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Joe Rogan: US-Pod(t)caster wechselt für 100 Millionen zu Spotify

Cannabis on Spotify Podcast Potcast

So einen Deal hat die Podcast-Welt bislang nicht gesehen: Für die durch das Wall Street Journal bekannt gewordene Rekordsumme von 100 Millionen US-Dollar hat die Streaming-Plattform Spotify seine Wettbewerber Apple, Amazon & Co, die ebenso um Joe Rogan buhlten, ausgestochen und sich die exklusiven Lizenzrechte am „The Joe Rogan Experience“ (TRE) Podcast gesichert; Rogan wird zudem Video-Episoden auf Spotify zur Verfügung stellen. Startschuss auf Spotify wird der 1. September sein. Zum Jahresende soll Rogans Podcastreihe, die auch dessen vollständige Bibliothek der vergangenen 11 Jahre enthält, dann nur noch exklusiv für Spotify-Nutzer zugänglich sein.

Joe Rogan wird zum David Letterman der Podcast Welt

Zuvor war die Show auf Spotify nicht verfügbar. Rogan-Fans konnten ihn auf anderen Plattformen wie Apples Podcast-App oder YouTube anhören. Aber Spotify – stets auf der Suche nach exklusiven Künstlern für seine Plattform – hat in Markt- und internen Spotify Analysen festgestellt, das „The Joe Rogan Experience“ der meistgesuchte Podcast auf seiner Plattform ist. Und das obwohl er bisher gar nicht auf Spotify erhältlich war.

Mit dem mehrjährigen Lizenzdeal wird Rogan zum David Letterman des Podcastings und erreicht eine Sphäre, die als Radiomoderator bislang dem Kult Radio DJ Howard Stern vorbehalten war. Dieser erhielt 2006 für sein 5 Jahres-Engagement bei Sirius Satellite Radio geschätzte 500 Millionen US-Dollar und ist bis heute deren Anchorman.

WER IST JOE ROGAN?

Joe Rogan (52), geboren im US-Bundesstaat New Jersey, stammt von der Ostküste und lebt mittlerweile mit seiner Familie in Bell Canyon, im nördlichen Einzugsgebiet von Los Angeles, Kalifornien. Er ist mit dem ehemaligen Model Jessica Ditzel verheiratet, und Vater von drei Töchtern. Rogan befürwortet nicht nur den Gebrauch von Cannabis, sondern unterstützt die Cannabis Legalisierung in den USA aktiv in Kampagnen und spricht regelmässig in seinen Shows darüber.

WIE WURDE JOE ROGAN ZUM BEST VERDIENENDEN PODCASTER? 

Er begann 1988 seine Karriere als Stand-Up-Comedian. Gegen Ende der 90er-Jahre wurde Rogan dann Kommentator und Interviewer für die legendäre Ultimate Fighting Championship (UFC). Bis heute kommentiert er Mixed-Martial-Arts-Kämpfe in der UFC. Als Comedian hat er unter anderem ein Stand-Up-Special auf Netflix als die Plattform veröffentlicht.

Vor mehr als 10 Jahren, im Jahr 2009, startete Rogan seine Podcast Serie „The Joe Rogan Experience“, in dem er in jeder Folge jeweils einen Gast interviewt. Bis zum Mai 2020 produzierte er knapp 1500 Episoden und hatte diverse Hollywood-Größen (Robert Downey Jr, Edward Norton, Kevin Hart, Jamie Foxx oder Mel Gibson), Musikern (James Hetfield, Rob Zombie, Ted Nugent) oder einige demokratischen Präsidentschafts-Kandidaten der 2020 US-Wahl (Bernie Sanders, Andrew Yang) zu Gast.

Nach inzwischen über eine Dekade Laufzeit erreicht Rogans Podcast jeden Monat 8,4 Millionen Abonnenten auf YouTube und 190 Millionen Downloads. Damit gehört „The Joe Rogan Experience“ weltweit zu den meist gehörten Podcasts. Auf Instagram, wo Joe seinen Lizenzdeal mit Spotify bekannt machte, folgen ihm 9,5 Millionen Follower. Dort versicherte er seinen Fans auch, dass “es genau die gleiche Show bleiben wird”, die seine Fans lieben gelernt haben, und betonte zugleich, dass er “kein Angestellter von Spotify sein werde” und weiterhin mit der gleichen Produktionsmannschaft zusammenarbeiten werde. “Der einzige Unterschied wird sein, dass sie jetzt auf der größten Audio-Plattform der Welt verfügbar sein wird”, fügte er hinzu. “Es wird für Euch kostenlos sein; Ihr müsst nur zu Spotify gehen, um den Podcast weiterhin zu hören.“

Aber auch bevor Joe Rogan den 100 Millionen US-Dollar Deal mit Spotify unterzeichnete, war er laut der ersten Forbes Magazine Podcaster-Liste die Nummer 1 unter den Top Verdienern und verdiente bereits in 2019 geschätzte 30 Millionen Dollar (Forbes’ inaugural highest-earning podcaster list).

JOE ROGAN UND MARIHUANA

Joe Rogan gesteht als großer Cannabis Befürworter auch , dass er regelmäßig Marihuana nimmt. Er ist überzeugt davon, dass Cannabis ihm beim sportlichen Training, dem Schreiben von Comedy und der Förderung des generellen Wohlbefindens hilft. Rogan gilt als der bekannteste Weed Evangelist der USA und glaubt fest an den medizinischen Nutzen von Cannabis. Deshalb hinterfragt er regelmäßig, warum viele Politiker eine archaische Einstellung zu der Substanz zu haben scheinen. Nicht nur, dass Rogan sich für die Legalisierung von Cannabis einsetzt. Er ist zudem Hobbyjäger und Teil der Bewegung „Eat What You Kill“, bei der man nur Fleisch von Tieren isst, die man selbst erlegt hat. Er unterstützt ferner die Verwendung von LSD, Psilocybinhaltige Pilze (auch bekannt als Magic Mushrooms oder halluzinogene Pilze) und moderierte eine Dokumentation über die halluzinogene Droge DMT („DMT: The Spirit Molecule“).

Rogan spricht in seinem Podcast regelmäßig über Weed. Legendär wurde „The Joe Rogan Experience“ im September 2018, als er während des Live Interviews (#1169) mit Tesla CEO und Space X Gründer Elon Musk einen Joint rauchte..

Elon Musk einen Joint rauchend bei The Joe Rogan Experience Pod(t)cast Show 

The Joe Rogan Experience: #1169, September 2018  (Elon Musk fängt ab 2 Std. 10min an Joint zu rauchen)

In jüngster Zeit hat sich Joe Rogan auch stellenweise selbstkritisch reflektierend zum Cannabis Konsum gezeigt, Er ist kein gänzlich dogmatischer Marihuana-Befürworter. Rogan ist auf der einen Seite sehr engagiert und unterstützt den Ansatz Cannabis zu legalisieren und spricht in seinen Podcasts und Interviews seine Sicht der politischen Agenda regelmäßig an. Er betont zugleich, dass eine verantwortungsvolle Entwicklung einer umfassenden Cannabis-Gesetzgebung wichtig ist. Da er selbst Vater ist, erklärte er in einem Gespräch mit dem politischen Kommentator Ben Shapiro, wie wichtig es deshalb sei, den Marihuana Konsum unter Teenagern und jungen Erwachsenen zu regulieren, und verwies auf wissenschaftliche Untersuchungen, die die Auswirkungen des Marihuanakonsums auf das sich entwickelnde Gehirn zeigen.

Rogans ehrliche, unvoreingenommene Herangehensweise an die Legalisierung von Cannabis ist ein lebender Beweis für die reinste Art der Fürsprache. Eine, die nicht auf persönlichen Gewinn aus ist, sondern auf das Wohl der Gesellschaft als Ganzes abzielt. 

JOE ROGANs POLITISCHE ANSICHTEN 

Rogan hat bislang in den Vorwahlen der demokratischen Präsidentschaftskandidaten Bernie Sanders unterstützt. Seit dieser aber für Joe Biden Platz gemacht hat, wird er wahrscheinlich für Trump stimmen. Rogan ist bekannt für einige liberale Ansichten, wie z.B. die Unterstützung der Legalisierung von Marihuana. Auch hat er kürzlich enthüllt, dass er wahrscheinlich diesen November für Trump stimmen wird, weil er einfach Joe Biden “nicht wählen” kann.” Ich würde lieber für Trump als für [Biden] stimmen.“ Joe Rogan zweifelt die politischen Führungsqualitäten von Joe Biden an. Hingegen hält er Bernie Sanders für sehr konsequent in seinem Tun und Handeln während seiner bisherigen politischen Karriere.

Aber bis zum Grand Finale der US Präsidentschaftswahlen im 4. Quartal 2020 sind es noch noch einige Monate (Stand Juli 2020) und Donald Trump macht bislang im Krisenmanagement der Corona Krise keine Bella Figura. Möglich, dass Joe Rogan hier nochmal seine Meinung dreht und vielleicht am Ende seinen Namensvetter Joe Biden bevorzugt. Denn: im Vergleich zu Trump hat Biden, der Kandidat der Demokraten, in Bezug auf Popularität den Republikaner Trump deutlich überholt und beweist bislang – eigentlich überraschend – einen klaren Plan für die US Wirtschaft und Corona Krisenkommunikation.

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