Angst und die Liebe – Meine Frau, Cannabis und ich.

Ich habe OUTLAW in meinem Nacken stehen. Warum sollte ich Angst haben zu kiffen? Immerhin ist das Tattoo ja ein dickes Statement.  Theorie und Praxis ist hier das Stichwort. Klar, mir ist es Latte, ob ein Polizist neben mir steht und ich entspannt meinen Joint genieße. Mich interessiert es auch nicht, ob im Club der Türsteher schon zum 4.ten-mal am Abend Menschen rauswirft, weil der süsse Geruch den Club vernebelt.

 

 

Das ist nicht was ich mit der Angst verbinde. All diese Menschen kenne ich nicht persönlich. Also ist mir deren Meinung ein wenig Latte. Geht wohl den meisten Menschen so.

Es gibt da aber noch diese andere Angst ums kiffen. Nicht das zu wenig Cannabis da ist, nein, davon gibt es immer genug. 😀

Eine Frau die man erobern will zum Beispiel. Selten sind es die „Kiffer“ die die coolsten Mädels bekommen. Also nicht in meiner Welt. Als ich Single war, habe ich selbstverständlich wie ein Irrer, mit zu dickem Geldbeutel, gekifft bis zum umfallen. Nicht gerade sexy um eine Frau zu von sich zu überzeugen.

Breit macht man selten Höschen nass.

Als ich meine damalige Freundin und jetzige Ehefrau traf, habe ich das mit dem kiffen einfach sein lassen. Sie war die beste Droge.

Ich hatte Angst ihr zu sagen:

„Du, hör mal zu. Ich kiffe jeden Abend und fresse verdammt viel. Ach und ich schlafe sehr früh ein. Ist das cool für dich?“

Ich wollte mich von meiner besten Seite zeigen. Ohne das kiffen. Ich hätte Angst gehabt, das sie mich wegen dem kiffen nicht mehr als den coolen Typen sah, der alles im Griff hat, den ich ja darstellen wollte.

Also habe ich die ersten 3 Jahre unserer Beziehung die Finger vom Cannabis gelassen. War ziemlich easy, wenn man die geilste Frau der an seiner Seite hat.

Mir hatte mal eine Frau vor einiger Zeit ein ziemlich cooles Zitat geschrieben: „Ein Kiffer hört niemals auf. Er macht nur Pausen.“

Recht hat sie!

Auch ich bekam wieder Lust auf den Rausch den ich so liebe. Dummerweise hatte ich mit dem saufen angefangen. Kein klassischer Säufer, nein. Aber jedes Wochenende trinken. Ist einfach so verdammt uncool. Meine Persönlichkeit mit Alkohol ist einfach scheisse. Vom Kater am nächsten Morgen mal ganz abgesehen!

Meine Frau kannte mich nicht als „Kiffer“.

Klar, sie wusste das ich in meinen Leben mal eine Cannabisblüte geraucht hatte. Sie konnte mit Cannabis halt null anfangen. Da gab es einfach keinen Touchpoint.

Nun kam die Angst wieder. Wie soll ich erklären, das ich mal wieder Lust auf Cannabis hatte? Soll ich es ihr überhaupt erzählen? Ich hätte für ein paar Stunden in den Park gehen können und schnell ein Joint durchziehen. Sie hätte nie was mitbekommen. Aber sowas macht man nicht mit Menschen die man liebt. Also ich nicht!

Also brauchte ich ’ne fette Story. Warum ich unbedingt wieder kiffen musste.

Weihnachten! Ein Fest wo niemand auf den anderen Böse ist und sich alle so, fast schon ekelhaft tolerieren. Die Zeit wo die AfD auch mal einen Flüchtling an den Tisch holen würde. Eben die Zeit, wo alle cool drauf sind! Selbst den Kiffern gegenüber.

Ich weihte meine Liebste also in mein Weihnachtsvorhaben ein. Ihre Reaktion war sehr viel anders als ich es erwartet habe. Extrem positiv.

Sie störte sich überhaupt nicht daran!

FUCK! Warum genau habe ich so lange nicht mehr gekifft? Ja, die dumme Angst! Fick dich Angst!

So, genug geflucht.

Was soll ich sagen, ich hatte ein mega entspanntes Weihnachten, keiner der buckeligen Verwandtschaft ging mir auf den Sack. Ein Traum.

Ich verheimliche niemanden mehr, das ich eine verdammt große Liebe zu Cannabis verspüre. Die Angst um das Thema Cannabis ist abgelegt.

 

Daniel

In erster Linie bin ich ein Mensch, der das Spiel "Leben" mit voller Punktzahl abschließen möchte. Ich bin eine Mischung aus Hippie und Outlaw. 2017 habe ich Cannabis Rausch gegründet, um aus der Sicht des Cannabiskonsumenten zu berichten. Ich liebe Mode, Autos, Reisen und natürlich meine grüne Göttin. Ich lasse mich vom Leben treiben und schaue was es mir zu bieten hat. PS: Folgt mir bei Instagram. Einfach auf den ICON drücken.

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