein kleiner Einblick und weder eine Studie noch meine eigenen Erfahrungen können 100 prozentig ins Schwarze treffen. Es gibt immer Ausnahmen, die uns das Gegenteil beweisen, manchmal im kleinen Maßstab, manchmal im großen. Daher macht euch auch selbst ein Bild und glaubt nicht alles, was ihr hört oder seht.

Let`s start

Ich habe schon mit Kiffern zu tun seit ich 13 oder 14 bin. Klar, in der Schule lernt man so allerhand Menschen kennen. Viele von denen waren Kiffer, ich nicht, ich fing erst später an zu kiffen, was 16 Jahre danach eine sehr gute Entscheidung für mich war. Also, die Kids von damals im Norden haben gekifft wie die Blöden, schon morgens vor der Schule, immer, auf jeder Party 5-12 Kiffer. Diese Kiffer waren im Schnitt so 14-18. Was soll ich sagen. Die Jungs waren nicht die hellsten Kerzen auf der Torte, anscheinend hatten die unzähligen Joints und die tausenden Fluschtköpfe ihre Murmel etwas zu sehr stranguliert.

Hat mich irgendwie abgeschreckt, das war echt der beste Jugendschutz, den unser Staat vollbracht hat. Ich und viele meiner Freunde fanden, dass so viel kiffen die jungen Menschen „etwas“ doof macht. Ob das heute immer noch so ist, kann ich schwer beurteilen, bin immerhin schon 30, daher habe ich seit über einem Jahrzehnt keine Schule mehr von innen gesehen. Dennoch habe ich ab 16 das ein oder andere Mal im Jahr am Joint gezogen, aber war keinesfalls ein Kiffer (das sagen Kiffer ja immer).

 

Kommen wir mal wieder in die Gegenwart.

Heute habe ich nur mit Leuten zu tun, die entweder sehr viel später angefangen haben viel zu Kiffen, oder damalige Kiffer, die super viel gebufft haben und heute nur ab und zu buffen. Und zu guter Letzt ich selber, der seit ein paar Jahren immer wieder kifft. Ich hatte auch schon einige Wochen, wo ich jeden Tag gebufft habe und mich das echt etwas „langsamer“ oder „entspannter“ gemacht hat. Es macht mich nicht dümmer, eher etwas vergesslicher und ich verliere bei täglichem Genuss auch öfters mal den Faden, besonders während des Kiffens.

Ist etwas nervig jeden Tag zu buffen, kann ich irgendwie nicht. Es ist mir zu anstrengend jeden Morgen diese Schwerfälligkeit und es dauert echt eine Weile, bis man richtig wach und fit ist. Auch vom Kiffen kann man einen Kater bekommen, nur das sagt einem ja auch keiner. Aber kiffen hat für mich auch sehr große Vorteile. Ich bin tausend Mal kreativer, ruhiger, kann besser schlafen, habe weniger Rückenschmerzen, bringe komischerweise mehr voran und mir schmeckt alles besser und jedes Entertainment ist tausend Mal geiler und spaßiger. Ich würde mal behaupten, dass jeder exzessive Lifestyle auch Nachteile hat, alles andere wäre gelogen. Daher muss man nur abwägen können und Prioritäten setzen. Und auch mal ein paar Monate oder Wochen nicht kiffen und cool damit sein.

Es darf eben nicht zur Selbstverständlichkeit und Gewohnheit werden. Dann ist die Chance irgendwie abzudriften sehr viel geringer. Das trifft natürlich in dem Rahmen erstmal nur auf mich zu und kann wirklich bei jedem anders sein, aber viele Leute halten es auch wie ich, daher kann ja was Wahres dran sein. Ich kenne auch viele Künstler und normale Worker, die jeden Tag zig Gramm wegbuffen und sehr erfolgreich sind und ihr Leben mega im Griff haben. Was sehr auffällig ist, meinen Beobachtungen nach, dass viele Kiffer extrem viel Kohle haben und sehr erfolgreich sind!

Alles in Maßen und man kann so viel fun auf dieser Welt haben, dass einem schwindelig werden kann. Nice.

Persönliches Fazit: Gras kann wirklich dumm machen, besonders wenn man in jungen Jahren zu viel kifft. Leute, tut euch einen Gefallen und fangt erst mit 21 an. Klar, keiner kann euch vom Kiffen abhalten. Aber kauft euch kein Weed, zieht mal bei jemandem am Joint und dann ist gut. Ich kann es verstehen, dass man die Erfahrung erleben will, wenn jeder davon spricht, aber es fickt euren Kopf in jungen Jahren. Dennoch, wenn man alt genug ist, kann man oft kiffen und auch regelmäßig, dass macht euch nicht dümmer, aber auch nicht zum super Hero. Also, wer meint, dass Kiffen generell dumm macht, hat nur teilweise Recht. Nur wenn man zu früh angefangen hat, oder seit Jahren jeden Tag kifft, kann das einen schon wirklich abdriften lassen. Ob das Abdriften nun positiv oder negativ ist, kann jeder selbst für sich herausfinden. Das alles spiegelt nur meine persönliche Meinung wieder.

Kommen wir nun zur Wissenschaft.

 

Zum Glück beschäftigt sich die Wissenschaft mit dem Thema Cannabis und den eventuellen Nachteilen vom dauerhaften Konsum. Studien sind immer mit Vorsicht zu behandeln, meistens wird nur ein ganz bestimmter Teil untersucht und es werden nur bestimmte Fragen gestellt. Studien und wissenschaftliche Arbeiten sind beim Thema Cannabis meistens nur aus einzelnen Perspektiven entstanden. Entweder um die Pflanze extrem positiv darzustellen, oder sie zu diskreditieren. Wie immer liegt auch hier die Wahrheit in der Mitte.

Kommen wir zur ersten Studie:

Die Studie wurde von der „University of Oregon“ durchgeführt und im Jahr 2012 veröffentlich. Es waren 1073 Menschen im Alter von 13 bis 38 Jahren in diese Studie involviert. Diese hat herausgefunden, dass Menschen wirklich dümmer werden, wenn sie im jungen Alter anfangen zu buffen. Sorry young boys & girls. Im Durchschnitt sinkt der IQ Wert um 7%, wenn man schon mit 13 Jahren anfängt, verglichen zum Erwachsenenalter. Eine andere Studie hat wiederum auch herausgefunden, dass man bis zu 20 IQ Punkte verliert, wenn man zu lange Urlaub macht und nur auf der faulen Haut liegt. Also, zu viel nichts tun gepaart mit kiffen im jungen Alter, kann unter Umständen sehr dumm machen.

Die Studie hat außerdem herausgefunden, dass man keine IQ Punkte verliert, wenn man mit 21 Jahren anfängt zu buffen. Man wird nicht dümmer aber auch nicht schlauer.

Fazit: Die Studie zeigt uns auf, dass Cannabis in Deutschland endlich legalisiert werden muss und eine zeitgemäße Aufklärung der jungen Menschen hier im Land stattfinden muss. Denn keiner will dumm werden. Man könnte fast denken, dass unsere Regierung es so möchte, dass die jungen Menschen unter 21 Jahren kiffen, damit sie etwas dümmer werden. Ansonsten würde man doch Cannabis legalisieren und somit den Jugendschutz vorantreiben!?

Ach, ich weiß es nicht. Wie denkt ihr über dieses Thema?

Daniel

Ich bin im Jahr 1987 im Norden von Deutschland geboren und kann daher eine Heidschnucke von einem normalen Schaf unterscheiden. Den größten Teil meines noch kurzem Lebens habe ich in Berlin verbracht. Seit 2018 bin ich ein digitaler Nomade. Ich liebe Mode, ohne schnelle Autos kann ich nicht leben, bin ein Serien Junkie und Cannabis ist für mich mehr als nur ein Hobby.

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