So schmuggelt man Weed im Flugzeug

Ich hatte im Social Club auf Mallorca sehr gutes Weed gekauft. Es waren knapp 10 Gramm für nicht mal 3 Tage. Mein Tageskonsum liegt vielleicht bei 0,5 bis maximal 1,5 Gramm, dies liegt daran, dass ich fast ausschließlich nur nach Sonnenuntergang kiffe. Ich hätte das Weed natürlich wegschmeißen können, oder es einfach am letzten Abend ohne Sinn und Verstand verrauchen können, was wir eh gemacht haben. Doch ich entschloss mich den Rest vom Weed mit nach Barcelona zu schmuggeln, zumindest um es einmal schriftlich zu dokumentieren. Ich hatte schon einige Tage davor aus Hamburg nach Mallorca Weed „importiert“, aber nur aus dem Grund, da ich noch ein paar Gramm in meiner Jackentasche vom vergangen Wochenende hatte und es dort einfach vergessen hatte. Unbeabsichtigt zu schmuggeln ist eigentlich das angenehmste Gefühl. Anders beim Spanienschmuggeln. Hier war ich mir sehr bewusst das ich etwas „illegales“ tue. Nun ja, nicht ganz illegal, auf meinem Gewerbeschein steht das ich Journalist bin, daher muss ich auch im Interesse der Gesellschaft herausfinden, wie sicher wirklich unsere europäischen Grenzen sind. Seit 9/11 braucht die Flugsicherheit Menschen wie mich, die den Stand der Dinge überprüfen.

Der Flug sollte mit AirEuropa gehen.

AirEuropa ist mal ganz so am Rande erwähnt, eine der angenehmsten Fluglinien für europäische Reisen, da die Beinfreiheit oberes Level ist, alles neu und gepflegt ist und selbst im Flugzeug werden die Passagiere mit einer angenehmen Aromatherapie berieselt. Eine Fluglinie in der Körpergeruch des fetten, schwitzenden Spaniers nicht mehr auffällt. Mein Tag begann wie so oft Märchenhaft, ich hatte gute Laune. Wir waren schon am Vormittag am Flughafen. Ich verstaute meine geschätzten 2 Gramm in meinem Pueblo Tabakbeutel. Ein oft gewähltes Versteck für das Gras. Der Tabak überdeckt den Grasgeruch sehr gut. Jedoch werden Tabakbeutel immer zuerst untersucht, wenn die Zollbeamten einen Verdacht haben. Es ist nicht die smarteste Lösung, aber für mich die chilligste.

Ich hatte mir im Vorfeld keinerlei Gedanken darüber gemacht, was passieren könnte… Warum sollte ich mich auch mit den Strafen beschäftigen? Ich will ja nicht erwischt werden, daher machte dies in meinen Augen keinerlei Sinn. Lorenz hatte seinen Vape-Pen aus den USA auch mit dabei, den er bereits über unzählige Grenzen brachte, da das Ding einfach wie ein normaler Vape-Pen aussieht. Perfekt zum reisen. Ich hatte an dem Morgen natürlich schon Weed geraucht, um so super entspannt durch die Sicherheitskontrolle zu kommen. Ich packte mein ganzes Handgepäck inkl. dem Tabakbeutel mit Weed auf das Fließband zum checken. Ich ging durch den Metalldetektor und alles lief entspannt, doch dann hielt das Fließband an und die Sicherheitsmitarbeiterin ging zu meinem Rucksack, nahm ihn und fragte mich ob es meiner sei…

Erst wollte ich sagen dass das nicht mein Rucksack ist, aber das wäre dumm gewesen. Also bejahte ich ihre Frage, um kurz darauf den Rucksack zu öffnen. Sie griff in den Rucksack, mein Herz blieb kurz stehen. Sie griff direkt zu meiner Endoca CBD Creme, die exakt neben dem Tabakbeutel im Rucksack lag. Sie teilte mir mit das nicht das CBD ein Problem wäre, sondern einfach keine Flüssigkeiten inkl. Cremes mit ins Flugzeug dürfen. Das wusste ich schon vorher, leider hatte ich vergessen die Creme in mein normales Gepäck zu packen. Leben am Limit. Sie nahm mir die CBD-Creme weg und warf sie in den Mülleimer. Glück gehabt.

Doch ich sollte mein Glück an diesem Tag noch mehr heraus fordern.

Warum ich sowas mache? Ganz einfach, weil mir die VERFOLGUNG von Cannabis hart auf den Sack geht! Das ist mein ganz persönlicher Protest.

Lorenz und ich gingen nach erfolgreicher Sicherheitskontrolle zum Gate, wo wir noch genüsslich an dem Vape-Pen nuckelten. Mit einem leichten High stiegen wir als letzte ins Flugzeug ein. Kleiner Tipp am Rande: Wer als letztes ins Flugzeug einsteigt, hat die Möglichkeit ein fettes Upgrade zu bekommen. Denn wer als letztes ins Flugzeug kommt, kann sich einfach auf einen First oder Business Class Sitz setzen. So bekamen Lorenz und ich einen Businessclass Sitz, um so genügend Platz für das Weed Shooting im Flugzeug zu haben. Man muss Ängste loslassen, um so wirklich coole Dinge zu erleben.

Der Flug dauerte insgesamt 50 Minuten. Kurz nachdem die Anschnallzeichen erloschen waren, holte ich mein Weed aus dem Tabakbeutel. Was für eine dumme Idee. Cannabis riecht im Flugzeug um einiges strenger und man kann halt kein Fenster zum Lüften aufmachen, mit Deo sprühen geht ja auch nicht. Uff. Egal. Lorenz machte ein paar Bilder und ich machte auch noch welche. Der Mann hinter mir sah ganz genau was wir machten und wollte mich wohl mit seinem bösen Blick konditionieren, klappt aber nicht bei einem Mann der OUTLAW in seinen Nacken tätowiert hat. Nachdem die Bilder gemacht und das Weed wieder verstaut waren, freute ich mich tierisch als ich Festland erblickte und unsere kleine Maschine zur Landung ansetzte. Der Weedgeruch war noch die gesamte Zeit im Flugzeug zu riechen, aber keiner störte sich wirklich daran.

Wir landeten sicher und belustigt. So macht schmuggeln im Microstil richtig Laune.

Wir holten unser Gepäck und begaben uns Richtung Ausgang. Nun gab es nur noch eine Zollkontrolle. Bisher wurde ich NIE vom Zoll durchsucht. NIE! Lorenz und ich sahen aus wie richtige Touristen, mit Backpacker Rucksack und leichtem Sonnenbrand auf der Nase. Das THC im Blut ließ unser cooler wirken als George Jung. Wir passen eigentlich nicht in das Fahndungsraster, eigentlich. Wir sahen schon von weitem, wie der spanische Zoll vor dem Ausgang Reisende raus zog um das Gepäck zu kontrollieren. Diesmal schlug mein Herz etwas heftiger. Der Zollbeamte sah uns schon, er musterte uns, ich blickte ihm starr in die Augen, suchte provokant den Augenkontakt. Wir kamen immer näher, ich wusste das er uns raus ziehen will.

Man darf sich NIEMALS ansehen lassen, dass man etwas verbotenes tut, NIE!

Das riechen diese Staatsknechte sofort! Wie ich es schon ahnte, sprach er uns an. Wir lächelten nett. Er fragte uns wo wir her kamen, wir nur schnell „Mallorca“, er musterte uns nochmal kurz und wünschte uns einen wunderschönen Tag. Zum Schmuggeln braucht man Eier aus Stahl, wer die nicht hat, sollte solche dummen Dinge sein lassen. Denn in Barcelona gibt es dutzende Social Clubs, es besteht eigentlich gar kein Bedarf Cannabis nach Spanien zu bringen. Es war aber auch ganz praktisch sofort Weed am Start zu haben, und nicht erst in einen Social Club zu rennen, das Risiko hat sich für mich gelohnt. Aber am Ende des Tages mache ich diese Dinge nur um zu zeigen, wie lächerlich es ist das Cannabis verboten ist und Menschen dafür bis heute ins Gefängnis gehen oder deswegen getötet werden. Dies ist mein Tribut an alle, die wegen Cannabis sitzen.

Daniel

In erster Linie bin ich ein Mensch, der das Spiel "Leben" mit voller Punktzahl abschließen möchte. Ich bin eine Mischung aus Hippie und Outlaw. 2017 habe ich Cannabis Rausch gegründet, um aus der Sicht des Cannabiskonsumenten zu berichten. Ich liebe Mode, Autos, Reisen und natürlich meine grüne Göttin. Ich lasse mich vom Leben treiben und schaue was es mir zu bieten hat. PS: Folgt mir bei Instagram. Einfach auf den ICON drücken.

2 Gedanken zu „So schmuggelt man Weed im Flugzeug

  • März 25, 2019 um 2:17 pm
    Permalink

    Nice geschrieben 🙂

    Hier noch ein Tipp als ich von Teneriffa nach Hause geflogen bin: einen Headshop oder Bio Laden ausfindig machen und dort Hanftee kaufen 🙂
    Pluspunkte: riecht eh schon leicht nach Gras, passt farblich perfekt rein, könnte beim ersten Blick auch nur ein verklumpter Teebatzen sein 😎

    Antwort
  • März 26, 2019 um 9:02 am
    Permalink

    Bei Haschisch wäre das natürlich viel einfacher gewesen und vorallem ohne Geruch, aber Weed ist meiner Meinung nach auch besser zu konumieren 😉
    Jedenfalls hast Du ein hohes Risiko für so wenig Spaß, denn es ist eben „Schmuggel“ aber was wäre das Leben schon ohne „Risk“ no Fun 😛

    Grüße von CIA-TV

    Antwort

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